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Klimaschutz in der Landkreisverwaltung

Im Landkreis Ludwigsburg

Kommunale Klimascouts – Azubis für mehr Klimaschutz

Mit dem Projekt „Kommunale Klimascouts – Azubis für mehr Klimaschutz“ wird die nächste Generation der kommunalen Mitarbeiter:innen im Landkreis als „Klima-Scouts“ für den Klimaschutz am Arbeitsplatz qualifiziert.

Das Workshop-Programm des Deutschen Instituts für Urbanistik (difu), welches von der Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) e.v. durchgeführt wird, vermittelt die Themen Klimawandel und kommunaler Klimaschutz sowie Grundlagen in Projektmanagement und Kommunikation. Die Teilnehmer:innen entwickeln und realisieren im Rahmen der Fortbildung eigene Klimaschutz-Projekte an ihrem Arbeitsplatz. Damit wird derKlimaschutzgedanke im Berufsleben der Azubis fest verankert und ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zur klimaneutralen Kommunalverwaltung geleistet.

Das Projekt wird im Rahmen des Klimaschutzkonzepts des Landkreises Ludwigsburg innerhalbder Maßnahmen N4 „Umweltbildung verbindliches Thema in Kindergärten/ Schulen/ Ausbildung“ und V12 „MitarbeiterInnen einbinden“ umgesetzt.

Neben handfesten Einsparungen durch Klimaschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen hat das Engagement der Auszubildenden auch eine positiveStrahlkraft nach außen und unterstreicht die VorbildfunktionderKommunen im Klimaschutz.

Nach dem erfolgreichen ersten Jahr, in dem der Landkreis Ludwigsburg als "Front-Runner"-Region ausgewählt und von der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert wurde, soll die Maßnahme nun verstetigt und jedes Jahr durchgeführt werden. Ab sofort können Ausbildungsleitungen und Klimabeauftragte in Kommunen und kommunalen Eigenbetriegen ihre Azubis für die Fortbildung im Jahr 2022/23 anmelden.Am 3. Mai um 15 Uhr findet eine Online-Informationsveranstaltung statt.

Kontakt: Anja Noël, Umweltbildung, LEA e.V., Tel. 07141 / 68893-025, anja.noel[at]lea-lb.de

Das erste Projektjahr "Klimascouts" - Landkreis Ludwigsburg als Front-Runner-Region

Der Landkreis Ludwigsburg wurde als eine von sechs „Front-Runner“-Regionen ausgewählt, um das vom Difu entwickelte Projekt zu realisieren.

Im Herbst 2021 wurden die knapp 30 teilnehmenden Azubis geschult und entwickelten erste Projektideen.

Am 28. Januar präsentierten die 10 Azubi-Teams ihre Klimascouts-Projekte. Gewonnen hat Emily Buschmann aus Tamm mit ihrem Projekt „Energiesparwettbewerb in den Kitas in Tamm“. Ihr wurde am 7.2. der Landkreispreis „Kommunale Klimascouts 2021/22“ von Herrn Landrat Allgaier persönlich übergeben. Die Gewinnerin überzeugte die Jury v.a. durch die geschickte Verknüpfung der beiden Handlungsfelder Energieeinsparung und Bildung.

Weitere Projekte waren zum Beispiel ein Local-Food-Guide, eine Fassadenbegrünung oder die Nutzung von Regenwasser statt Trinkwasser.

Drei der „Klimascouts-Projekte“ werden im Mai für die Teilnahme an einem bundesweiten Wettbewerb ausgewählt. Die überzeugendsten Projekte erhalten neben einer öffentlichen Auszeichnung ein Preisgeld von je 3.000 Euro für weitere Klimaschutzaktivitäten.

