Waffenschein

Allgemeine Informationen

Der Umgang mit Waffen oder Munition wird im Waffengesetz des Bundes geregelt und bedarf grundsätzlich einer Erlaubnis.

Wenn Sie eine erlaubnispflichtige Schusswaffe in der Öffentlichkeit bei sich führen wollen, benötigen Sie einen Waffenschein. Welche Waffen erlaubnispflichtig sind, ist der Anlage 2 zum Waffengesetz (Waffenliste) zu entnehmen.

Der Transport einer Schusswaffe (z.B. zum Schießstand oder zur Reparatur zu einem Waffenhändler) ist ohne Waffenschein nur zulässig, wenn die Waffe nicht schuss- und zugriffsbereit ist; dies bedeutet die Waffe muss sich in einem verschlossenen Behältnis befinden und darf nicht geladen sein.

Personen, die in der Öffentlichkeit eine Waffe bei sich führen, müssen sich mit einem Personalausweis oder Pass ausweisen können.

Informieren Sie sich bereits vor dem Erwerb einer Waffe über die maßgeblichen Vorschriften und setzen Sie sich zur Klärung von Fragen mit der zuständigen Waffenrechtsbehörde in Verbindung.

Der unerlaubte Umgang mit Waffen und Munition ist eine Straftat – in bestimmten Fällen eine Ordnungswidrigkeit.

Zuständige Stelle

Für die Erteilung eines Waffenscheins sind zuständig:

Voraussetzung

für die Erteilung eines Waffenscheins:

  • Alter
    • grundsätzlich: Vollendung des 18. Lebensjahres
    • für Sportschützen, die großkalibrige Waffen erwerben wollen oder besitzen: Vollendung des 21. Lebensjahres
    • bis zum 25. Lebensjahr ist ein ärtzliches Zeugnis vorzulegen.
  • Zuverlässigkeit
    Die erforderliche Zuverlässigkeit setzt vor allem voraus, dass Sie nicht vorbestraft sind (genauere Ausführungen dazu stehen im § 5 Waffengesetz).
  • persönliche Eignung
    Die erforderliche persönliche Eignung besitzen beispielsweise Personen nicht, bei denen Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie geschäftsunfähig, alkoholabhängig oder psychisch krank sind. Auch dürfen nicht in der Person liegende Gründe vorliegen, mit Waffen und Munition nicht vorsichtig oder sachgemäß umgegangen wird (nähere Informationen stehen im § 6 Waffengesetz).
  • Sachkundenachweis
    Den erforderlichen Nachweis der Sachkunde über die wichtigsten waffenrechtlichen Vorschriften und den sicheren Umgang mit Waffen und Munition können Sie durch eine Prüfung beim zuständigen Regierungspräsidium erlangen. In bestimmten Fällen kann die Sachkunde auf andere Weise (z.B. durch die Jägerprüfung oder für Sportschützen durch Bescheinigung eines anerkannten Schießsportverbandes) nachgewiesen werden.
  • Nachweis eines Bedürfnisses
    Das Bedürfnis (ein vernünftiger Grund) kann sich aus einem besonders anzuerkennenden persönlichen oder wirtschaftlichen Interesse, vor allem als wesentlich gefährdete Person, Waffenhersteller oder -händler sowie als Bewachungsunternehmer ergeben.

Verfahrensablauf

Sie müssen beim Geschäftsteil Kreispolizeiangelegenheiten einen Antrag auf Erteilung eines Waffenscheins stellen. Das Antragsformular kann dort angefordert werden oder liegt auf dem Rathaus Ihrer Wohnortgemeinde aus.

Der Geschäftsteil Kreispolizeiangelegenheiten prüft, ob die erforderliche Zuverlässigkeit des Antragstellers vorliegt. Dazu holt sie eine Auskunft aus dem Bundeszentralregister und dem staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister sowie eine Stellungnahme der örtlichen Polizeidienststelle ein.

Den Nachweis der Sachkunde und des Bedürfnisses muss vom Antragssteller erbracht werden.

Liegen Bedenken bezüglich der persönlichen Eignung vor, so kann  ein amts- oder fachärztliches oder ein fachpsychologisches Zeugnis über die geistige oder körperliche Eignung verlangt werden.

Erforderliche Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass (bei Ausländern: Nationalpass) nur bei direkter Antragsstellung auf dem Landratsamt.
  • Unterlagen, die glaubhaft machen, dass Sie wesentlich mehr als die Allgemeinheit durch Angriffe auf Leib oder Leben gefährdet sind und dass der zugriffsbereite Besitz von Schusswaffen auch außerhalb Ihres befriedeten Besitztums (z.B. Ihrer Wohnung oder Ihres eingezäunten Grundstückes) geeignet ist, diese Gefährdung zu mindern
  • Nachweis, dass Sie eine Haftpflichtversicherung in Höhe von einer Million Euro (pauschal für Sach- und Personenschäden) abgeschlossen haben
  • eventuell (auf unsere Anforderung) ein amts- oder fachärztliches oder ein fachpsychologisches Zeugnis über Ihre persönliche Eignung

Zusätzliche Informationen

Eine Erlaubnis zum Führen von (bestimmten) Schusswaffen erhalten Sie höchstens für die Dauer von drei Jahren.

Die Geltungsdauer kann jeweils um längstens drei Jahre verlängert werden. Können Sie nur ein vorübergehendes Bedürfnis nachweisen, wird die Geltungsdauer kürzer bemessen.

Der Geltungsbereich des Waffenscheins wird auf bestimmte Anlässe oder Gebiete beschränkt, wenn Sie ein darüber hinausgehendes Bedürfnis nicht nachweisen können.

Kontakt

BuchstabenkreisAnsprechpartnerTelefon
A - LHerr Früh
Herr Schrade

07141 144-42090
07141 144-42348
M - ZFrau Greco

07141 144-42343

Telefax an den Geschäftsteil: 07141 144-59311

E-Mail: kreispolizeiangelegenheiten(at)landkreis-ludwigsburg.de