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Landrat Dr. Haas: „Die Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Kräfte in der Flüchtlingshilfe gelingt sehr gut im Landkreis Ludwigsburg“

Landesminister für Soziales und Integration, Manne Lucha, hat am Dienstag im Rahmen seiner Sommertour die Ökumenische Fachstelle Asyl in Ludwigsburg besucht.

Landrat Dr. Haas sagte beim Treffen: „Die Unterbringung und
Integration der Geflüchteten hat den Landkreis in den vergangenen Jahren vor große
Herausforderungen gestellt. Die Ökumenische Fachstelle Asyl zeigt, dass die Zusammenarbeit
aller gesellschaftlichen Kräfte in der Flüchtlingshilfe im Landkreis Ludwigsburg
sehr gut gelingt.“ Die Ökumenische Fachstelle Asyl ist für die Begleitung, Beratung
und Fortbildung der Arbeitskreise in der Flüchtlingshilfe im Landkreis Ludwigsburg
zuständig.


Beim Besuch des Landesministers wurden die verschiedenen Angebote der Ökumenischen
Fachstelle Asyl vorgestellt. Ein wichtiges Standbein seien die Projekte zur Qualifizierung und
Pflege des Ehrenamts in der Flüchtlingshilfe, sagte Silvia Maier-Lidle vom Kreisdiakonieverband.
So wurden im Zeitraum von 2014 bis 2019 rund 50 Asylkreise beim Aufbau unterstützt
und beraten. Durch den „Führerschein Asyl“ wurden bereits über 1000 Ehrenamtliche im
Landkreis Ludwigsburg qualifiziert. Außerdem hat die Fachstelle Asyl die Vernetzungsplattform
„Forum Asyl im Landkreis Ludwigsburg“ geschaffen, seit 2015 gab es 19 Foren zum
Austausch mit jeweils rund 50 Vertretern aus allen Arbeitskreisen, berichtete die Caritas-
Kollegin Martha Albinger von der Arbeit der Fachstelle Asyl.
„Bürgerschaftliches Engagement für, vor allem aber auch von und mit geflüchteten Menschen
ist für die Integration von erheblicher Bedeutung“, sagte Minister Lucha. „Engagement in
diesem Bereich trägt wesentlich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei und stärkt unsere
Demokratie.“ Ehrenamtliche bräuchten für eine erfolgreiche Arbeit aber auch verlässliche
Unterstützung durch Hauptamtliche. Lucha zeigte sich vor diesem Hintergrund beeindruckt
von den Strukturen, die im Bereich der ehrenamtlichen Integrationsarbeit im Landkreis Ludwigsburg
geschaffen und unterstützt wurden.


Außerdem wurde die Arbeit des Sozialdienstes für Geflüchtete des Landratsamts vorgestellt.
Sozialdezernent Heiner Pfrommer berichtete von der positiven Entwicklung, dass die Arbeitsmarktintegration
von anerkannten Flüchtlingen steige. Deutlich sei jedoch auch laut Jürgen
Vogt, Erster Landesbeamter der Landkreisverwaltung, dass der Integrationsprozess noch
nicht abgeschlossen ist. „Um die erfolgreiche Integration Geflüchteter zu verstetigen, ist eine
Fortsetzung des Integrationsmanagements und die Förderung durch das Land auch nach 2020
dringend notwendig“, so Vogt. Durch den 2017 vom Land Baden-Württemberg beschlossenen
„Pakt für Integration“, der im Landkreis Ludwigsburg im Januar 2018 umgesetzt wurde,
wird für zwei Jahre das flächendeckende Angebot der sozialen Beratung für Flüchtlinge gefördert.
Die Ökumenische Fachstelle Asyl wird von der Caritas Ludwigburg Waiblingen Enz und dem
Kreisdiakonieverband Ludwigsburg verantwortet und ohne öffentliche Zuschüsse finanziert.
Der Landkreis Ludwigsburg betreibt insgesamt 60 Gemeinschaftsunterkünfte, die mit 1.646
Geflüchteten belegt sind.