Die teilnehmenden Azubiteams und ihre Projekte 2021/22 sind:

  • Gast-Team Waiblingen: „Klimalender“ mit monatlichem Hinweis auf Klimaschutz-Angebote des Landratsamts Rems-Murr-Kreis, Mitmachaktionen und Klimaschutz-Tipps
  • Gemmrigheim: „Energiesparende Gemeinde Gemmrigheim“ durch die Nutzung energiesparender LED-Lampen und sparsame Heizungssteuerung
  • Tamm: „Energiesparwettbewerb in den Kitas in Tamm“ mit überprüfbaren Einsparungen, die anhand der Zählerstände gemeinsam abgelesen werden und einer Sensibilisierung der Kleinsten auf Energieentdeckungsreisen sowie durch weitere pädagogische Angeobte
  • Besigheim: „Autoärmere Altstadt in Besigheim“ durch Befragungen, Aufklärung insb. an Schulen und Schildern
  • Ludwigsburg: „Das Rathaus als Leuchtturm“ mit klimafreundlicher Lichtsteuerung im Rathaus bestehend aus Bewegungsmeldern und LED-Lampen
  • Bietigheim-Bissingen: „Local Food Guide“ mit Flyer und perspektivisch einer Website als Unterstützung für den klimafreundlichen Einkauf
  • AVL: „Regenwasser statt Trinkwasser“ bei der Toilettenspülung durch die Nutzung des Wassers im Regenklärbecken
  • Kornwestheim: „KlimaChallenge: Wir checken’s ab und treiben’s voran“ als Wettbewerb zwischen Fachbereichen mit Challenges und Checklisten
  • Remseck: „Remseck unser Klima“ mit Social Media Aktionen zur Aufklärung und einem Flohmarkt im Rathaus für die Mitarbeitenden
  • Korntal-Münchingen: „Hand in Hand zur Grünen Wand“ als Gemeinschaftsprojekt mit Kitas zur Fassadenbegrünung am Rathaus

Die nachfolgenden Bilder zeigen die Projektpräsentations-Plakate der Azubi-Gruppen.

Energieleitlinie und Energiesparhinweise

In Kooperation mit der Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. und Fachbereich 62 Hochbau und Liegenschaften wurden im Jahr 2019 Energieleitlinien für die Gebäude des Landkreises Ludwigsburg erarbeitet und anschließend beschlossen. Als Basis dienten dabei größtenteils Empfehlungen der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW).

Die Energieleitlinie besteht aus mehreren Teilen, die sich an verschiedene Zielgruppen wenden und unabhängig voneinander gültig sind: Zuständigkeitsregeln, Planungsanweisungen, Betriebsanweisungen und Verhaltensregeln.

Zusätzlich zur ausführlichen Energieleitlinie haben wir Ihnen eine Zusammenfassung auf drei Seiten zum Download erarbeitet.

Energiespartipps - Gemeinsam für eine klimafreundliche Verwaltung

Alle Beschäftigten des Landratsamts Ludwigsburg können gemeinsam einen großen und wichtigen Anteil zum Energie- und Ressourcen sparen beitragen.

Beleuchtung:

  • Reicht Tageslicht aus, kann die Beleuchtung ausgeschaltet bleiben. Auch beim Verlassen der Räume wird kein Licht mehr benötigt. Das lohnt sich immer - auch für eine Minute.

Elektrische Geräte:

  • Elektrische Geräte nur dann benutzen und nur so lange eingeschaltet lassen wie wirklich notwendig (z.B. Bildschirm).
  • Computer können bei einer kurzen Pause von ca. 10 min an bleiben. Dabei kann der energiesparende Standby-Modus (Ruhezustand) benutzt werden, der in den Werkseinstellungen voreingestellt werden kann. Bildschirmschoner jedoch sparen keine Energie.
  • Den Bildschirm bei geringerem Umgebungslicht soweit herunterdimmen wie möglich.
  • Mit einer Steckerleiste oder durch Stecker-ziehen nach der Arbeit die Geräte ganz vom Netz trennen.
  • Nur das drucken, was wirklich notwendig ist und wenn möglich doppelseitig.
  • Datenversand per Mail geringhalten. Bei größeren Daten unterstützt das hausinterne Dateiaustauschmodul: https://intranet.kreis-lb.de/nc/digitale-services/dateiaustausch/
  • Dienstliche Kühlschränke gemeinschaftlich ausnutzen, ansonsten ausschalten. Die niedrigste Kühlstufe (ca. 7°C im mittleren Fach) ist ausreichend.
  • Den energieintensiven Aufzügen, soweit es möglich ist, immer die Treppen vorziehen.

Wasser:
Gerade beim Erwärmen von Wasser wird viel Energie benötigt. Hier besonders sparsam vorgehen. Das gilt beim Händewaschen, Duschen, Putzen und auch bei heißem Wasser für Getränke.

