„Es ist Zeit, den Familien und Angehörigen der Verstorbenen unsere Aufmerksamkeit zu schenken und einen Ort der Erinnerung zu schaffen“, stellte Landrat Dietmar Allgaier fest. Das Gedenken an die Verstorbenen der Corona-Pandemie könne sowohl über einen konkreten Ort als auch über Veranstaltungen und Aktionen möglich gemacht werden. Diese Idee griffen die Dekane und Dekanatsreferentinnen gern und bereitwillig auf. Sie wiesen darauf hin, dass auch Kunstschaffende, Selbstständige, Erwerbstätige und Jugendliche sich immer wieder auf andere Einschränkungen einstellen mussten. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des Landratsamtes und der Kirchen sollen nun die Ansätze vertieft werden, wie dieses Gedenken und eine Stätte des Erinnerns ausgestaltet werden könnten.
Weiteres Thema des Austauschs war die Situation für Geflüchtete im Landkreis Ludwigsburg. Das breite Engagement in den Kommunen und Kirchengemeinden für Menschen aus der Ukraine und anderen Herkunftsländern sei erfreulich. Derzeit befinden sich bereits über 3000 Geflüchtete im Landkreis, der größte Teil konnte privat unterkommen. Für die Betreuung und Beschulung der Kinder sowie die Integration am Arbeitsmarkt, Sprachkurse und weitere Förderung sei man auf die Unterstützung durch Kirchen und Ehrenamtliche angewiesen. Für Fragen, Probleme und deren Lösungen wollen das Landratsamt und die Kirchen weiterhin in engem Kontakt bleiben. Einig war man sich, dass es nicht zu einer „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ für Geflüchtete kommen dürfe.
Ebenfalls ein wichtiges Thema war die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, dem sich die Kirchen und kirchlichen Wohlfahrtsverbände zum Beispiel über die Initiative „TürÖffner“ der Caritas widmen. Die neu gegründete Bürgergenossenschaft Wohnen im Landkreis Ludwigsburg sei hier ein weiterer wichtiger Ansatz. Landrat Allgaier appellierte an die Kirchengemeinden, die Bürgergenossenschaft zu unterstützen.
