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Jobcenter künftig für Geflüchtete aus der Ukraine zuständig

Geflüchtete aus der Ukraine haben ab 1. Juni Anspruch auf Leistungen nach dem Zweiten bzw. Zwölften Sozialgesetzbuch („Hartz IV“/“Grundsicherung“) anstelle von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Im Landkreis Ludwigsburg werden Ende Mai schätzungsweise 1.500 Familien von der Neuregelung betroffen sein.

Die Geflüchteten aus der Ukraine erhalten damit einen höheren Regelsatz und besseren Zugang zu medizinischer Versorgung. Zudem sollen sich mit dem Beschluss auch die Zuständigkeiten ändern. Die Jobcenter sind künftig zentrale Anlaufstelle für die Geflüchteten - bei Bedarf auch für die Arbeitsvermittlung. Für das Jobcenter Landkreis Ludwigsburg wird sich durch die Gesetzesänderung die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Kreis voraussichtlich um 20 Prozent erhöhen. Das Jobcenter ist künftig nicht nur für die Auszahlung der Hilfsleistungen zuständig, sondern wird die Geflüchteten auch bei der Suche nach Arbeit unterstützen.

Im Bereich „Markt&Integration“ des Jobcenters in Ludwigsburg, Hindenburgstr. 4, wird eine zentrale Anlaufstelle für die Betroffenen eingerichtet. Näheres dazu findet man online auf der Website des Jobcenters Landkreis Ludwigsburg unter jobcenter.landkreis-ludwigsburg.de   unter der Rubrik „Informationen für geflüchtete Menschen aus der Ukraine“.

Bei Leistungen nach dem SGB XII befindet sich die Ansprechstelle im Kreishaus, Hindenburgstraße 40, Raum 501. Die beiden Ansprechpartnerinnen Frau Haen und Frau Pavlova sind unter 07141-144 -41410 und -42283 zu den üblichen Öffnungszeiten des Landratsamts erreichbar.