Präventions-Offensive 2007/2008
Präventionsoffensive 2007/08
Landratsamt Ludwigsburg – Jugendhilfeplanung, Suchtbeauftragte, Kreisjugendpflege, Gesundheitsförderung, Schulberatung und Schulaufsicht, Psychologische Beratungsstelle, Kreismedienzentrum
in Kooperation mit:
Polizeidirektion Ludwigsburg, Liga der freien Wohlfahrtsverbände, Kreisjugendring, Schulsozialarbeit im Landkreis Ludwigsburg, Chillout – Jugend- und Drogenberatung, Projekt ASPA (Caritas), Friedrich-Schiller-Gymnasium Ludwigsburg, Fachberatung für Kindertagesstätten der Ev. Gesamtkirchengemeinde Ludwigsburg, PH Ludwigsburg, Frauen für Frauen, Beratungsstelle Silberdistel
Ansprechpartnerinnen:
Brigitte Bartenstein Tel: 07141 144 4269
Kommunale Suchtbeauftragte
brigitte.bartenstein(at)landkreis-ludwigsburg.de
Sabine Müller Tel: 07141 144 4270
Kreisjugendpflegerin
Sabine.mueller(at)landkreis-ludwigsburg.de
Einige Fakten:
Mit der „JIM-Studie 2006“ (Jugend, Information, (Multi-)Media) untersucht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest zum neunten Mal in Folge das Medienverhalten der 12-19-jährigen in der Bundesrepublik. Die folgenden Ergebnisse wurden im Dezember 2006 veröffentlicht:
Dass per Handy auch brutale Videos oder Pornofilme verschickt werden, ist weiten Teilen der Jugendlichen bekannt. So haben 88% der Jungen und 84% der Mädchen mit eigenem Handy schon einmal davon gehört. Bereits bei den 12-13-jährigen sind es 80%. Jeder dritte jugendliche Handybesitzer kann von Freunden berichten, die solche Filme schon einmal auf ihr Handy geschickt bekommen haben, 7% waren selbst schon einmal Empfänger solcher Videos. Solche Handy-Videos kursieren zwar in allen Bildungsschichten, bei Jugendlichen mit geringerer formaler Bildung aber deutlich häufiger.
92% der 12-19-jährigen haben ein eigenes Handy. SMS ist die am häufigsten genutzte Funktion, dann erst folgt das Telefonieren. Das Fotografieren per Handy erfährt eine zunehmende Bedeutung.
In der öffentlichen Diskussion spielt daneben immer häufiger das Filmen von Gewalthandlungen durch Jugendliche eine Rolle. 17% der Handybesitzer zwischen 12-19 Jahren geben an, schon einmal mitbekommen zu haben, wie eine Prügelei mit dem Handy gefilmt wurde.
Computer nehmen im Leben junger Menschen einen immer breiteren Raum ein. Müssten sich Jugendliche für ein Medium entscheiden, würden 26% den Computer und jeweils 19% Fernseher und Internet wählen. Fast alle Jugendlichen haben zu Hause Zugang zu Computer (98%) oder Internet (92%). 60% der 12-19-jährigen besitzen einen eigenen Computer, 38% haben einen eigenen Internetanschluss im Zimmer.
Mehr als zwei Drittel aller Jugendlichen gehen mehrmals pro Woche oder häufiger online. Dabei wird das Internet vor allem als Kommunikationsmedium genutzt, die häufigsten Tätigkeiten sind der Austausch über Instant Messenger und E-Mail, mehr als ein Viertel der jugendlichen Onliner sucht aber auch regelmäßig Chatrooms auf. Betrachtet man die Internetnutzung unter den Aspekten Kommunikation, Information und Spiele, so entfallen nach Einschätzung der Jugendlichen 60% ihrer Nutzungszeit auf den Bereich Kommunikation, 23% auf die Informationssuche und 17% wird für Online-Spiele verwendet.

