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Zehn Jahre Pflegestützpunkt und Ausbau der Beratungsangebote in Sachen Pflege durch Landkreis und Kassen

Für Menschen mit Pflegebedarf sowie Angehörige von pflegebedürftigen Menschen steht mittlerweile eine Vielzahl von Unterstützungsangeboten in der Region zur Verfügung. So können heute die häusliche Pflege und Betreuung auf den individuellen Bedarf zugeschnitten, aber auch unterschiedliche Wohnformen von der Pflege-Wohngemeinschaft bis hin zum klassischen Pflegeheim gewählt werden. Diese positive Entwicklung auf der Angebotsseite führt allerdings auch zu einer gewissen Unübersichtlichkeit. Bürgerinnen und Bürger greifen daher gerne auf das Beratungsangebot der Pflegestützpunkte (PSP) im Landkreis zurück und das seit nunmehr zehn Jahren. Aufgrund der andauernden Kontaktbeschränkungen durch die Pandemie mussten die für das Jubiläumsjahr geplanten Feierlichkeiten und Aktivitäten, zum Beispiel eine Wanderausstellung zu den Aufgaben der Pflegestützpunkte, auf das nächste Jahr verschoben werden.

Den Grundstein für die Einrichtung der Pflegestützpunkte in Baden-Württemberg legte bereits 2011 das Sozialministerium. Die Umsetzung im Landkreis Ludwigsburg im Frühjahr desselben Jahres sah zwei Pflegestützpunkte für den Landkreis Ludwigsburg vor. Konkret wurde ein Pflegestützpunkt im Landratsamt Ludwigsburg eingerichtet sowie ein Pflegestützpunkt „Städte“ aus dem Zusammenschluss der Städte Bietigheim-Bissingen, Ditzingen, Gerlingen, Korntal-Münchingen und Ludwigsburg mit Beratungsmöglichkeiten vor Ort. Da dort bereits sogenannte Beratungsstellen für ältere Menschen und deren Angehörige beziehungsweise IAV –Stellen (Informations-, Anlauf- und Vermittlungsstellen) bestanden, wurden diese zu Pflegestützpunkten weiterentwickelt.

Die Gründung des Netzwerks PSP ermöglichte eine Bündelung der Arbeit der einzelnen Beratungsstellen. Eine gesetzliche Änderung führte letztendlich zum Ausbau der Standorte und jetzigen Organisationsstruktur der Pflegestützpunkte im Landkreis Ludwigsburg. Die Finanzierung der Stellen erfolgt durch die Kranken- und Pflegekassen, den Landkreis Ludwigsburg sowie die Städte Bietigheim-Bissingen und Ludwigsburg.

Aktuell stehen den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis an fünf Standorten insgesamt 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Rat und Informationen für die Organisation und Finanzierung der Pflege und Betreuung zur Verfügung. Zusätzlich werden weitere Sprechstunden in einzelnen Gemeinden angeboten.

„Da die Nachfrage schon allein durch die demografische Entwicklung in den kommenden Jahren weiter steigen wird, ist dies nur ein Zwischenschritt beim weiteren Ausbau eines bedarfsgerechten Beratungsangebotes“, so Sozialdezernent Heiner Pfrommer.

Zentrale Aufgabe der Pflegestützpunkte ist die neutrale, kostenlose und vertrauliche Beratung von pflegebedürftigen Menschen aller Altersgruppen, Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen sowie deren Angehörigen. Die Beratung kann telefonisch, persönlich im Büro des Pflegestützpunktes oder auch im häuslichen Bereich erfolgen. Neben der Information über wohnortnahe Unterstützungsangebote bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Hilfe bei der Klärung von Kostenfragen für pflegerische, medizinische und soziale Leistungen. Bei Bedarf wird im Einzelfall ein individueller Hilfeplan erstellt beziehungsweise werden einzelne Hilfen koordiniert. Darüber hinaus sind auf der Homepage des Landkreises unter https://www.landkreis-ludwigsburg.de/pflegestuetzpunkte/ weitere interessante und hilfreiche Informationen zum Thema Pflege und Betreuung zu finden.