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Artenschutz

Im Landkreis Ludwigsburg

Der Artenschutz ist in unserem dicht besiedelten Land wichtiger denn je. Er dient dazu, die biologische Vielfalt zu erhalten und insbesondere den Rückgang der Arten und ihrer Populationen entgegenzuwirken.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zu den folgenden Themen:

Amphibien

Wie viele andere Tierarten sind auch unsere heimischen Amphibienarten wie die Erdkröte, der Grasfrosch und der Feuersalamander vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet.

Hochzeitsreise im Frühjahr

Sobald die Temperaturen Ende Februar /Anfang März wieder steigen, setzt die Wanderung der Amphibien zu ihren Laichgewässern ein. Die Tiere mögen besonders Nachttemperaturen von über 5° C und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Aus dem abgelegten Laich entwickeln sich Kaulquappen. Die Entnahme von Laich oder Kaulquappen ist übrigens grundsätzlich verboten.

Rückwanderungen und Winterquartier

Nach der Laichablage treten die älteren Tiere ihre Rückwanderung an. Dies dauert bis etwa Mitte Mai. Bei Feuersalamandern sogar bis etwa Mitte Juni. Die kleinen Amphibien folgen dann im Juli/August. Den Winter über verbringen die Tiere geschützt im Erdboden in einer sogenannten Winterstarre.

Straßensperrungen und andere Schutzmaßnahmen

Die Wanderung der Amphibien erfolgt sehr oft über vielbefahrene Straßen und Wege. Um möglichst viele Tiere vor dem Verkehrstod zu retten, werden im Frühjahr vor Beginn der Amphibienwanderung auch Straßensperrungen und Geschwindigkeitsbeschränkungen angeordnet sowie Hinweisschilder aufgestellt. Auto- und Radfahrer werden in dieser Zeit um besondere Rücksichtnahme gebeten. Auch das Befahren von Feldwegen sollte in dieser Zeit möglichst vermieden werden. Die angeordneten Tempobeschränkungen gelten in der Regel während der Winterzeit zwischen 18 und 5 Uhr und während der Sommerzeit zwischen 20 und 5 Uhr. In der Amphibienwanderzeit werden an den Wanderstrecken schwerpunktmäßig Radarmessungen durchgeführt. Aber auch anderweitige Verkehrsverstöße, wie das Ignorieren von Sperrungen, werden geahndet.

Ehrenamtliche Helfer

Eine besonders wichtige Aufgabe ist die Betreuung der Wanderstellen und die Erfassung der wandernden Tiere nach Art und Anzahl. Diese übernehmen in den meisten Fällen ehrenamtlich tätige Personen. Den unermüdlichen Helfern gilt daher besonderer Dank und Anerkennung. Falls Sie Zeit und Lust haben sich hier ebenfalls zu engagieren, fragen Sie doch bei den örtlichen Naturschutzverbänden nach.

Bisher noch nicht bekannte Amphibienwanderwege und –vorkommen können Sie der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes mitteilen.

Hornissen und Wespen

Wenn die Natur erblüht, hört man es wieder summen und brummen. Aber bei vielen Menschen bricht Panik aus, wenn die schwarz-gelb gestreiften Insekten um sie schwirren. Vor allem beim sonntäglichen Kaffeetrinken im Garten oder auf dem Balkon können die ungebetenen Gäste schnell lästig werden. Der Ruf nach Vernichtung wird dann schnell laut.

Infobroschüre

Mit unserer Infobroschüre "Gäste auf Zeit: Hornissen und Wespen in Haus und Garten", möchten wir Sie etwas näher bekannt machen mit den Tieren.

Wespentelefon

Sollten Sie dann noch Fragen zu dem Thema Hornissen, Wespen und Co. haben, nutzen Sie bitte unser Wespentelefon.

Dieses erreichen Sie unter der Telefon Nr. 07141/144-2255 zu folgenden Zeiten:

WochentageZeiten
Montag - Mittwoch13.30 bis 15.30 Uhr
Donnerstag14.00 bis 17.00 Uhr
Freitag9.30 bis 11.30 Uhr

Wildbienen

Wildbienen gehören auch zu den besonders geschützten Tierarten.

Vielen Menschen ist nicht bekannt, dass es neben dem "Haustier" Honigbiene in Deutschland über 500 Wildbienenarten gibt.

Es gibt soziale Arten, die in einjährigen Staaten leben wie z.B. Hummeln und es gibt solitäre Wildbienen wie z.B. die Mauerbiene, die als Einsiedler leben und als einzelne Biene ihre Brut alleine versorgen.

Daneben gibt es noch parasitäre Arten, die keine eigenen Nester bauen sondern sich als Schmarotzer in die Nester anderer Wildbienen mit einquartieren.

Wildbienen spielen im Naturhaushalt eine wichtige Rolle, da sie als nektar- und pollensammelnde Insekten für die Bestäubung der Pflanzen sorgen. Zwischen "Futterpflanzen" und Wildbienen besteht eine enge Abhängigkeit.

Wildbienen - insbesondere die solitären Arten - bringen kaum Probleme mit sich. Hummeln können auch mit ihren Nestern am Haus z.B. im Dachbodenbereich auftreten.

Hummeln können zwar stechen, sie benützen ihren Stachel jedoch fast nie; sie sind vielmehr ausgesprochen gutmütig.

Haltung und Handel von besonders geschützten Tieren

Weltweit sind viele – darunter auch einheimische – frei lebende Tiere und Pflanzen durch illegalen Handel in ihrer Existenz gefährdet und zum Teil sogar vom Aussterben bedroht. Um einem weiteren dramatischen Artensterben entgegen zu wirken, ist ein nationaler Schutz bestimmter bedrohter Arten unumgänglich (Washingtoner Artenschutzabkommen).

Haltung und Vermarktung

Die Haltung und Vermarktung geschützter Tiere ist grundsätzlich verboten. Nur mit entsprechenden Nachweisen (zum Beispiel CITES-Bescheinigung, Herkunftsnachweis) dürfen solche Tiere überhaupt gehalten werden. Den Schutzstatus können Sie unter www.wisia.de abfragen. Aber nicht nur lebende Tiere sind geschützt, sondern auch Präparate, Produkte und Teile davon (Vorsicht bei Urlaubsreisen!).

Sobald Sie sich ein geschütztes Tier angeschafft haben, müssen Sie es bei der höheren Naturschutzbehörde (Regierungspräsidium Stuttgart) anmelden. Das Formular sowie weitere Informationen erhalten Sie unter www.rp.baden-wuerttemberg.de.

Informieren Sie sich rechtzeitig, am besten vor einer geplanten Anschaffung.

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