Zum Verfahren wurden 93 Arbeiten eingereicht, die den Teilnahmebedingungen entsprachen.
Eine siebenköpfige Jury, zusammengesetzt aus vier Fachjuror:innen und drei Sachjuror:innen, tagte am 18. und 19. September 2025 unter dem Vorsitz von Jens Rannow. Vom Vormittag bis zum Mittag des ersten Tages nahm die Jury in mehreren Rundgängen insgesamt 32 Arbeiten in die engere Wahl. Die Jury durchquerte den Landkreis Ludwigsburg, um die in die engere Wahl genommenen Objekte vor Ort anzuschauen.
Nach intensiven Beratungen während der Rundfahrt und in einer Schlussberatung am Freitag im Landratsamt diskutierte die Jury eingehend die besichtigten Objekte und vergab zuletzt 21 Auszeichnungen.
Das Auszeichnungsverfahren hat insgesamt ein sehr gutes Bild von der Baukultur im Landkreis ergeben.
Ergebnis (nach Gruppen; die Einteilung der Gruppen dient der besseren Übersichtlichkeit und stellt kein Kriterium für die Vergabe der Auszeichnungen dar)
Wohnen: 20 eingereichte Arbeiten, 1 ausgezeichnete Arbeit
Öffentliche Bauten: 19 eingereichte Arbeiten, 7 ausgezeichnete Arbeiten
Industrie- und Gewerbebau: 9 eingereichte Arbeiten, 1 ausgezeichnete Arbeit
Landwirtschaftliche Bauten: 0 eingereichte Arbeiten, 0 ausgezeichnete Arbeiten
Bauen im Bestand: 23 eingereichte Arbeiten, 7 ausgezeichnete Arbeiten
Garten- und Landschaftsanlagen: 4 eingereichte Arbeiten, 1 ausgezeichnete Arbeit
Städtebauliche und stadtgestalterische Projekte: 5 eingereichte Arbeiten, 2 ausgezeichnete Arbeiten
Innenraumgestaltungen: 13 eingereichte Arbeiten, 2 ausgezeichnete Arbeiten
Summe: 93 eingereichte Arbeiten, 21 ausgezeichnete Arbeiten
Insgesamt war die Jury von dem hohen Niveau der eingereichten Arbeiten beeindruckt. Ausgezeichnet wurden jedoch nur solche Arbeiten, die im Sinne der Ausschreibung als rundum beispielhaft anzusehen sind. In der Gruppe der Auszeichnungen gibt es keine weiteren Platzierungen, da die Arbeiten aus unterschiedlichen Bereichen stammen und schwer vergleichbare Bauaufgaben beinhalten. Maßgeblich war aber, wie die jeweilige Bauaufgabe am konkreten Ort und für die jeweilig verschiedenen Nutzerinnen und Nutzer gelöst wurde.
Bei der Entscheidungsfindung legte die Jury folgende Kriterien zugrunde:
• Äußere Gestaltung, Maß und Proportion des Baukörpers
• Innere Raumbildung, Zuordnung der Räume und Zweckmäßigkeit
• Angemessenheit der Mittel und Materialien, konstruktive Ehrlichkeit
• Einfügung und Umgang mit dem städtebaulichen Kontext und der Umwelt
• Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch, sozial)
Alle ausgezeichneten Arbeiten sind in diesem Sinne beispielhaft. Die hervorragende Lösung der jeweiligen Bauaufgabe konnte nur durch das gemeinsame Engagement der Bauherrschaften und Planenden gelingen. Deswegen gilt die Auszeichnung auch beiden gleichermaßen.
Bauherrinnen und Bauherren sowie Architektinnen und Architekten werden am 10. Februar 2026 mit Urkunden und Plaketten gewürdigt, die ausgezeichneten Arbeiten werden dann mit einer Ausstellung, Broschüre, im Internet sowie in der App Architekturführer Baden-Württemberg der Öffentlichkeit vorgestellt (in letzterer jedoch nur, wenn die Bauherrschaft der Adressveröffentlichung nicht widersprochen hat).
Die ausgezeichneten Objekte:
Wohnen für Studierende, Königsallee 60, 62 und Friedrichstraße 45, 71638 Ludwigsburg
Jugendhaus, Hermannsplatz 2, 71711 Murr
Führungs- und Lagezentrum, Friedrich-Ebert-Straße 30, 71638 Ludwigsburg
Harzberghalle, In den Frauengärten, 71723 Großbottwar
Kindertagesstätte Memory und gefördertes Wohnen, Gerokstraße 43/45, 74321 Bietigheim-Bissingen
Sporthalle in den Breitwiesen, Jakob-Bleyer-Straße 1, 70839 Gerlingen
Fuchshofschule, Fuchshofstraße 53, 71638 Ludwigsburg
Erweiterung Schuldorf am Favoritepark, Fröbelstraße 18, 71634 Ludwigsburg
Büro- und Produktionsgebäude, Thomas-Alva-Edison-Ring 10, 71672 Marbach am Neckar
Gemeindehalle, Brunnenstraße 25, 74366 Kirchheim am Neckar
Grundschule Oßweil - Erweiterung und Generalsanierung, Westfalenstraße 54, 71640 Ludwigsburg-Oßweil
Friedrich-von-Keller-Schule - Sanierung und Erweiterung, Schwarzwaldstraße 2, 71642 Ludwigsbsurg-Neckarweihingen
Firmenzentrale REKO im ehemaligen Fabrikareal Elbe, Austraße 129, 74321 Bietigheim-Bissingen
Umnutzung Fabrikareal Elbe - Büro, Wohnen und Zahnarztpraxis, Austraße 131, 74321 Bietigheim-Bissingen
Feuerwehr - Erweiterung Umkleidebereich, Württemberger Straße 1, 71691 Freiberg am Neckar
Realschule - Sanierung und Erweiterung, Beim Brückentro 19, 70839 Gerlingen
Konversion und Freianlagengestaltung Jägerhofquartier, Hindenburgstraße 49, 71638 Ludwigsburg
Leben und Arbeiten im Jägerhofquartier, Hindenburgstraße 49, 71638 Ludwigsburg
Arsenalplatz, Arsenalstraße 2, 71638 Ludwigsburg
Haus R13 - Umbau Doppelhaushälfte, Robert-Koch-Straße 13, 70839 Gerlingen
Evangelische Johanneskirche - Sanierung und Umbau, Weimarstraße 31, 70806 Kornwestheim
