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Staupe, Tularämie

Im Landkreis Ludwigsburg

Staupe

Hundebesitzer im Kreis Ludwigsburg sollten den Impfschutz ihrer Tiere überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen. Der Grund ist das Staupe-Virus, das in den letzten Jahren vielfach in der ganzen Region einschließlich dem Landkreis festgestellt wurde. Insbesondere Füchse erkranken in der freien Natur hieran und zeigen oft ein auffälliges Verhalten (z.B. fehlendes Fluchtverhalten). Der Virus ist für Hunde hochansteckend, eine Infektion endet oft tödlich. Der beste Schutz ist eine Impfung. Menschen können aber nicht erkranken. Die Krankheit ist nicht meldepflichtig. Der Nachweis erfolgt durch die freiwillige Einsendung auffälliger Tiere durch den Jäger, die beim Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart untersucht werden. Für das Jahr 2019 liegen bereits weitere Befunde vor.

Tularämie

In Europa wird die Tularämie durch das Bakterium Francisella (F.) tularensis Subspezies holarctica hervorgerufen. Der Erreger kommt in der nördlichen Hemisphäre vor und weist ein breites Wirtsspektrum auf (mehr als 100 Arten von Säugetieren, Insekten, Vögeln, Amphibien), darunter ist der Europäische Feldhase (Lepus europaeus) besonders empfänglich. Beim Feldhasen verläuft die Infektion meist tödlich innerhalb von 1 bis 3 Tagen. Der Erreger ist vom Tier auf den Menschen übertragbar. Menschen infizieren sich meist durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (z.B. Jäger beim Ausnehmen von Feldhasen), durch das Einatmen infizierter Stäube (aerogen), durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel und Wasser (alimentär) oder über Mückenstiche und Zeckenbisse, dabei sind geringe Erregermengen für eine Infektion ausreichend.

Im Landkreis Ludwigsburg wurde  die Krankheit seit 2009 wiederholt bei Wildtieren nachgewiesen. Darüber hinaus gibt es auch Befunde beim Menschen. 2014 wurde bei einem Jäger, der einen Feldhasen ausgenommen hatte, die Krankheit festgestellt. Bei weiteren 2 Fällen erfolgte die Infektion durch Zeckenbiss (Stand 2016). Vielfach bleibt die Erkrankung beim Menschen unerkannt.

Weitere Informationen:
CVUA Stuttgart