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Theo-Lorch-Werkstätten feiern auf Ludwigsburger Marktplatz 50-jähriges Bestehen

Ihr 50-jähriges Bestehen haben die Theo-Lorch-Werkstätten am Samstag und Sonntag (7. und 8. September) mit einem Fest auf dem Marktplatz Ludwigsburg gefeiert. „Die Theo-Lorch-Werkstätten sehen sich als Dienstleister für Menschen mit Behinderung im Landkreis Ludwigsburg. Sie verstehen ihre Kernaufgabe darin, Arbeit anzubieten und damit Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – dies gelingt ihnen in hervorragender Weise“, sagte Heiner Pfrommer, Sozialdezernent des Landkreises Ludwigsburg, am Samstagabend bei der Eröffnung des Fests.

Die Theo-Lorch-Werkstätten bieten Menschen mit Behinderung sinnvolle Arbeit.

Im Jahr 1969 habe Theo Lorch, zu dieser Zeit Leiter der Karlshöhe in Ludwigsburg, die Theo-Lorch-Werkstätten als Verein „Werkstatt für behinderte Menschen e.V.“ gegründet, um Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in Ludwigsburg zu schaffen. Daraus sei nach 50 Jahren ein Unternehmen mit vier Standorten im Landkreis geworden, das knapp 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit und ohne Behinderung habe.

Als Höhepunkte in der 50-jährigen Geschichte der Theo-Lorch-Werkstätten nannte Pfrommer den Bezug des Neubaus der Werkstatt für Behinderte in Ludwigsburg 1971, die Eröffnung der Werkstatt für Behinderte in Bietigheim-Bissingen 1980, die Eröffnung einer Zweigwerkstatt in Ludwigsburg für Menschen mit psychischen Behinderungen 1982, den Bezug des Neubaus der Werkstatt für Behinderte in Ludwigsburg mit Zentralverwaltung und einem Förder- und Betreuungsbereich 1996, die Bildung einer ersten Außenarbeitsgruppe 2001, die Einführung der Dienstleistungsangebote „Die Malerwerkstatt“ 2008 und „Die Gartenwerkstatt“ 2011, die Einweihung des Förder- und Betreuungsbereich-Neubaus und der Malerwerkstatt am Standort Ludwigsburg 2010, die Einweihung der neuen Zweigwerkstatt Bottwartal in Großbottwar und die Akkreditierung als Bildungsträger 2012 sowie die Einweihung des Förder- und Betreuungsbereichs Bottwartal 2015.

„Seit der Landkreis 2005 die Verantwortung für die Eingliederungshilfe übernommen hat, besteht ein kontinuierlicher Dialog mit den Theo-Lorch-Werkstätten“, stellte Pfrommer fest. Er fuhr fort: „Rund 700 Menschen aus dem Landkreis Ludwigsburg sind aktuell bei den Werkstätten beschäftigt – der Landkreis ist in diesen Fällen Kostenträger. Gemeinsam werden deshalb Entwicklungen beobachtet und Bedarfe formuliert. In der Zusammenarbeit erleben wir die Theo-Lorch-Werkstätten als einen zuverlässigen und aufgeschlossenen Partner, der sich für eine gute Partnerschaft unter den Trägern und mit dem Landkreis für die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe einsetzt“, so Pfrommer weiter.

Die anstehende Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) erfordere einen Systemwechsel in der Eingliederungshilfe. Dabei würden die Bedarfe eines Menschen mit Behinderung und seine Wünsche und Möglichkeiten noch mehr in den Mittelpunkt rücken, sagte Pfrommer. „Um dem BTHG und seinen Anforderungen gerecht zu werden, wird ein künftiges Thema bei der Zusammenarbeit eine noch größere Vielfalt der Beschäftigungsmöglichkeiten und der Tagesstruktur sein.“ Dazu gehöre beispielsweise die weitere Ausrichtung des Angebots auf Handlungsfelder, die Flexibilisierung der Arbeitszeit oder die verstärkte Vermittlung von Menschen mit Behinderungen auf den ersten Arbeitsmarkt.

Sozialdezernent Pfrommer dankte Geschäftsführer Stefan Wegner und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Theo-Lorch-Werkstätten für „Ihr unermüdliches Engagement für die Menschen mit Behinderung im Landkreis Ludwigsburg“ sowie für „die gute und konstruktive Zusammenarbeit“ und wünschte für „die nächsten 50 Jahre weiterhin so viel Tatkraft, Engagement und Mut zu neuen Wegen, wenn es um gute Arbeitsplätze für Menschen geht, die ,ganz normal anders sind‘, wie das einprägsame Motto der Theo-Lorch-Werkstätten lautet.“