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Stiftung Schloss Lichtenberg

in Oberstenfeld

Der Landkreis Ludwigsburg und die Gemeinde Oberstenfeld haben das gemeinsame Interesse, über die Stiftung Burg Lichtenberg Oberstenfeld die Burg dauerhaft als Kulturgut zu erhalten. Sie haben daher eine rechtsfähige gemeinnützige kommunale Stiftung des bürgerlichen Rechts errichtet, die die Burg erwerben und einen Teil der Öffentlichkeit zugänglich machen wird.

Geschichte der Burg

Im 12. Jahrhundert errichteten die Herren von Lichtenberg über dem Bottwartal in Oberstenfeld ihre Burg. Sie wurde als Höhenburg mit dem typischen stauferischen Bergfried begonnen. Die Kernburg ist von einer Ringmauer umzogen, ein großer Halsgraben trennt den Burgplatz vom Berg ab. Mit der Errichtung des Palas, der den Rittersaal und die Kapelle enthielt, wurde Burg Lichtenberg zur Randhausburg ausgebaut. Eine Kostbarkeit stellen die freigelegten Wandmalereien in der Burgkapelle dar. Im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert entstanden auch die den heutigen Hof umschließenden Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Die Burg wurde nie zerstört und zeigt als eine der besterhaltenen Anlagen die seit 1580 unveränderte Burg des Mittelalters. Sie ist eine der ältesten, vollständig erhaltenen staufischen Burganlagen nördlich der Alpen.
Die Lichtenberger verkauften im Jahr 1357 ihren Besitz an das Haus Württemberg. Im Jahre 1483 hat Graf Eberhard von Württemberg seinen langjährigen Landhofmeister Dietrich von Weiler mit der Burg Lichtenberg und der Vogtei Großbottwar belehnt. Seitdem ist die Burg im Besitz der Freiherren von Weiler.