  • Deshalb nur so viel Wasser erwärmen und verwenden wie notwendig.
  • Thermoskannen zum Warmhalten von Getränken verwendet.
  • Mit der Kleinmengenspülung am WC Wasser einsparen.

Im Winter:
Um auch an kalten Tagen eine angenehme Raumtemperatur zu haben, können die Heizkörper an den Thermostaten individuell eingestellt werden. Eine gut regulierte Temperatur verbessert die Konzentrationsfähigkeit und es wird dabei viel Energie eingespart. Jedes Grad Raumtemperatur weniger, spart etwa 6 % der Energie! Circa 20-21°C sind in der Regel ausreichend.

  • Für eine funktionierende Wärmeübertragung die Heizkörper von anderen Gegenständen wie Vorhänge, Regale oder Kartons freihalten.
  • Werden die Räume nicht oder nicht mehr benutzt, die Heizung herunterregeln (von 3 auf 1). Bei Abwesenheit kann eine Vertretung die Einstellung vornehmen.
  • Während dem Heizbetrieb ist es wichtig die Fenster und Eingangstüren geschlossen zu halten.
  • Für eine gute Raumluft ist auch in der kalten Jahreszeit regelmäßiges Lüften wichtig. Am effektivsten ist kurzes Stoßlüften. Gekippte Fenster sind dafür nicht geeignet, sorgen aber für einen großen Wärmeverlust. Vor dem Lüften die darunterliegenden Heizungsventile schließen.

Klimafasten mit der CO2-Challenge

14 Tage - 14 Challenges - Wie viel CO2 können Sie sparen?

Auch in diesem Jahr findet im Landratsamt wieder eine Aktion zum Klimafasten statt. Jedoch nicht nur bei uns im Landratsamt und nicht nur für Mitarbeitende – wir schließen uns der Aktion der Metropolregion Nürnberg an, die sich gerade auf den Weg macht, die ganze Republik zu erobern.

Ab dem 2. März können alle Interessierten an 14 Challenges teilnehmen und so verschiedene Möglichkeiten kennenlernen, wie sich Treibhausage im Alltag ganz einfach einsparen lassen.

Hier geht es zur Website mit den Challenges und hier direkt zur Checkliste!

Darüber hinaus organisiert das Klimaschutz-Team mit weiteren Fachbereichen für die Mitarbeitenden drei Fokustage zu den Themen Ernährung, Energie und Mobilität.
 

Behördliches Mobilitätsmanagement im Landratsamt Ludwigsburg

Als Arbeitgeber von rund 2000 Mitarbeitern plant der Landkreis ein betriebliches Mobilitätsmanagement in der eigenen Verwaltung einzuführen. Für dieses Vorhaben wird aktuell an einem entsprechenden Konzept gearbeitet. Ziel ist es, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und der Belegschaft stattdessen attraktive, nachhaltigere Alternativen für den Arbeitsweg anzubieten. Gleichzeitig sollen Verbesserungspotentiale in der betrieblichen Mobilität, wie z.B. im Fuhrpark und bei den Dienstfahrten erarbeitet werden.

Aufgrund der großen Zahl an Mitarbeitern:innen sowie der Komplexität der verschiedenen Anforderungen wird die Verwaltung hierbei von einem externen Berater unterstützt. Durch verschiedene Maßnahmen, wie z.B. die Förderung der Fahrradnutzung, eine verstärkte Nutzung des ÖPNV, die Durchführung von Radaktionstagen und vieles mehr, sollen Veränderungen angestoßen werden. Wichtige Bausteine zur Erstellung des Konzepts sind eine Wohnortanalyse, Untersuchungen der verkehrlichen Anbindungen oder eine Mitarbeiterbefragung.

Mit der Erstellung des Klimaschutzteilkonzepts und dessen Umsetzung möchte die Verwaltung auch eine Vorbildfunktion für die Kommunen und Betriebe im Landkreis einnehmen und als Multiplikator und "Best-Practice“-Beispiel vorangehen. Das Thema soll aktiv im Landkreis beworben und kommuniziert werden, um weitere Kommunen zur Einführung eines eigenen betrieblichen Mobilitätsmanagements zu animieren. Das Konzept soll im Jahr 2022 vorgelegt werden.

