Abwasserbeseitigung

Allgemeines

Übersichtskarte Gewässergüte
Übersichtskarte Gewässergüte
Übersichtskarte kommunale Kläranlagen
Übersichtskarte kommunale Kläranlagen

Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) unterscheidet häusliches Abwasser, das nach Gebrauch im Haushalt über die Ortskanalisation der Kläranlage zufließt, gewerbliches Abwasser, das nach Gebrauch entweder ebenfalls in die Ortskanalisation gelangt oder nach Reinigung in einer Betriebskläranlage direkt in ein Gewässer eingeleitet wird, landwirtschaftliches Abwasser (Jauche, Gülle) und Niederschlagswasser.

Abwasser darf in ein Gewässer nur eingeleitet werden, wenn es nach dem Stand der Technik gereinigt wurde. Der Begriff "Stand der Technik" ist eine sehr hohe Qualitätsanforderung an die Unschädlichkeit des einzuleitenden Abwassers. Ziel der Abwasserbehandlung ist es, möglichst wenig Gewässerbelastungen zu verursachen.

Die Reinigungsleistung der kommunalen Kläranlagen konnte über Jahrzehnte stetig verbessert werden. In einer modernen Kläranlage werden heute über 95 % der Schadstoffe aus dem Abwasser entfernt.

Rechtsgrundlagen und Verfahren

Wer Abwasser in ein Gewässer einleiten will, bedarf einer wasserrechtlichen Erlaubnis (§§ 8, 9, 10, 11 u. 18 WHG).

Erlaubnisfrei ist unter bestimmten Voraussetzungen die Versickerung von nicht verunreinigtem Niederschlagswasser, z.B. von privaten (nicht gewerblichen) Dach- und Hofflächen. Die Versickerung von unschädlichem Niederschlagswasser kann das Grundwasser anreichern und entlastet die Kanalisation und die kommunale Kläranlage. Die dezentrale Niederschlagswasserbeseitigung (Versickerung/Verdunstung/Rückhalt) ist somit auch ein Beitrag zur Kosten- und Gebührensenkung im Abwasserbereich. Wenn Sie Fragen zur Versickerung von Niederschlagswasser haben, beraten Sie unsere Fachtechniker gern.

Ansprechpartner

- bei fachtechnischen Fragen (GT 221 Umwelttechnik)

- bei rechtlichen Fragen (GT 222 Umweltrecht)