Sprungziele

„Lebensmittel retten durch Vorratshaltung“ im Ernährungszentrum: Zu gut für die Tonne

Wie kann man größere Mengen an anfallendem oder übrigem Obst und Gemüse verarbeiten, ohne sie sofort verbrauchen zu müssen? Die Haltbarmachung von Lebensmitteln spielt eine wichtige Rolle, wenn Lebensmittelabfälle vermieden werden sollen. Zur landesweiten Aktionswoche der Kampagne „Lebensmittelretter –Neue Helden braucht das Land“ des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gab es am Dienstagabend (15. Oktober) daher den Workshop „Lebensmittel retten durch Vorratshaltung“ im Ernährungszentrum Mittlerer Neckar des Landratsamts Ludwigsburg.

Bärbel Nisi (1. von links) vom Ernährungszentrum mit Foodsavern, die stolz die Ergebnisse des Vorratshaltungsworkshops präsentieren.

Das Ernährungszentrum als kompetenter Ansprechpartner für Lebensmittelverarbeitung konnte Foodsaver mit Wissen und bei der praktischen Umsetzung in der Vorratshaltung unterstützen. Foodsaver sind  ehrenamtlich Engagierte im Verein foodsharing Ludwigsburg e.V. Sie  sammeln Lebensmittel, die beispielsweise in Supermärkten, Restaurants und Bäckereien entsorgt werden, ein und verteilen sie an öffentlichen Abholstationen und Privatpersonen. Als Lebensmittelretter brachten sie zum Workshop Vorratshaltung  „gerettetes“ Obst und Gemüse mit, das zusammen mit Bärbel Nisi vom Ernährungszentrum fachgerecht  verarbeitet wurde. Denn Lebensmittel sind zu gut für die Tonne.

Verschiedene Methoden der Vorratshaltung wurden vorgestellt und danach wurde ganz praktisch eingekocht, fermentiert, eingefroren und eingelegt. Aus geretteten Rote Beete, Karotten, Zucchinis, Bananen, Blumenkohl und vielem mehr wurde unter anderem ein Bananen-Birnen-Fruchtaufstrich, eingelegte Zucchini, saure rote Beete und ein Apfelchutney kreiert. Die Leiterin des Workshops und begeisterte Vorratshalterin, Bärbel Nisi vom Ernährungszentrum, gab dazu viele nützliche Tipps aus der eigenen Erfahrung. So zeigte sie zum Beispiel, wie ein beginnender Fermentationsprozess erkannt wird, wie die Zerstörung der Zellstrukturen beim Tiefgefrieren vermieden werden kann oder wie einfache und leckere Mahlzeiten aus fermentierten Produkten zubereitet werden können. Zum Abschluss gab es eine Verkostung der selbsthergestellten Vorratsschätze und der von Bärbel Nisi schon im Vorhinein fermentierten Gemüsesorten. So konnte jeder seinen Favoriten unter den verschiedenen Haltbarmachungsmethoden finden und das Zubereitete mit viel Freude genießen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zur Lebensmittelrettung zwischen Foodsharing e.V. und Ernährungszentrum wird mit weiteren Workshops fortgeführt werden.