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Obstbrandprämierung und Spendenübergabe beim Spätlingsmarkt

Insgesamt 32 Urkunden hat Landrat Dr. Rainer Haas am Freitag an die Gewinner der diesjährigen Obstbrandprämierung im Rahmen des Spätlingsmarkts übergeben. „Es gibt keine Zufallsprodukte mehr bei der Herstellung von Obstbränden“, begann Landrat Haas seine Begrüßung. „Die Herstellung von Obstbränden ist eine Wissenschaft geworden: Sorgfältiges Arbeiten, Kontrolle des Anbaus, Ernte von vollreifen Früchten in mehreren Gängen und eine Verarbeitung mit hochwertigen Brenngeräten bringen auch dieses Jahr wieder ein erstklassiges Ergebnis“, freute sich Haas.

Die Urkundenverleihung 2019 im Kreishaus-Erweiterungsbau des Neubaus fand wieder statt im Kreise der Kenner, Liebhaber und Produzenten regionaler Obstbrände, die schon gespannt auf die Ergebnisse der Prüfung warteten. Zwei Kommissionen mit insgesamt sechs Prüfern testeten die Destillate. 75 Brände überprüfte die Kommission, 32 davon wurden mit einer Punktzahl von 18 bis 20 Punkten, der Höchstpunktzahl, ausgezeichnet. Die preisgekrönten Brände sind wieder am Stand des Klein- und Obstbrennerverbands Nord-Württemberg erhältlich. „Es freut mich auch, dass immer mehr der erfahrenen Produzenten von Obstbränden aus dem Landkreis sich im Feld Whisky und Gin ausprobieren. Vier Urkunden werden auch in diesem Segment vergeben, ein Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, so Haas.

Vera Bullinger, die Destillatkönigin Nordwürttemberg, begrüßte die Anwesenden und freute sich besonders, dass in diesem Jahr der beste Obstbrand des Landkreises aus der Produktion von Sabine Klatt aus Großbottwar kommt, die erstmals ihre Brände zur Obstbrandprämierung eingereicht hat. Mit Ihrem „Tresterbrand aus Muskattrollinger“ teilt sie sich mit Gunter Hekel mit dem „ Mispelbrand im Kastanienfass gereift“ den ersten Platz. „Die Herstellung eines Obstbrandes erfordert großes Fachwissen und auch Fingerspitzengefühl“, betont Bullinger und fordert noch mehr Frauen auf, beim Brennen mitzumachen. Sie selbst ist in der Landwirtschaft groß geworden und absolviert neben ihrem Ernährungs- und Versorgungsmanagement-Studium an der Fachhochschule Triesdorf in Bayern noch bis 2021 die Ausbildung zur Brennerin an der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Weinsberg, um dann mit gutem Wissen und Gewissen die Tradition zuhause weiterzuführen.

Im Anschluss daran übergab Landrat Dr. Haas die Spende der Standbetreiber an Sabine Horn, Palliative-Care-Fachkraft und Geschäftsstellenleiterin der Ökumenischen Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg. Die Spende soll für den Bereich Kinderhospiz zur Verfügung stehen. Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst ist Teil der Ökumenischen Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg e.V., die als gemeinnütziger Verein von der Caritas, der Diakonie, der Karlshöhe, dem Evangelischen und dem Katholischen Dekanat Ludwigsburg gegründet wurde.

„Wir begleiten Familien im Landkreis Ludwigsburg, in denen entweder ein Kind oder ein Elternteil schwer erkrankt, sterbend oder schon verstorben ist. Das Thema Sterben und Tod bringt die ganze Familie aus dem Gleichgewicht und Lebensperspektiven zerbrechen. In solchen extremen Lebenssituationen widmen wir uns individuell dem erkrankten Kind, den Eltern, Geschwistern und nahen Zugehörigen, stellt Sabine Horn die Arbeit des Dienstes vor. Landrat Dr. Haas freute sich, eine Spende von 3700 Euro an den Ökumenischen Kinderhospizdienst Ludwigsburg übergeben zu können. Der Großteil der Spende stammt von den Standbetreibern des Spätlingsmarks, rund 300 Euro von Besucherinnen und Besuchern des Spätlingsmarkts.

Bei der Obstbrandprämierung haben folgende Teilnehmer mit ihren Destillaten Urkunden bekommen:

Bietigheim, Pfarrhausgeischtle, Carsten Majer – Traubenbrand, Apfelbrand

Bönnigheim, Apfelland Sartorius, Meik Sartorius  – Williams-Christ „Im Eichenfass gereift“

Bönnigheim, Sartorius Edelbrände – Williams-Christ Birnen Brand

Bönnigheim, Brennerei Heinz Kölle – Quittenbrand, Kirsch-Wasser

Eberdingen, Brennerei Jürgen Schieler – Zwetschgenbrand, Mirabellenbrand, Bittenfelder Apfelbrand

Eberdingen, Winfried Grözinger – Zwetschgenwasser

Großbottwar, Sabine Klatt – Tresterbrand Muskattrollinger, Tresterbrand Lemberger

Hessigheim, Brennerei Wolfgang Faschian – Rubinette Apfelbrand, Birne, Tresterbrand aus Lemberger

Ingersheim, Obstbrennerei Steffen Seitz – Birnenbrand „Conference“, Williams-Birnenbrand

Ludwigsburg, Getränke Schäfer – Zwetschgenwasser

Marbach, Andreas Stiegler – Muskat-Trester-Brand, Williams Christ-Birnen-Brand

Markgröningen, Brennerei Klaus Dieterich  – Waldhimbeergeist, Zwetschgenwasser, Kirschwasser

Murr, Brennerei Bühler – Haselnuss-Spirituose

Murr, Gunter Hekel – Mispelbrand im Kastanienfass gereift, Zwetschgenwasser im Holzfass gereift

Poppenweiler, Weingut & Hofbrennerei, Horst Geiger – Himbeergeist

Poppenweiler, Weingut & Hofbrennerei, Martin Geiger – Mirabellenbrand, Williams Gold, Tresterbrand

Vaihingen-Enz, Kinzinger Berghof, Gerd und Michael Kinzinger – Palmischbirne, Mispelbrand, Quittenbrand, Muskat-Trollinger-Tresterbrand

Vaihingen /Enz-Horrheim, Brennerei Werner Renz – Mirabellenbrand

Folgende Whiskys haben eine Urkunde bekommen:

Sersheim, Tobias und Wolfgang Fessler, Fesslermill 1396 Destillerie – Mettermalt American Style Whisky, Mettermalt Single Malt Whisky

Folgende Gins haben eine Urkunde bekommen:

Sersheim, Tobias und Wolfgang Fessler, Fesslermill 1396 Destillerie  – alwa

Eberdingen, Jürgen Schieler – Gin