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Flurneuordnung Hohenasperg vor Abschluss: Staatssekretär Dr. Andre Baumann informiert sich

Über den Stand der Flurneuordnung am Hohenasperg und die Sanierung der dortigen Weinbergmauern hat sich Dr. Andre Baumann, Staatssekretär des Landesministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, am Donnerstagnachmittag (11. April) informiert.

Vor-Ort-Termin am Hohenasperg.

Begleitet wurde er von Landrat Dr. Rainer Haas, MdL Jürgen Walter, Bürgermeister Christian Eiberger und weiteren Teilnehmern.

„Diese Flurneuordnung ganz eigener Art ist nach vielen Jahren nun im Begriff, zu einem guten Ende zu kommen. So wird die prägnante Landschaftsform des Hohenaspergs, wie man sie von Dürers berühmten Stich kennt, für künftige Generationen erhalten“, stellte Landrat Haas fest und fuhr fort: „Ich freue mich, dass das Land das aufwändige Verfahren unterstützt hat und Dr. Baumann sich heute selbst ein Bild davon macht.“

Tatsächlich sind die Bauarbeiten im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens fast abgeschlossen: Die Mauern aller privaten Grundstückseigentümer und der Stadt Asperg sind fertig gestellt; letzte Arbeiten an den Wegen werden voraussichtlich bis Ende des Monats abgeschlossen sein. Abgesehen davon steht noch das letzte Bauprogramm der MM Immobiliengesellschaft aus, das im nächsten Jahr umgesetzt werden soll.

„Zum Erhalt der einzigartigen Flora und Fauna des Hohenaspergs – geschützte Vögel und Reptilien, vor allem Mauereidechsen, diverse Wildbienenarten und vielfältig geschützte Pflanzenarten – wurden große Anstrengungen unternommen“, sagte Landrat Haas. Unter anderem habe man die Sanierungsarbeiten nicht auf einmal ausgeführt, sondern zeitlich und räumlich entzerrt; mehrere Flurstücke seien aus der Bewirtschaftung herausgenommen und dem Naturschutz gewidmet worden, auch sei ein Schutzstreifen entlang des Mittleren Weges angelegt worden. Eine besondere Rolle im Verfahren hätten auch die ökologischen Fenster – ökologisch schützenswerte Teilbereiche von Mauern, in die die Bauarbeiten nicht eingegriffen haben – gespielt. Regelmäßige Begehungen mit den Beteiligten, ein Ökologischer Baubegleiter sowie ein Ökologisches Monitoring seien weitere wichtige Faktoren gewesen, um der Ökologie in besonderer Weise Rechnung zu tragen.

Das Naturschutzprojekt „Wildbienenparadies Mauerterrassen am Hohenasperg“ habe die Maßnahmen des Flurneuordnungsverfahrens ergänzt. Die inzwischen als Weinbauflächen aufgegebenen Privatgrundstücke sollen durch das Land erworben und mit Mitteln der Stiftung Naturschutzfonds ausschließlich zu Artenschutzzwecken genutzt werden. „Durch das Projekt könnten die herausragenden Wildbienen- sowie Reptilienpopulationen am Hohenasperg dauerhaft gesichert werden“, so Landrat Haas.