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Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg stellt Sachstand vor

Der Kultur-, Schul- und Europaausschuss des Landkreises Ludwigsburg hielt seine jüngste Sitzung im Literaturarchiv Marbach ab. Im Mittelpunkt der Sitzung stand der aktuelle Sachstandsbericht zur Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg, vorgestellt von Markus Schmitt, Leiter des Geschäftsteils Bildungsregion, gemeinsam mit seiner Kollegin Andrea Horlacher.

Vier Personen sitzen an einem Tisch in einem Besprechungsraum. Zwei Frauen, eine in rotem Oberteil und die andere in grauem, diskutieren, während zwei andere Personen ihnen zuhören. Auf dem Tisch liegen Notizblätter und Wasserflaschen. Im Hintergrund sind organisatorische Materialien sichtbar.

Die Bildungsregion hat 2025 über 1.500 Dolmetscher-Einsätze vermittelt (Landratsamt Ludwigsburg).

„Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und eine erfolgreiche Zukunft. Mit der Bildungsregion schaffen wir im Landkreis Ludwigsburg konkrete Chancen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“, betonte Landrat Dietmar Allgaier. 

Schmitt schloss sich dem in seinem Bericht an: „Die Bildungsregion trägt dazu bei, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene möglichst gute Lebens- und Bildungschancen bei uns im Landkreis haben.“ Besonders hob er das große Engagement der über 200 Ehrenamtlichen, der Projektpartner, Schulen, Kommunen und Förderer hervor: „Unsere Projekte wären nicht möglich ohne die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zahlreicher Beteiligter.“

Die Bildungsregion, die am 1. Januar 2011 an den Start ging, verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine landkreisweite Ausrichtung, damit möglichst viele Städte und Gemeinden profitieren, sowie eine hohe Praxisorientierung, damit die Angebote direkt bei den Menschen ankommen.

Schwerpunkt: Integration in Kita, Schule und Beruf

Ein bedeutender Fokus liegt auf der Integration zugewanderter Kinder und Jugendlicher. So nahmen Ende April 180 Fachkräfte, Ehrenamtliche und Akteure aus Bildung und Sozialarbeit an einer Netzwerkveranstaltung zur Integration von zugewanderten Kindern teil. Ziel war es, den Austausch zu stärken und Unterstützungsangebote besser zu vernetzen.

Auch bewährte Projekte wie die Vorlesepaten in Kitas, der ehrenamtliche Dolmetscher-Service sowie Sprachförderpatinnen und -paten an Grundschulen entwickeln sich weiterhin positiv. Allein im vergangenen Jahr unterstützten 63 Ehrenamtliche in Kitas, über 1.500 Dolmetscher-Einsätze wurden vermittelt und 750 Grundschulkinder profitierten von zusätzlicher Sprachförderung.

Bildungsregion unterstützt bei Berufsorientierung und Praktikumssuche

Auch im Bereich Berufsorientierung und Übergang Schule-Beruf setzt die Bildungsregion wichtige Impulse – etwa mit „Wegweiser Beruf“, „Erlebe Berufe“ und dem Landesprogramm AVdual (Ausbildungsvorbereitung dual). Im Rahmen dieses Programms begleiten 12 AVdual-Begleiterinnen und -Begleiter Jugendliche direkt an den sechs beruflichen Schulen im Landkreis auf ihrem Weg in Ausbildung oder weiterführende Bildungsangebote. Sie unterstützen bei Berufsorientierung, Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche sowie im Bewerbungsprozess.

Im Schuljahr 2024/2025 erreichten 31 Prozent der teilnehmenden Jugendlichen direkt einen Ausbildungsplatz, 35 Prozent wechselten auf weiterführende Schulen. Der Anteil der Jugendlichen mit Hauptschulabschluss stieg von 29 auf 83 Prozent. Schmitt unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung des Programms: „AVdual trägt dazu bei, negative Schicksale zu vermeiden und reduziert langfristig Kosten für die Gesellschaft. Aus unserer Sicht sind diese Mittel gut investiert – eine gewinnbringende Investition in die Zukunft.“

Herausforderungen und Chancen

Trotz der positiven Entwicklung stehen die Bildungsregion und ihre Projekte vor Herausforderungen, insbesondere durch die angespannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Gleichzeitig bleibt die Bildungsregion ein starkes Netzwerk mit hoher Wirkungskraft für junge Menschen im gesamten Landkreis.

Förderer

Die Projekte der Bildungsregion werden finanziell gefördert durch das Kultusministerium, die Stiftung Jugendförderung, Arbeit und Soziales der Kreissparkasse Ludwigsburg, die Ruprecht-Stiftung, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus sowie den Europäischen Sozialfonds Plus.