Sozialhilfe

Allgemeine Informationen

Sozialhilfe ist eine staatliche Leistung, die Menschen in Not beanspruchen können. Grundlage für das Recht auf Sozialhilfe ist vor allem das Sozialgesetzbuch, Zwölftes Buch (SGB XII). Aufgabe der Sozialhilfe ist es, ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Sozialhilfe erhält nicht, wer sich selbst helfen kann oder wer die erforderliche Hilfe von anderen erhält.

Der Fachbereich Besondere Soziale Hilfen des Landratsamtes Ludwigsburg ist mit Ausnahme der Städte Ditzingen und Gerlingen für das gesamte Kreisgebiet zuständig für die Sozialhilfe im Bereich der Hilfe zum Lebensunterhalt, der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und der sonstigen Hilfen.

Die Eingliederungshilfe für Behinderte, die Hilfe zur Pflege sowie die Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten wird vom Fachbereich Besondere Soziale Hilfen des Landratsamtes Ludwigsburg für das gesamte Kreisgebiet, auch in den Städten Ditzingen und Gerlingen, geleistet.

Ansprechpartner ist der/die Sachbearbeiter/-in, die/der für Ihren Wohnort zuständig ist. Das Antragsformular steht Ihnen als Download zur Verfügung.

Hilfe zum Lebensunterhalt

Hilfe zum Lebensunterhalt ist dem zu gewähren, der seinen notwendigen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln, vor allem aus seinem Einkommen und Vermögen beschaffen kann.

Der notwendige Lebensunterhalt umfasst besonders Ernährung, Unterkunft, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, Heizung und persönliche Bedürfnisse des täglichen Lebens.

Die Hilfe zum Lebensunterhalt kann durch laufende und einmalige Leistungen gewährt werden.

Erwerbsfähige Personen im Alter von 15 bis 64 und deren Angehörige haben wegen des vorrangigen Anspruches auf Grundsicherung für Arbeitsuchende, (Arbeitslosengeld II) keinen Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt.

Weitere Informationen erhalten Sie von dem/der Sachbearbeiter/-in, die/der für Ihren Wohnort zuständig ist.

In der Regel stellen Sie einen Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt beim Rathaus an Ihrem Wohnort.

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Die Grundsicherung ist eine Leistung, die den grundlegenden Bedarf für den Lebensunterhalt sicherstellen soll. Sie ist abhängig vom Einkommen und Vermögen des Antragstellers.

Wer hat Anspruch auf Grundsicherung?

Leistungsberechtigt ist wer

  • das 65. Lebensjahr vollendet hat
    (Bei nach dem 31.12.1947 geborenen Personen erfolgt eine stufenweise Anhebung der Altersgrenze.)
  • das 18. Lebensjahr vollendet hat und auf Dauer erwerbsunfähig ist.

Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, und weitere Einzelheiten, entnehmen Sie bitte dem Merkblatt.

Weitere Informationen erhalten Sie von dem/der Sachbearbeiter/-in, die/der für Ihren Wohnort zuständig ist.

In der Regel stellen Sie einen Antrag auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung beim Rathaus an Ihrem Wohnort.

Hilfe zur Pflege

Hilfe zur Pflege im Heim

Voraussetzungen:

  • Heimbetreuungsbedürftigkeit / Pflegegrade 2 bis 5
  • Ersparnisse bis auf 5.000,00 € aufgebraucht:
    Vermögen, Wohnungen, Häuser, Grundstücke usw. müssen verkauft und die Erlöse für Heimkosten verwendet worden sein
  • Rente und sonstiges Einkommen reichen nicht zur Deckung der Heimkosten aus
  • Kinder müssen im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit Unterhalt für die Eltern zahlen

Hilfe zur Pflege zu Hause

Voraussetzungen:

  • dauernde Pflegebedürftigkeit / Pflegegrade 2 bis 5
  • zur Vermeidung einer Heimunterbringung
  • vorrangige Leistungen der Pflegekasse werden genutzt
  • Rente und sonstiges Einkommen reichen nicht zur Deckung der Pflegekosten aus
  • Versorgung durch Sozialstation, Nachbarschaftshilfe oder ambulanten Pflegedienst
  • Kinder müssen im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit Unterhalt für die Eltern zahlen

Bedarfe:

  • Körperpflege; z.B. Waschen, Baden
  • Ernährung; z.B. Hilfe bei der Nahrungsaufnahme
  • Mobilität; z.B. Hilfe beim Aufstehen oder Zu-Bett-Gehen
  • Hauswirtschaftliche Versorgung; z.B. Einkaufen, Putzen, Bügeln

Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten

Voraussetzungen:

Besondere Lebensverhältnisse gekoppelt mit sozialen Schwierigkeiten, wie

  • Obdachlosigkeit; nicht ausreichender Wohnraum
  • Suchtverhalten
  • unsichere wirtschaftliche Lebensgrundlage
  • Entlassung aus Haft; Straffälligkeit

Angebote:

Die Maßnahmen sollen die Leistungsberechtigten dazu anleiten und befähigen, wieder in die Gesellschaft und in ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zurückzufinden.

Formen der Hilfe:

stationär in einer Einrichtung oder ambulant im eigenen Wohnraum

Die Betreuung ist individuell auf den Bedarf und auf die Schwierigkeiten des Leistungsberechtigten zugeschnitten.

Kriegsopferfürsorge

Die Kriegsopferfürsorgestelle gewährt Hilfen nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG).

Berechtigte der Kriegsopferfürsorge sind überwiegend Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene.

Daneben können auch Geschädigte nach dem Wehr- oder Zivildienstgesetz, Impfgeschädigte, Opfer von Gewalttaten oder politisch Verfolgte aus der ehemaligen DDR oder den früheren deutschen Ostgebieten diese Hilfen erhalten.

Kriegsopferfürsorge ist unter anderem ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt, Hilfe zur Pflege (z.B. Kurzeitpflege und stationäre Pflege) und immer wichtiger, die Altenhilfe.

Durch die Altenhilfe soll der / die Hilfebedürftige in die Lage versetzt werden, so lang wie möglich in seiner gewohnten häuslichen Umgebung zu leben.

 

Eingliederungshilfe und Blindenhilfe

Eingliederungshilfe können behinderte Menschen und von Behinderung bedrohte Menschen erhalten, wenn Ihnen kein anderer Leistungsträger diese Hilfen gewährt. Formen der Eingliederungshilfe sind u.a. Hilfen zu selbstbestimmtem Leben in betreuten Wohnmöglichkeiten in Wohnheimen, in ambulant betreutem Wohnen und in der Familienpflege. Darüber hinaus sind Leistungen zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), zur Kurzzeitunterbringung, zur medizinischen Rehabilitation, zur Teilhabe am Arbeitsleben,  sowie zur Teilhabe an der Gemeinschaft möglich.

Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es, auf der einen Seite eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und auf der anderen Seite den behinderten Menschen eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Blinde Menschen erhalten zum Ausgleich der durch die Blindheit bedingten Mehraufwendungen und Benachteiligungen eine Landesblindenhilfe.

Weitere Informationen und Anträge erhalten Sie bei den Sachbearbeiter/-innen des Geschäftsteils Eingliederungshilfe und Blindenhilfe.

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