Ziele & Aufgaben

Gerade in einer Zeit, wo es immer weniger Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt gibt, ist Naturschutz besonders wichtig, da dies auch die Grundlage für unser Leben auf dem Planeten Erde ist.

Diese Grundidee findet seinen Niederschlag in den Gesetzen zum Naturschutz.

Rechtsgrundlagen

Die Ziele und Aufgaben der unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Ludwigsburg ergeben sich hauptsächlich aus dem Bundes- (BNatSchG) und dem Landesnaturschutzgesetz (NatSchG).

Viele weitere Gesetze und Verordnungen sind jedoch Grundlage bzw. haben Berührungspunkte mit unserer Arbeit. Nachfolgend eine kleine Auflistung:

  • Wassergesetz
  • Bodenschutzgesetz
  • Baugesetze
  • Immissionsschutzgesetz
  • Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz
  • Landschaftsschutzverordnungen
  • Naturdenkmalverordnungen

Ziele

In den Naturschutzgesetzen sind z.B. insbesondere folgende Ziele und Grundsätze erwähnt:

  • Erhalt der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts.
  • Erhalt der Nutzungsfähigkeit der Naturgüter (Boden, Wasser, Luft, Klima etc.).
  • Sicherung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft.
  • Erhalt von Lebensräumen für die freilebende Tier- und Pflanzenwelt.
  • Ausgleich von Eingriffen.
  • Schützen von Gewässern vor Verunreinigung.
  • Erhalt der Vegetation.

Aufgaben

Konkret ergeben sich für die Naturschutzbehörden daraus folgende Aufgaben:

  • Beurteilung von Bauvorhaben und Planungen, die den Außenbereich und somit wesentliche Belange des Natur- und Landschaftschutzes betreffen
  • Vollzug des Naturschutzrechtes
  • Artenschutz
  • Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten und Naturdenkmalen
  • Abschluß von Pflege- und Extensivierungsverträgen
  • Kartierung der gesetzlich geschützten Biotope
  • Bürgerberatung
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die Beteiligung der unteren Naturschutzbehörde als Träger öffentlicher Belange ist bei allen landschaftsrelevanten Vorhaben und Planungen vorgeschrieben.

Dies ist grundsätzlich bei Bauvorhaben im Außenbereich, Straßenbauvorhaben, Bauleitplanung, Flurbereinigungen etc. gegeben.

Die untere Naturschutzbehörde ist jedoch in einigen Fällen selbst Genehmigungsbehörde:
Für baurechtlich genehmigungsfreie Vorhaben, die innerhalb eines Landschaftsschutzgebietes verwirklicht werden sollen, ist eine landschaftsschutzrechtliche Erlaubnis erforderlich.

Erdauffüllungen auf landwirtschaftlichen Flächen unterliegen ebenfalls einer Genehmigungspflicht.