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Förderprogramm für Integration ist eine Erfolgsgeschichte

Seit 2018 werden Geflüchtete in ihrer Lebensführung unterstützt. Bei der Vorstellung des Berichts im Sozialausschuss des Kreistages wurde deutlich: Die Erfolgsgeschichte muss durch die Fortsetzung des Förderprogramms weitergeführt werden.

Mit Einführung des Landes-Förderprogramms „VwV Integrationsmanagement“ im Jahr 2018 wurde den Kommunen im Kreis die einmalige Möglichkeit eröffnet, die soziale Betreuung für anschlussuntergebrachte Geflüchtete in Eigenregie zu übernehmen. 34 der 39 Kreiskommunen haben sich dafür entschieden, das Landratsamt Ludwigsburg dauerhaft mit der Aufgabe des Integrationsmanagements für anschlussuntergebrachte Geflüchtete zu beauftragen.

Im Rahmen eines Case-Managements wird Geflüchteten eine fachlich qualifizierte Einzelfallhilfe gewährt. Der jetzt vorgelegte Bericht zeigt deutliche Erfolge auf dem Wohnungsmarkt, beim Spracherwerb, auf dem Arbeitsmarkt und bei der Wiedererlangung der Selbstständigkeit der betreuten Personen. Daher sprach sich der Sozialausschuss dafür aus, dass das Landesprogramm über das Jahr 2023 hinaus fortgeführt werden soll. „Die soziale Betreuung für anschlussuntergebrachte Geflüchtete bleibt auch in Zukunft ein wichtiger Baustein, damit die Integration im Landkreis Ludwigsburg dauerhaft gelingt“, betont Landrat Dietmar Allgaier, der aber auch darauf hinweist, dass angesichts der immensen Fluchtbewegungen aus dem Kriegsgebiet der Ukraine und den zugleich wieder zunehmenden weltweiten Fluchtbewegungen die bereit gestellten Mittel nicht ausreichend sind, um weiterhin dauerhaft den guten Erfolg der Integrationsbemühungen zu gewährleisten.

Info:

Das Integrationsmanagement / Pakt für Integration ist ein breites Netzwerk von Arbeiterwohl-fahrt, Caritas, Kreisdiakonieverband, dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes und dem Landratsamt Ludwigsburg und zielt auf die Integration von geflüchteten Menschen ab. Dazu gehört auch die Vermittlung in Sprachkursangebote des Landkreises im Rahmen der VwV Deutsch.

Zudem bietet der Landkreis seit Mitte 2019 eine monatliche Traumasprechstunde an. In dieser besteht für die betreuenden Fachkräfte die Möglichkeit, traumatisierte Menschen vorzustellen oder sich selbst beraten zu lassen. Inhalt der Sprechstunde ist eine einmaliger Abklärungstermin durch einen qualifizierten Facharzt sowie die Planung von weiteren notwendigen Schritten. Das Integrationsmanagement bezieht die gemeinsam besprochene Empfehlung in die individuelle Hilfeplanung ein und begleitet den traumatisierten Menschen bei den weiteren Schritten.

Ergänzt wird das Traumakonzept durch ein betreutes Gruppenangebot sowie eine Wohngruppe für traumatisierte Geflüchtete.