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Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem die laborbestätigte Infektion elektronisch an das lokale Gesundheitsamt gemeldet wird.

Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

Der genaue Infektionszeitpunkt der gemeldeten Fälle kann in aller Regel nicht ermittelt werden. Das Meldedatum an das Gesundheitsamt spiegelt daher am besten den Zeitpunkt der Feststellung der Infektion (Diagnosedatum) und damit das aktuelle Infektionsgeschehen wider. Durch den Meldeverzug sind die Daten der letzten Tage in der Grafik noch unvollständig und füllen sich mit den in den kommenden Tagen nachfolgend übermittelten Daten auf.  Aus dem Verlauf der übermittelten Daten allein lässt sich daher nur ein Trend zu den aktuell erfolgten Neuinfektionen ablesen.

Das Erkrankungsdatum ist der Tag, an dem der Patient nach eigener Angabe bzw. nach Angabe des behandelnden Arztes mit klinischen Symptomen erkrankt ist. Liegt dem Gesundheitsamt das Erkrankungsdatum nicht vor, so wird alternativ das Abstrichdatum des Tests  verwendet.

Ausgehend vom Meldedatum, bzw. wenn dieser nicht bekannt ist, vom Abstrichdatum, ergibt sich für jeden Infektionsfall ein statistisch berechnetes Datum der Genesung. Eine Person gilt somit als genesen, wenn die Quarantänedauer von 10 Tagen sowie 48 Stunden Symptomfreiheit vergangen sind. Da im Einzelfall auch deutlich längere Erkrankungsverläufe möglich sind, sind die so berechneten Daten nur Schätzungen für die Anzahl der Genesenen und damit auch der „Aktuell Infizierten“ und sollten daher auch nur unter Berücksichtigung dieser Limitationen über längere Zeiträume bewertet werden.

Die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz erfolgt auf Basis des Meldedatums. Das ist das Datum, an dem das Gesundheitsamt Kenntnis über positive Testungen, aber auch Verdachtsfälle und Kontaktpersonen Ersten Grades, erlangt und diese elektronisch erfasst hat. Bei einem positiven Laborergebnis Tage später wird dieses zum Datum des Verdachtsfalls systembedingt automatisch rückwirkend eingebucht. Durch die Größe des Landkreises Ludwigsburg mit 545.000 Einwohnern und dementsprechend hohen Fallzahlen kann diese rückwirkende Einbuchung zu zahlenmäßig starken Veränderungen führen. In der täglichen Zahl der Neuinfizierten sind in aller Regel auch Fälle enthalten, deren Meldedatum schon länger zurück liegt. Deshalb kann von der Differenz der Neuinfizierten nicht ohne weiteres auf die 7-Tage-Inzidenz geschlossen werden. Für die heutige 7-Tage-Inzidenz werden nur die Fälle mit Meldedatum der letzten 7 Tage gezählt.