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Sozialausschuss des Kreistags beschließt Kreispflegeplan bis 2035: Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der häuslichen Pflege und der pflegenden Angehörigen

Den Kreispflegeplan bis zum Jahr 2035 hat der Sozialausschuss des Kreistags in seiner Sitzung am Montag (13. November) beschlossen. Zuvor hatte die Kommunale Pflegekonferenz dem Kreispflegeplan bereits zugestimmt. Gleichzeitig hat der Sozialausschuss dem Kreistag empfohlen, im Rahmen des Haushalts 2024 jährlich 150.000 Euro für die Förderung von dezentralen Quartiersmanagern bereitzustellen. Der Kreispflegeplan legt die Schwerpunkte auf die häusliche Pflege und die Stärkung von pflegenden Angehörigen durch Übernahme von Verantwortung durch die Gesellschaft.

„Die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung ist eine der größten Herausforderungen in den nächsten Jahren“, sagte Erster Landesbeamter Jürgen Vogt, der die Sitzung in der Vertretung von Landrat Dietmar Allgaier leitete. Denn die Zahl der Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf werde aufgrund der demografischen Entwicklung auch im Landkreis Ludwigsburg stark ansteigen.

Für die weitere Entwicklung wurden zehn Handlungsfelder formuliert

Der Kreispflegeplan wird regelmäßig überarbeitet und überprüft. Neu aufgenommen wurden die Bereiche Beratungsstruktur, Interessenvertretung, Pflegekräfte und Digitalisierung. Für die weitere Entwicklung wurden zehn Handlungsfelder formuliert: das Vorantreiben der Ambulantisierung im Landkreis; die Weiterentwicklung und Optimierung vorhandener Unterstützungsstrukturen für alte und pflegebedürftige Menschen in den Städten und Gemeinden im Landkreis im Sinne einer sorgenden Gemeinschaft; der Ausbau der Quartiersentwicklung im Landkreis; die Vertiefung der Anstrengungen zur Begegnung des Pflegekräftemangels, die Stärkung der ambulanten Dienste; die Beratung zur Schaffung weiterer Pflege-Wohngemeinschaften, der Ausbau von Tagespflegeplätzen, der Ausbau der solitären Kurzzeitpflegeplätze für Auszeiten für pflegende An- und Zugehörige; der Ausbau der solitären Kurzzeitpflegeplätze für die Nachsorge in der Akutpflege sowie die Gewinnung von informell Pflegenden, also pflegenden Angehörigen und Nachbarn.

Die Förderrichtlinien zur Investitionskostenförderung der Solitären Kurzzeitpflege und der Pflege-Wohngemeinschaften wurden unverändert in den Plan mit aufgenommen. Neu soll zusätzlich ein Schwerpunkt auf die Quartiersentwicklung gelegt werden, um die häusliche Versorgung zu stärken und Angehörige in Sorge- und Pflegeverantwortung zu entlasten. Dazu soll 2024 eine Förderrichtlinie entwickelt werden, die eine Förderung in den Kommunen ermöglicht. Um bereits 2024 handlungsfähig zu sein und auf die Bedarfe reagieren zu können, wurden in den Haushalt 2024 150.000 Euro eingestellt.