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Afrikanische Schweinepest

Bedrohung unserer Schweinebestände

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Viruserkrankung, die bei Schweinen und Wildschweinen auftritt und in der Regel tödlich verläuft. Derzeit gibt es weder Impfstoffe noch Heilmittel dagegen. Menschen sind nicht empfänglich für die Tierseuche. 

Die typischen Anzeichen der Afrikanischen Schweinepest ähneln denen der klassischen Schweinepest, weshalb es zur Unterscheidung der beiden Krankheiten in der Regel einer Labordiagnose bedarf. Symptome sind u.a. Fieber, Fressunlust, Antriebslosigkeit, Aborte, innere Blutungen und sichtbare blutunterlaufene Stellen an Ohren und Flanken. Es kann auch zu plötzlichen Todesfällen kommen. Aggressive Virusstämme sind in der Regel tödlich (Todeseintritt innerhalb von zehn Tagen). Mit weniger virulenten ASP-Stämmen infizierte Tiere zeigen mitunter keine typischen klinischen Symptome.Die Verbringung infizierter Tiere, kontaminierte Schweineerzeugnisse und die illegale Entsorgung von Tierkörpern sind die wichtigsten Ausbreitungswege der Seuche.

Die ASP zirkuliert in Wild- und Hausschweinebeständen in den baltischen Staaten sowie in der Ukraine, Bulgarien, Polen, Rumänien, Ungarn und Russland. Am 13.09.2018 wurden in Belgien, gerade 60 km von der deutschen Grenze, Fälle festgestellt. In keinem der Länder konnte die Tierseuche bei Wildschweinen bisher erfolgreich bekämpft werden, weil geeignete Impfstoffe fehlen. Lediglich Tschechien konnte einen räumlich eng begrenzten Ausbruch (letzer Fall 18.04.2018) eindämmen und gilt wieder als frei von der Krankheit. Es besteht ein hohes Risiko für eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland. Angesichts des aktuellen ASP-Seuchenverlaufes in Europa ist insbesondere die Jägerschaft aufgefordert, ein vermehrtes Auftreten von Fallwild (Schwarzwild) der zuständigen Behörde zu melden und geeignete Proben (v. a. Blut, Lymphknoten, Milz, Lunge) amtlich abklären zu lassen.

Das Friedrich-Löffler-Institut veröffentlicht in der Regel wöchentlich eine aktualisierte Karte und Fallzahlen. 2018  sind 6.778 Fälle in Europa aufgetreten - deutlich mehr als im gesamten Jahr zuvor. Da Wildschweine relativ standorttreu sind, breitet sich die Seuche langsam, aber stetig aus. Daneben wird die Tierseuche auch vom Menschen verbreitet, wobei in der Vergangenheit Sprünge von mehreren hundert Kilometern beobachtet wurden. So liegen auch die aktuellen Fälle in Belgien hunderte Kilometer von den Ausbrüchen in Osteuropa entfernt. So kann die Tierseuche jederzeit in Deutschland ausbrechen.

Weiterführende Links zur Afrikanischen Schweinepest

Das Friedrich-Löffler-Institut stellt in der Regel wöchentlich neue Fallzahlen und Karten zur Ausbreitung der Tierseuche zur Verfügung.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz informiert über Maßnahmen in Baden-Württemberg und stellt eine Liste mit weiterführenden Links zur Verfügung.

Kontakt

Tel. 07141 144 2031