Sprungziele

Klimaschutz in der Landkreisverwaltung

Im Landkreis Ludwigsburg

Behördliches Mobilitätsmanagement im Landratsamt Ludwigsburg

Als Arbeitgeber von rund 2000 Mitarbeitern plant der Landkreis ein betriebliches Mobilitätsmanagement in der eigenen Verwaltung einzuführen. Für dieses Vorhaben wird aktuell an einem entsprechenden Konzept gearbeitet. Ziel ist es, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und der Belegschaft stattdessen attraktive, nachhaltigere Alternativen für den Arbeitsweg anzubieten. Gleichzeitig sollen Verbesserungspotentiale in der betrieblichen Mobilität, wie z.B. im Fuhrpark und bei den Dienstfahrten erarbeitet werden. Aufgrund der großen Zahl an Mitarbeitern*innen sowie der Komplexität der verschiedenen Anforderungen wird die Verwaltung hierbei von einem externen Berater unterstützt. Durch verschiedene Maßnahmen, wie z.B. die Förderung der Fahrradnutzung, eine verstärkte Nutzung des ÖPNV, die Durchführung von Radaktionstagen und vieles mehr, sollen Veränderungen angestoßen werden. Wichtige Bausteine zur Erstellung des Konzepts sind eine Wohnortanalyse, Untersuchungen der verkehrlichen Anbindungen oder eine Mitarbeiterbefragung. Mit der Erstellung des Klimaschutzteilkonzepts und dessen Umsetzung möchte die Verwaltung auch eine Vorbildfunktion für die Kommunen und Betriebe im Landkreis einnehmen und als Multiplikator und "Best-Practice“-Beispiel vorangehen. Das Thema soll aktiv im Landkreis beworben und kommuniziert werden, um weitere Kommunen zur Einführung eines eigenen betrieblichen Mobilitätsmanagements zu animieren. Das Konzept soll im Sommer 2021 vorgelegt werden.

CO2 Fasten

Das Projekt „CO2-Fasten“ wurde dieses Jahr von Aschermittwoch bis Ostern zum ersten Mal intern in der Landkreisverwaltung umgesetzt. Ziel dieses Projektes ist es, über neue Themen aufzuklären, das eigene Verhalten zu reflektieren und die Mitarbeitenden zu einem CO2-sparenden Alltag zu motivieren. Dabei wurden den Mitarbeitenden kleine in den Alltag integrierbare Herausforderungen vorgeschlagen, die je nach individueller Motivation umgesetzt werden können.

Vor dem Hintergrund des Klimaschutzpaktes, dem der Landkreis Ludwigsburg bereits beigetreten ist, unterstützt das Projekt „CO2-Fasten“ das Ziel einer klimaneutralen Kommunalverwaltung bis 2040 und unterstreicht damit ihre Rolle als Vorbildfunktion der öffentlichen Hand beim Klimaschutz. Gleichzeitig werden mit der Durchführung des Projektes mehrere Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes angestoßen.

Energieleitlinie

In Kooperation mit der Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. und Fachbereich 62 Hochbau und Liegenschaften wurden im Jahr 2019 Energieleitlinien für die Gebäude des Landkreises Ludwigsburg erarbeitet und anschließend beschlossen. Als Basis dienten dabei größtenteils Empfehlungen der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW).

Die Energieleitlinie besteht aus mehreren Teilen, die sich an verschiedene Zielgruppen wenden und unabhängig voneinander gültig sind: Zuständigkeitsregeln, Planungsanweisungen, Betriebsanweisungen und Verhaltensregeln.

Sie finden die Energieleitlinie hier.

European Energy Award

Im April 2019 hat der Kreistag der Teilnahme des Landkreises am European Energy Award (eea) zugestimmt und beauftragte die Kreisverwaltung sowie die Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. mit der Durchführung des Projekts.

Der eea ist ein internationales Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, mit dem die Energie- und Klimaschutzaktivitäten der Kommune regelmäßig in allen Bereichen nach einem einheitlichen Verfahren erfasst und bewertet, geplant, gesteuert und überprüft werden, um Potenziale der nachhaltigen Energiepolitik und des Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können. Ziel des eea ist die konkrete Umsetzung von Projekten und die Steigerung der Energie- und Kosteneffizienz in Kommunen. Die Erfolge werden nicht nur dokumentiert, sondern auch honoriert.

Der European Energy Award erfolgt in vier wesentlichen Prozessschritten: die Durchführung der Ist-Analyse; die Erstellung des Arbeitsprogramms; die Umsetzung der Projekte sowie die Auditierung, Zertifizierung und Auszeichnung. Ein Zyklus wird in der Regel in vier Jahren durchlaufen. Die kontinuierliche Anwendung der Prozessschritte garantiert die nachhaltige Verankerung und Umsetzung von Klimaschutzaktivitäten in der Kommune.

Landkreis stellt seinen Fuhrpark teilweise auf E-Mobilität um

Der Landkreis Ludwigsburg hat einen Teil seines Fuhrparks auf E-Mobilität umgestellt. Insgesamt 19 Nissan Leaf, neun Toyota Prius Hybrid und drei Nissan Elektro-Vans sind jetzt Bestandteil des Fuhrparks. Hierfür erhält der Landkreis insgesamt 984.281 Euro Fördermittel für E-Mobilität aus drei Förderprogrammen des Bundes.Der Landkreis beteiligt sich beim Projekt E-Mobilität mit einem Eigenanteil in Höhe von 360.325 Euro.

Mit der Umrüstung des bislang überwiegend aus Dieselfahrzeugen bestehenden Fuhrparks soll ein erheblicher Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes geleistet werden. Der zentrale Fuhrpark, auf den alle Mitarbeiter des Landratsamts Zugriff haben, setzt sich jetzt aus neun Elektro-, sieben Hybrid-, und nur noch vier Dieselfahrzeugen (EURO 6) zusammen. Die anderen Elektro- und Hybridfahrzeuge sind direkt den einzelnen Fachbereichen zugeordnet.

Förderung über drei Förderprogramme des Bundes

Für das Projekt E-Mobilität wurden Förderanträge aus drei Fördertöpfen des Bundes positiv beschieden: Über die Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU; ausgewählte Maßnahme im Rahmen des Klimaschutzmanagements) wurden neun Plug-In Hybrid-Fahrzeuge, zwei Elektrofahrzeuge und drei Ladeboxen gefördert. Das „Sofortprogramm Saubere Luft“ des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) hat 20 Elektro-Fahrzeuge und 20 E-Ladestationen bezuschusst. Den Aufbau der Ladeinfrastruktur im Kreishaus und in den Außenstellen hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) gefördert.

Weitere Informaitonen erhalten Sie auf der Homepage der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums.