zum Hauptmenü zum Seiteninhalt zur Subnavigation zum Footermenü zur Suchfunktion zu den Hinweisen der Barrierefreiheit


Gedenkstätte für Corona-Verstorbene trifft auf Zustimmung

Landrat Dietmar Allgaier hat sich mit Vertreterinnen und Vertretern der evangelischen und katholischen Dekanate getroffen. Auf große Zustimmung stieß die Idee einer Gedenkstätte für Corona-Verstorbene sowie das breite gesellschaftliche Engagement für Geflüchtete aus der Ukraine.

Eine Gruppe von acht Personen steht draußen in einer Gartenlandschaft. Sie sind in formeller Kleidung gekleidet und lächeln in die Kamera. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und Professionalität.

An dem Treffen teilgenommen haben (von links): Landrat Dietmar Allgaier, Dekan Michael Werner (Evangelisches Dekanat Ludwigsburg), Dekanatsreferentin Birgitta Negwer (Katholisches Dekanat Ludwigsburg), Dekan Eberhard Feucht (Evangelisches Dekanat Besigheim), Dekanatsreferentin Anne Braun (Katholisches Dekanat Ludwigsburg), Dekan Alexander König (Katholisches Dekanat Ludwigsburg), Dekan Reiner Zeyher (Evangelisches Dekanat Vaihingen-Ditzingen), Heiner Pfrommer, Dezernent für Arbeit, Jugend und Soziales Landratsamt Ludwigsburg.

„Es ist Zeit, den Familien und Angehörigen der Verstorbenen unsere Aufmerksamkeit zu schenken und einen Ort der Erinnerung zu schaffen“, stellte Landrat Dietmar Allgaier fest. Das Gedenken an die Verstorbenen der Corona-Pandemie könne sowohl über einen konkreten Ort als auch über Veranstaltungen und Aktionen möglich gemacht werden. Diese Idee griffen die Dekane und Dekanatsreferentinnen gern und bereitwillig auf. Sie wiesen darauf hin, dass auch Kunstschaffende, Selbstständige, Erwerbstätige und Jugendliche sich immer wieder auf andere Einschränkungen einstellen mussten. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des Landratsamtes und der Kirchen sollen nun die Ansätze vertieft werden, wie dieses Gedenken und eine Stätte des Erinnerns ausgestaltet werden könnten.

Weiteres Thema des Austauschs war die Situation für Geflüchtete im Landkreis Ludwigsburg. Das breite Engagement in den Kommunen und Kirchengemeinden für Menschen aus der Ukraine und anderen Herkunftsländern sei erfreulich. Derzeit befinden sich bereits über 3000 Geflüchtete im Landkreis, der größte Teil konnte privat unterkommen. Für die Betreuung und Beschulung der Kinder sowie die Integration am Arbeitsmarkt, Sprachkurse und weitere Förderung sei man auf die Unterstützung durch Kirchen und Ehrenamtliche angewiesen. Für Fragen, Probleme und deren Lösungen wollen das Landratsamt und die Kirchen weiterhin in engem Kontakt bleiben. Einig war man sich, dass es nicht zu einer „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ für Geflüchtete kommen dürfe.

Ebenfalls ein wichtiges Thema war die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, dem sich die Kirchen und kirchlichen Wohlfahrtsverbände zum Beispiel über die Initiative „TürÖffner“ der Caritas widmen. Die neu gegründete Bürgergenossenschaft Wohnen im Landkreis Ludwigsburg sei hier ein weiterer wichtiger Ansatz. Landrat Allgaier appellierte an die Kirchengemeinden, die Bürgergenossenschaft zu unterstützen.