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Günther Vossler erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande

Er hat schon früh innovative, wohnortnahe Pflegeformen umgesetzt und sich für die Belange der Bessarabiendeutschen eingesetzt – jetzt (Mittwoch, 12. Mai) hat Günther Vossler in der Gemeindehalle Marbach-Rielingshausen für sein vielfältiges Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten.

„Sie besitzen die optimale Mischung aus sozialen Werten und strategischen und organisatorischen Eigenschaften. Das haben Sie sowohl im beruflichen Umfeld als auch in Ihrem ehrenamtlichen Engagement einzusetzen gewusst“, würdigte Landrat Dietmar Allgaier das Wirken Vosslers. Der Landrat übergab das Bundesverdienstkreuz am Bande stellvertretend für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Vosslers Herzensangelegenheit sei stets die Schaffung von wohnortnahen Pflegeplätzen mit Wohlfühlcharakter gewesen. Daher habe er das Konzept des Gemeindepflegehauses entwickelt – ein Konzept, das so erfolgreich war, dass es im Lauf der Jahre auf 21 Standorte in sechs Landkreisen ausgeweitet wurde - unter anderem auch an zwei Standorten im Landkreis Ludwigsburg: in Mundelsheim und Ludwigsburg-Eglosheim. „Ihr Konzept wurde über die Jahre von immer mehr Trägern übernommen und ist in zahlreichen Städten und Gemeinden angekommen“, so der Landrat.

So wie er stets den Blick auf die wohnortnahe Pflege gerichtet habe, habe er auch den Kontakt zu seiner elterlichen Heimatort Nadjeschdowka/Ukraine nie abreißen lassen. Als Bundesvorsitzender des bessarabiendeutschen Vereins habe der ehemalige Diakon sich für die Völkerverständigung ebenso eingesetzt wie für die Begegnung zwischen Jugendlichen; ein Museum für deutsche Geschichte, die Modernisierung des elterlichen Heimatortes sowie die Gründung der Stiftung Bessarabien, die zahlreiche Hilfsprojekte finanzieren konnte, sind nur eine Handvoll weiterer Beispiele für den Einsatz Günther Vosslers. Zwar sei er beruflich großteils im Rems-Murr-Kreis tätig gewesen. „Was mich als Landrat von Ludwigsburg besonders stolz macht, ist, dass Ihr beruflicher Grundstein hier in Ludwigsburg auf der Karlshöhe gelegt wurde, denn dort absolvierten Sie die Ausbildung zum Diakon“, so Landrat Allgaier.