Schornsteinfegerwesen

Allgemein

Wir erledigen im Bereich des Schornsteinfegerwesens folgende Aufgaben:

  • Fragen zum Schornsteinfegerwesen
  • Beschwerden über Rauchbelästigungen durch Feuerungsanlagen
  • Beitreibung von Schornsteinfegergebühren
  • Durchsetzung vorgeschriebener Schornsteinfegerarbeiten

Beim Fachbereich Bauen und Immissionsschutz werden Mängel an Feuerungsanlagen bearbeitet.

Auf der Seite der Schornsteinfegerinnung Stuttgart können Sie den für Sie zuständigen Schornsteinfeger ermitteln. Sollte der für Sie zuständige Schornsteinfeger nicht abrufbar sein, wenden Sie sich bitte an das Landratsamt Ludwigsburg.

Nach einer vierjährigen Übergangszeit ist zum 01.01.2013 das neue Schornsteinfegerrecht vollständig umgesetzt worden. Damit wurde das bisherige Kehrmonopol in weiten Teilen aufgehoben. Kehr-, Mess- und Überprüfungsarbeiten können nun, wie jede andere Handwerkerleistung auch, bei freier Preisgestaltung, an einen mit dem Schornsteinfegergewerbe in die Handwerksrolle eingetragenen Betrieb vergeben werden. Wer Schornsteinfegerarbeiten durchführen darf, ist im Schornsteinfegerregister eingetragen. Dieses Schornsteinfegerregister kann auf der Seite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingesehen werden.

Kehrbezirke wird es auch weiterhin geben. Die Kehrbezirksinhaber heißen nun "Bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger", führen das Kehrbuch und nehmen die Feuerstättenschauen und Bauabnahmen vor. Diese Arbeiten kann weiterhin nur der Kehrbezirksinhaber erledigen.

Die im Landkreis Ludwigsburg tätigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger können Sie folgender Übersicht entnehmen.

Auf folgende Punkte möchten wir hinwiesen:

  1. Jeder Haus- und Wohnungseigentümer hat bis Ende 2012 einen Feuerstättenbescheid erhalten, der regelt, wann welche Kehr-, Mess- und Überprüfungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Die neuen Rechte bringen damit auch Pflichten mit sich. Eigentümer sind nun selbst dafür verantwortlich, dass die im Feuerstättenbescheid festgelegten Arbeiten rechtzeitig durchgeführt werden. Ob diese Arbeiten der jeweilige Kehrbezirksinhaber oder ein Fremdanbieter erledigt, entscheidet der Eigentümer.
  2. Sofern der Kehrbezirksinhaber die Arbeiten nicht selbst durchführt, muss ihm nachgewiesen werden, dass ein anderer Schornsteinfeger diese durchgeführt hat. Dieser Nachweis muss ihm spätestens 14 Tage nach Ablauf der Frist im Feuerstättenbescheid vorliegen.
  3. Das bedeutet, der Schornsteinfeger muss nicht mehr unaufgefordert zu Ihnen kommen. Zur Feuerstättenschau, die zweimal in sieben Jahren stattfindet, meldet sich der Kehrbezirksinhaber wie gewohnt an.
  4. Dem Eigentümer steht es frei, mit dem Kehrbezirksinhaber oder mit einem freien Anbieter eine vertragliche Regelung zu treffen, wonach dieser die Terminüberwachung übernimmt und sich rechtzeitig für die notwendigen Arbeiten ankündigt. Der Eigentümer kann die Termine auch selbst überwachen und zu gegebener Zeit einen Schornsteinfeger beauftragen.
  5. Bitte beachten Sie, dass die Schornsteinfegerarbeiten auf jeden Fall durchgeführt werden müssen. Wer die Arbeiten nicht spätestens zwei Wochen nach Ablauf der im Feuerstättenbescheid gesetzten Frist dem Kehrbezirksinhaber nachgewiesen hat, muss damit rechnen, dass eine so genannte "Zwangskehrung" angeordnet wird. Diese ist mit zusätzlichen Kosten verbunden und sollte daher vermieden werden.

Die Neuregelungen haben wir in folgendem Merkblatt zum Herunterladen für Sie zusammengestellt.  

Heizen mit Holz

Kamine und Kaminöfen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Immer mehr Menschen entdecken die positiven Seiten von Holzfeuerungsanlagen. Holz ist zudem ein klimafreundlicher Brennstoff und verbrennt nahezu CO2 neutral.

So umweltfreundlich und klimaschonend Holzfeuerungsanlagen sein können, nicht sachgerechte Lagerung der Brennstoffe und falsches Betreiberverhalten können leicht dazu führen, dass technisch einwandfreie Holzfeuerungsanlagen umweltbelastend arbeiten und die Brandgefahr erhöhen.

Daher fordert der Gesetzgeber seit März 2010, dass sich jeder Betreiber einer handbeschickten Feststofffeuerungsanlage nach Errichtung der Anlage oder nach einem Betreiberwechsel innerhalb eines Jahres hinsichtlich der sachgerechten Bedienung der Feuerungsanlage, der ordnungsgemäßen Lagerung der Brennstoffe sowie der Besonderheiten beim Umgang mit festen Brennstoffen von einem Schornsteinfeger beraten lassen muss (vgl. § 4 Abs. 8 der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung). Betreiber bestehender Anlagen müssen sich bis Ende 2014 beraten lassen.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie unter anderem:

  • auf der Seite des Umweltbundesamtes, das die Broschüre "Heizen mit Holz -Ein Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen-" herausgegeben hat. Die Broschüre können Sie unter folgendem Link herunterladen

oder

  • auf der Seite des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks, der einen Flyer "Heizen mit Holz" herausgegeben hat. Den Flyer können Sie unter folgendem Link herunterladen

oder 

  • auf der Seite der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden Württemberg.

 

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrem Bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger oder bei der Immissionsschutzbehörde während der üblichen Sprechzeiten telefonisch 07141/144-47726, -47727 oder -47735 bzw. per E-Mail immissionsschutz(at)landkreis-ludwigsburg.de.