Entwicklung der Kreisverwaltung

1718:

Das Amt Ludwigsburg, die Keimzelle des heutigen Landkreises, wird infolge der Gründung Ludwigsburgs als Residenz geschaffen. Dies geht zu Lasten der württembergischen Ämter Marbach und Markgröningen. An der Spitze der Verwaltung des Oberamts stand der Stadtvogt, ab 1759 Oberamtmann.

April 1738:

Das "Calwer Amtshaus" (Marktplatz 8, heute Evangelisches Dekanatamt) dient die folgenden 150 Jahre lang als Oberamtei.

1806/1810:

Die Oberämter im Königreich Württemberg (Vorläufer der Landkreise) werden neu gegliedert; u.a. kommt das Amt Markgröningen zum Amt Ludwigsburg.
Im Gebiet des heutigen Landkreises Ludwigsburg hatten die Oberämter Besigheim, Marbach, Ludwigsburg und Vaihingen/Enz ihren Sitz (insg. 64 Oberämter im Königreich). Karte
In den ehemaligen Oberamtsstädten des Landkreises befinden sich als Übrigbleibsel dieser Verwaltungsstruktur, die mehr als 100 Jahre fast unverändert Bestand hatte, noch heute Amtsgerichte sowie Sitze evangelischer Dekanate. 
Das ehemalige 
Oberamtsgebäude in Besigheim wird heute als Verwaltungsgebäude (u.a. Fachbereich Straßen) genutzt. Im ehemaligen kombinierten Oberamtsgebäude/Amtsgericht in Vaihingen a.d.E befindet sich heute das Polizeirevier und das Amtsgericht.

01.01.1852:

Die Oberamtssparkasse für das Oberamt Ludwigsburg wird gegründet.

1888:

Das Oberamt Ludwigsburg erhält seinen Sitz in der Eberhardstr. 1.

1919:

Nach dem Ersten Weltkrieg wachsen dem Oberamt neue, vor allem soziale Aufgaben zu. Ein Bezirkswohlfahrtsamt (heute Sozialamt) wird gebildet, dass das System der gemeindlichen Armenfürsorge ablöst.

30.01.1934:

Die Oberämter in Württemberg werden in Kreise umbenannt.

01.10.1938:

Die Zahl von 61 Kreise in Württemberg wird auf 34 Landkreise sowie 3 Stadtkreise reduziert. Die überwiegenden Teile der Kreise Besigheim, Marbach und Ludwigsburg gehen in den neuen Landkreis Ludwigsburg auf.

ab 1945:

Das Ende des Krieges und die Zuwanderung von Flüchtlingen und Vertriebenen stellt das Landratsamt vor neue Aufgaben. Bei der Volkszählung 1950 werden 186.007 Einwohner gezählt.

März 1957:

Das neu erbaute Gebäude in der Stuttgarter Str. 53  (heute Agentur für Arbeit) wird als Landratsamtgebäude bezogen.

01.01.1973:

Der Landkreis Ludwigsburg wird in seiner heutigen Form gebildet. Hinzu kommt die Hälfte des Landkreises Vaihingen (Eberdingen, Oberriexingen, verschiedene Ortsteile des heutigen Sachsenheims, Sersheim, Vaihingen/Enz) sowie Gemeinden der Landkreise Leonberg (Ditzingen, Gerlingen, Hemmingen, Korntal-Münchingen), Backnang (Affalterbach, Rielingshausen) sowie Heilbronn (Gronau). Karte
Das vor der Kreisreform erbaute Gebäude des ehemaligen Landratsamtes Vaihingen dient heute u.a. als Außenstelle.

1982:

Das Kreishaus in der Hindenburgstr. 40 wird bezogen.

1989:

Der Landkreis sowie zehn Gemeinden gründen die Kleeblatt Pflegeheime gGmbH.

01.07.1989:

Die Abfallgesellschaft des Landkreises (AVL) wird als 100% Tochter des Landkreises gegründet. Sie mit der Erfüllung der Aufgaben bei der Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfall beauftragt.

01.01.1994:

Die Kliniken des Landkreises und der Stadt Bietigheim-Bissingen schließen sich zur Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH zusammen.

01.07.1995:

Durch das Sonderbehördeneingliederungsgesetz werden das Staatliche Gesundheitsamt, Teile des Wasserwirtschaftamts sowie das Staatliche Veterinäramt in das Landratsamt eingegliedert.

01.01.2005:

Durch das Verwaltungsstrukturreformgesetz werden weitere Staatsbehörden Bestandteil des Landratsamts (z.B. Forstamt, Gewerbeaufsicht, Landwirtschaftsamt, Straßenbauamt, Vermessungsamt, Lebensmittelkontrolleure). Das ebenfalls eingegliederte Schulamt wird 2009 wieder eigenständige Staatsbehörde.

Die Arbeitsgemeinschaft SGB II mit der Agentur für Arbeit wird gegründet.

01.01.2007:

Die Orthopädische Klinik Markgröningen gGmbH wird durch die Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH erworben.

2007:

Der Erweiterungsbau des Kreishauses (Hindenburgstr. 30) wird bezogen.

01.01.2012

Der Landkreis Ludwigsburg übernimmt als zugelassener kommunaler Träger (Optionskommune) die Aufgaben der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II).

Oktober 2017

Der zweite Erweiterungsbau des Kreishauses (Hindenburgstr. 30/1) wird bezogen.

Weitere Informationen;

Das Wappen des Landkreises

Bild: das Wappen des Landkreises

In Gold (Gelb) unter einer liegenden Hirschstange ein rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Adler. Die Hirschstange deutet an, daß das Gebiet des jetzigen Landkreises zum größten Teil zu Altwürttemberg gehörte.

Der Reichsadler bezieht sich auf die alte Reichssturmfahne, die seit der Stauferzeit mit dem Lehen Markgröningen verbunden war.

Das Amt Markgröningen war ein Vorläufer des Landkreises Ludwigsburg.