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Heimerdingen erhält schnelles Internet

In Heimerdingen hat die Reise in Richtung superschnelles Internet begonnen - mit dem Spatenstich zum Glasfaserausbau am Donnerstag.

Eine Gruppe von Erwachsenen steht gemeinsam mit mehreren Kindern vor einem Bagger. Die Erwachsenen tragen formelle Kleidung, während die Kinder bunte Sonnenhüte und Kleidung tragen. Im Hintergrund sind Banner sichtbar, die mit Bauprojekten verbunden sind. Es scheint sich um eine feierliche Veranstaltung zu handeln.

Die Entscheidung ist gefallen. Heimerdingen sagt Ja zum Glasfaserausbau. 500 Haushalte haben sich bislang für einen Glasfaser-Tarif entschieden. Die Telekom beginnt jetzt mit dem Bau des schnellen Netzes. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Damit hat der Kunde einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet: Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von zu Hause. Er eignet sich auch für Technologien wie Telemedizin und Smart Home.

Aktuell profitieren von diesem Ausbau 500 Haushalte. Sie haben bereits in der noch laufenden Vorvermarktung einen Glasfaser-Anschluss beauftragt. Die Telekom wird in Heimerdingen ca. 36 Kilometer Glasfaser verlegen. Zudem stellt sie 17 neue Glasfaser-Netzverteiler (NVt) auf.

Für das Verlegen der Glasfaserkabel ist umfangreicher Tiefbau nötig. Auf 5,2 von insgesamt 11 Kilometern mit Tiefbau kann die Telekom das sogenannte Trenching einsetzen. Beim Trenching werden nur schmale Schlitze in den Bodenbelag gefräst. Trenching ist fünfmal schneller als das herkömmliche Tiefbau-Verfahren. Tiefe und lange Baugruben gehören der Vergangenheit an. Das reduziert die Beeinträchtigungen für die Anwohner.

„Ich freue mich über das große Interesse der Bevölkerung, die damit die Grundlage für den Beginn der Arbeiten in Heimerdingen gelegt hat“, sagt Oberbürgermeister Michael Makurath.  „Mit dem Glasfaser-Ausbau machen wir in Sachen Bandbreite einen Quantensprung. Heimerdingen steigt in die erste deutsche Gigabit-Liga auf.“

Landrat Dr. Rainer Haas betont, „der gesellschaftliche und technologische Wandel profitiert von einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur. Damit können wir die Innovationsfähigkeit und Lebensqualität unseres Landkreises auf dem hervorragenden Niveau halten und für kommende Generationen weiterentwickeln.“

„Auch ich freue mich darüber, dass sich so viele Interessenten für einen Glasfaser-Anschluss registriert haben. Wir können loslegen. Dieser Spatenstich hier in Heimerdingen ist gleichzeitig der Startschuss des Ausbaus im Landkreis Ludwigsburg. Dies ist das größte Glasfaser-Projekt der Telekom in Deutschland“, erklärt Sabine Wittlinger. Er/Sie dankt allen Verantwortlichen in der Kommune, im Landkreis und der Region für deren Unterstützung. "Die ersten Haushalte in Heimerdingen werden ihren Glasfaser-Anschluss voraussichtlich Ende des Jahres nutzen können“, so Wittlinger, Partner-Managerin Region Stuttgart der Deutschen Telekom.

„Alle Kommunen die Mitglied im Zweckverband sind, erhalten die Möglichkeit für ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeits-Internet. Damit lösen wir eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben in unserem Landkreis", erklärt Viktor Kostic, Geschäftsführer des Zweckverbands Kreisbreitband Ludwigsburg.

„Heimerdingen ist ein Beispiel dafür, dass dank unseres Kooperationsprogramms nicht nur die Kernstädte, sondern auch Teilorte die Chance haben, frühzeitig ausgebaut zu werden, sofern eine ausreichend hohe Nachfrage besteht“, erklärte Hans-Jürgen Bahde, Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH (GRS) und Breitbandbeauftragter der Region Stuttgart.

Der Ausbau in Heimerdingen ist Ergebnis einer Kooperation der Gigabit Region Stuttgart GmbH mit der Deutschen Telekom. Im Fokus des Gigabitprojekts steht der gemeinsame Ausbau des ultraschnellen Glasfasernetzes. Außerdem sollen bis 2025 99 Prozent der Bevölkerung Mobilfunk (LTE) nutzen können. Die Telekom will ferner ein leistungsstarkes 5G-Netz aufbauen. Der Vertrag ist in dieser Dimension deutschlandweit einmalig. Weitere Unternehmen sollen die entstehende digitale Infrastruktur zu fairen und marktüblichen Konditionen nutzen können.

Das Ausbaugebiet umfasst derzeit 174 Kommunen in den fünf Landkreisen Ludwigsburg, Böblingen, Esslingen, Göppingen und Rems-Murr, sowie die Landeshauptstadt Stuttgart. In dem Ballungsraum leben rund 2,8 Millionen Menschen. 140.000 Unternehmen sind dort angesiedelt.