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Geflügelpest

Aviäre Influenza, Vogelgrippe

Aufhebung des Beobachtungsgebiets mit Wirkung vom 25.04.2021

Die Ermittlungen und Beprobungen zum Seuchenausbruch der Geflügelpest in Oberriexingen sind nun abgeschlossen. Diese ergaben keine Hinweise zu einer eventuellen Verschleppung beziehungsweise Weiterverbreitung des Geflügelpesterregers über den Ausbruchsbetrieb hinaus. Aufgrund der daraus resultierenden Risikobewertung durch den Fachbereich 53 – Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung – wurde das Beobachtungsgebiet nun ebenfalls aufgehoben. Dadurch entfallen auch die angeordneten Schutzmaßregeln für das Beobachtungsgebiet.

Vogelgrippe/Geflügelpest außerhalb des Landkreises

In Deutschland sind seit dem 30.10.2020 1.303 HPAIV H5-Fälle bei Wildvögeln und 257 Ausbrüche bei Nutztierbeständen  festgestellt worden (Stand 12.05.2021, 09.00 Uhr). In Baden-Württemberg wurden bislang 5 Fälle bei Wildvögeln amtlich festgestellt. Für die betreffenden Landkreise wurde daraufhin die Stallpflicht angeordnet. Insbesondere im Zusammenhang mit einem mobilen Geflügelhandel gab es in Baden Württemberg bislang 65 Feststellungen im Hausgelfügel, überwiegend in Hobbyhaltungen. Die Saison 2020/2021 war die mit den bislang höchsten Fallzahlen. Derzeit flachen die Fallzahlen saisonbedingt ab. Die festgestellten Virustypen wurden bisher nicht bei Menschen nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz raten, Überwachungsmaßnahmen hinsichtlich toter oder kranker Wildvögel unverzüglich weiter zu intensivieren sowie die Biosicherheit in den Geflügelbetrieben zu überprüfen und ggf. zu optimieren. Kontakte zwischen Geflügel und Wildvögeln sollten unbedingt verhindert werden. Weitere Informationen gibt die jeweils aktuelle Risikoeinschätzung des FLI.

Das FLI stuft das Risiko weiterer Einträge von HPAI H5-Viren nach Deutschland als hoch ein. Die Ausbreitung von HPAI H5-Viren in Wasservogelpopulationen in Deutschland und ein Eintrag in deutsche Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen durch direkte und indirekte Kontakte zu Wildvögeln wird ebenfalls als hoch eingeschätzt.

Auffälliges Verhalten und Totfunde bei Wildvögeln sollten umgehend den Veterinärbehörden zur Bergung und Untersuchung gemeldet werden. In Zoos und Geflügelhaltungen, insbesondere mit Auslauf- und Freilandhaltung, sollten Präventions- und Biosicherheitsmaßnahmen dringend überprüft und wenn nötig optimiert werden.

Oberste Priorität hat der Schutz der Nutzgeflügelbestände vor einem Eintrag und der möglichen weiteren Verbreitung von HPAIV Infektionen. Hierzu müssen die einschlägig empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen und Überwachungs- bzw. Abklärungsuntersuchungen überprüft und unbedingt konsequent eingehalten werden. Zur Einhaltung von Grundregeln der Biosicherheit sind Geflügelhalter gesetzlich verpflichtet. Außerdem ist die Errichtung einer funktionierenden physischen Barriere zwischen den Habitaten von wilden Wasservögeln (z.B. Gewässer, Felder auf denen sich Gänse, Enten oder Schwäne sammeln) und den Geflügelhaltungen wesentlich. Berücksichtigt werden müssen auch indirekte Eintragswege wie kontaminiertes Futter, Wasser oder verunreinigte Einstreu und Gegenstände (Schuhwerk, Schubkarren, Fahrzeuge usw.).

Sofern eine weitere Ausbreitung des Virus vor allem im Wildvogelbereich erfolgt, kann die Aufstallung von Freilandgeflügel in betroffenen Regionen als wirksame Methode zur Verhinderung der Viruseinschleppung in Erwägung gezogen werden.

Die Risikoeinschätzung steht auf der Internetseite des FLI unter www.fli.de zur Verfügung.

Informationen des Minsteriums Ländlicher Raum und Verbraucherschutz finden Sie hier.

Kontakt:

Tel. 07141 144 2031

Hinweis:

Für unaufschiebbare Notfälle an Wochenenden und Feiertagen beachten Sie bitte unsere Bandansage (Tel. 07141-144-2031).