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Neue Einblicke in die Geschichte: 73. Band der Ludwigsburger Geschichtsblätter erschienen

Der neue Band der Ludwigsburger Geschichtsblätter ist jetzt Landrat Dr. Rainer Haas überreicht worden: Die Vorsitzende des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg, Elfriede Krüger, war zusammen mit weiteren Vorstandsmitgliedern des Vereins ins Kreishaus gekommen, um dem Chef der Kreisverwaltung das neue Buch vorzustellen.

Bei der Überreichung des neuen Bands der Ludwigsburger Geschichtsblätter von links: Kreisarchivar Dr. Thomas Schulz, Landrat Dr. Rainer Haas, Elfriede Krüger, Vorsitzende des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg, Susanne Fröhlich, Kassenverwalterin des Historischen Vereins, und Dr. Simon Karzel, Leiter des Ludwigsburger Stadtarchivs.

In seinem Dank betonte der Landrat, dass er den Wert der weit über den Landkreis hinaus bekannten Geschichtsblätter zu schätzen wisse. „Unser Kreis ist sehr geschichtsträchtig, und es ist wichtig, dass dieses historische Erbe gepflegt wird“, lobte der Landrat die Aktivitäten des Vereins. Dem Verein gelinge es jedes Jahr aufs Neue, mit seiner Publikationsreihe das Interesse an Lokal- und Regionalgeschichte zu wecken und zu vertiefen. Der Landkreis werde auch im kommenden Jahr die Herausgabe der Geschichtsblätter und somit auch die Arbeit des Vereins unterstützen.

Auf den 216 Seiten des jüngsten, von Kreisarchivar Dr. Thomas Schulz redigierten Bandes der Geschichtsblätter haben zehn fachkundige Autoren wieder interessante Aspekte aus der Geschichte von Stadt und Landkreis untersucht. Im Mittelpunkt stehen aus gegebenem Anlass drei Aufsätze zur Geschichte der Stadt Asperg, kann Asperg doch dieses Jahr das 1200-Jahr-Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung feiern. Professor Hermann Ehmer befasst sich in seinem Beitrag mit eben dieser Ersterwähnung, Wolfram Berner mit der Geschichte des Asperger Weinbaus und Thomas Schulz beschreibt, wie es dazu gekommen ist, dass Asperg im Jahr 1875 wieder Stadt wurde. 

Beachtlich ist auch die thematische Vielfalt der anderen Beiträge. In seinem Aufsatz „Wird die Reformation rückgängig gemacht?“ beschäftigt sich Professor Gerhard Fritz mit den Folgen des Dreißigjährigen Krieges in unserer Region. Günther Bergan macht in seinem Beitrag „Aecht Franck“ deutlich, wie segensreich sich das Mäzenatentum der Unternehmerfamilie Franck für die Stadt Ludwigsburg und ihre Bürgerschaft ausgewirkt hatte. Ein dunkles Kapitel der Lokalgeschichte arbeitet Dr. Helmut Arnold auf: Unter dem Titel „Korntal wird nationalsozialistisch“ untersucht er die Ursachen und Voraussetzungen für den Aufstieg der Hitler-Partei seit dem Ende der 1920er Jahre und wie die Machtübernahme der Nazis 1933 dann auch in Korntal konkret umgesetzt wurde.

Die weiteren Themen und Autoren: 200 Jahre Ludwigsburger Kreiszeitung“ (Dr. Silke Knappenberger-Jans), „Das Strohgäu dem Weltverkehr erschließen. 150 Jahre Bahnhof Ditzingen“ (Dr. Florian Hoffmann), „Lehrer, Dichter, Massenmörder. Ernst August Wagner aus Eglosheim“ (Dr. Erich Viehöfer), „Fritz Schenk und die Gründung des Deutsch-Französischen Instituts“ (Prof. Frank Baasner).

Der mit 107 Abbildungen reich illustrierte Band 73 der Ludwigsburger Geschichtsblätter kostet 18 Euro. Er ist im Buchhandel und im Kundencenter der Ludwigsburger Kreiszeitung erhältlich.