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Gehölzpflegearbeiten entlang der Straßen starten - Verkehrsteilnehmer müssen mit Behinderungen rechnen

Mit den alljährlichen Gehölzpflegearbeiten entlang der Straßen im Landkreis beginnen in den kommenden Tagen die Landschaftspflegefirmen, die das Landratsamt damit beauftragt hat. Ihre Mitarbeiter werden zur Verbesserung der Verkehrssicherheit das Lichtraumprofil entlang der Straßen freischneiden, bis Ende Februar Gehölzbestände verjüngen sowie nicht mehr verkehrssichere Einzelbäume entfernen.

Nach dem Bundesnaturschutzgebiet dürfen vom 1. Oktober bis zum 29. Februar Pflegearbeiten an Gehölzen in der freien Landschaft ausgeführt werden. In diesem Zeitraum pflegt die Straßenbauverwaltung die Büsche und Hecken, die im Laufe der Jahre zu hoch gewachsen sind, die Sicht behindern oder in die Fahrbahn hineinragen. Mittelfristig wird hier das bis vor einigen Jahren praktizierte „Auf-den-Stock-Setzen“, also das Abschneiden der Gehölze rund zehn Zentimeter über dem Boden, ersetzt durch die selektive Bestandspflege. Hierbei werden innerhalb festgelegter Abschnitte Einzelbäume durch das Entfernen der Nachbarpflanzen gefördert. In den dabei entstehenden kahlen Zwischenräumen kann sich so eine neue Pflanzengeneration entwickeln. Was manchmal wie ein radikaler Kahlschlag wirken mag, dient den Pflanzen als lebenserhaltende und verjüngende Pflegemaßnahme, von der sie sich rasch wieder erholen. Durch das abschnittsweise Vorgehen haben Kleintiere und Insekten die Möglichkeit, sich auf die neue Situation einzustellen und erhalten auf den unangetasteten Nebenflächen genug Rückzugsfläche. Neben dem Ziel, durch die selektive Förderung von Einzelbäumen ökologisch wertvolle und landschaftsbildprägende Altholzbestände etablieren zu können, spielt auch die Auswahl der verbleibenden Holzarten im Hinblick auf die Anpassung an den Klimawandel eine immer größere Rolle.

Neben der flächigen Pflege bilden auch in diesem Jahr Baumfällungen stark geschädigter Einzelbäume einen zweiten Bestandteil der Gehölzpflegearbeiten. Neben dem seit einigen Jahren grassierenden Eschentriebsterben verursacht die ebenfalls durch Pilzsporen verursachte Rußrindenkrankheit seit der Trockenperiode im Jahr 2018 schwere Schäden an Ahornen. Diese Schäden stellen sowohl den Forst als auch den Straßenbetriebsdienst vor große Herausforderungen. Beide Infektionen verursachen ein völliges Absterben der befallenen Bäume, was zu einem hohen Risiko von Ast- und Stammbruch führt und damit vor allem an Wegen eine hohe Gefährdung von Fußgängern und Autofahrern darstellt. Dieses Risiko wird durch die Gehölzpflegearbeiten verringert.

Für entstehende Verkehrsbehinderungen bittet das Landratsamt die Verkehrsteilnehmer schon jetzt um Verständnis.