CO2 Fasten

Das Projekt „CO2-Fasten“ wurde im Jahr 2021 von Aschermittwoch bis Ostern zum ersten Mal intern in der Landkreisverwaltung umgesetzt. Ziel dieses Projektes ist es, über neue Themen aufzuklären, das eigene Verhalten zu reflektieren und die Mitarbeitenden zu einem CO2-sparenden Alltag zu motivieren. Dabei wurden den Mitarbeitenden kleine in den Alltag integrierbare Herausforderungen vorgeschlagen, die je nach individueller Motivation umgesetzt werden können.

Vor dem Hintergrund des Klimaschutzpaktes, dem der Landkreis Ludwigsburg bereits beigetreten ist, unterstützt das Projekt „CO2-Fasten“ das Ziel einer klimaneutralen Kommunalverwaltung bis 2040 und unterstreicht damit ihre Rolle als Vorbildfunktion der öffentlichen Hand beim Klimaschutz. Gleichzeitig werden mit der Durchführung des Projektes mehrere Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes angestoßen.

European Energy Award

Im April 2019 hat der Kreistag der Teilnahme des Landkreises am European Energy Award (eea) zugestimmt und beauftragte die Kreisverwaltung sowie die Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. mit der Durchführung des Projekts.

Der eea ist ein internationales Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, mit dem die Energie- und Klimaschutzaktivitäten der Kommune regelmäßig in allen Bereichen nach einem einheitlichen Verfahren erfasst und bewertet, geplant, gesteuert und überprüft werden, um Potenziale der nachhaltigen Energiepolitik und des Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können. Ziel des eea ist die konkrete Umsetzung von Projekten und die Steigerung der Energie- und Kosteneffizienz in Kommunen. Die Erfolge werden nicht nur dokumentiert, sondern auch honoriert.

Der European Energy Award erfolgt in vier wesentlichen Prozessschritten: die Durchführung der Ist-Analyse; die Erstellung des Arbeitsprogramms; die Umsetzung der Projekte sowie die Auditierung, Zertifizierung und Auszeichnung. Ein Zyklus wird in der Regel in vier Jahren durchlaufen. Die kontinuierliche Anwendung der Prozessschritte garantiert die nachhaltige Verankerung und Umsetzung von Klimaschutzaktivitäten in der Kommune.

Landkreis stellt seinen Fuhrpark teilweise auf E-Mobilität um

Der Landkreis Ludwigsburg hat einen Teil seines Fuhrparks auf E-Mobilität umgestellt. Insgesamt 19 Nissan Leaf, neun Toyota Prius Hybrid und drei Nissan Elektro-Vans sind jetzt Bestandteil des Fuhrparks. Hierfür erhält der Landkreis insgesamt 984.281 Euro Fördermittel für E-Mobilität aus drei Förderprogrammen des Bundes.Der Landkreis beteiligt sich beim Projekt E-Mobilität mit einem Eigenanteil in Höhe von 360.325 Euro.

Mit der Umrüstung des bislang überwiegend aus Dieselfahrzeugen bestehenden Fuhrparks soll ein erheblicher Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes geleistet werden. Der zentrale Fuhrpark, auf den alle Mitarbeiter des Landratsamts Zugriff haben, setzt sich jetzt aus neun Elektro-, sieben Hybrid-, und nur noch vier Dieselfahrzeugen (EURO 6) zusammen. Die anderen Elektro- und Hybridfahrzeuge sind direkt den einzelnen Fachbereichen zugeordnet.

Förderung über drei Förderprogramme des Bundes

Für das Projekt E-Mobilität wurden Förderanträge aus drei Fördertöpfen des Bundes positiv beschieden: Über die Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU; ausgewählte Maßnahme im Rahmen des Klimaschutzmanagements) wurden neun Plug-In Hybrid-Fahrzeuge, zwei Elektrofahrzeuge und drei Ladeboxen gefördert. Das „Sofortprogramm Saubere Luft“ des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) hat 20 Elektro-Fahrzeuge und 20 E-Ladestationen bezuschusst. Den Aufbau der Ladeinfrastruktur im Kreishaus und in den Außenstellen hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) gefördert.

Weitere Informaitonen erhalten Sie auf der Homepage der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums.