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Symbolische Pflanzaktion für Baum der tanzenden Früchte

Sie ist der einzige Baum, der Brettwurzeln bildet, sie ist Heimat für bedrohte Tierarten, sie ist der Baum des Jahres 2019 – und trotzdem kennt kaum jemand die Flatterulme. Um dagegen etwas zu tun haben Landrat Dr. Rainer Haas und Erster Bürgermeister Klaus Reitze gemeinsam 25 Flatterulmen am Enzufer in Vaihingen gepflanzt.

„Es ist mir als Landrat des waldärmsten Landkreises in Baden-Württemberg ein besonderes Anliegen, auf seltene Baumaarten wie die Flatterulme hinzuweisen“, sagte Landrat Dr. Haas bei der Pflanzaktion am Montag (29. April). Die Flatterulme (Ulmus laevis) wurde dieses Jahr zum Baum des Jahres ausgerufen, passend zum Tag des Baumes am 25. April griffen Landrat Haas und Erster Bürgermeister Klaus Reitze am Vaihinger Enzufer zu den Spaten. „Wir wollen ein Zeichen für die Biodiversität setzen“, betonte Landrat Haas, „und die Flatterulme ist zudem ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnlicher, überraschender Baum.“

Ungewöhnlich ist die Flatterulme einerseits, weil sie die einzige heimische Baumart ist, die Brettwurzeln – sonst nur bei Bäumen des tropischen Regenwaldes vorkommend – bildet. Überraschend wertvoll ist die Flatterulme auch in ökologischer Hinsicht. Sie bietet seltenen Tierarten einen Lebensraum – so ist mit dem Ulmenzipfel-Falter sogar eine seltene Schmetterlingsart nach ihr benannt. Ungewöhnlich ist die Flatterulme zudem wegen ihrer tanzenden Früchte: Ihre Namensgeber sind die langgestielten Blüten und Früchte, die im Wind flattern und tanzen. Die Flatterulme ist eine sehr seltene Baumart, ihre Heimat ist der Auewald. In Zeiten begradigter Flüsse und trocken gelegter Feuchtgebiete hat die Flatterulme immer weniger Verbreitungsmöglichkeiten gefunden.