Kleiner Waffenschein

Allgemeine Informationen

Der Umgang mit Waffen oder Munition wird im Waffengesetz des Bundes geregelt und bedarf grundsätzlich einer Erlaubnis.

Den "Kleinen Waffenschein" benötigen Sie, wenn Sie

  • eine Schreckschusswaffe,
  • eine Reizstoffwaffe oder
  • eine Signalwaffe mit PTB-Kennzeichnung bei sich führen wollen.

Der Begriff "Führen" bedeutet nach dem Waffengesetz: Die Ausübung der tatsächlichen Gewalt außerhalb

  • der eigenen Wohnung,
  • der eigenen Geschäftsräume,
  • des eigenen befriedeten Besitztums (z.B. eingezäuntes Grundstück) oder
  • einer Schießstätte.

Der Transport einer Waffe (z.B. zum Schießstand oder zur Reparatur zu einem Waffenhändler) ist ohne Waffenschein nur zulässig, wenn die Waffe nicht schuss- und zugriffsbereit ist; dies bedeutet die Waffe muss sich in einem verschlossenen Behältnis befinden und darf nicht geladen sein.

Der Kleine Waffenschein berechtigt grundsätzlich nicht zum Schießen mit einer der oben genannten Waffen - auch nicht an Silvester. Es gibt hiervon gesetzlich geregelte Ausnahmefälle (z.B. Schießen mit Kartuschenmunition (Platzpatronen) auf dem eigenen „befriedeten Besitztum“, zur Schadvogelabwehr in der Landwirtschaft oder im Obst- und Weinanbau).

Personen, die in der Öffentlichkeit eine Waffe bei sich führen, müssen sich mit einem Personalausweis oder Pass ausweisen können.

Der unerlaubte Umgang mit Waffen und Munition ist eine Straftat – in bestimmten Fällen eine Ordnungswidrigkeit.

Merkblatt

Zuständige Stelle

Für die Erteilung eines Waffenscheins sind zuständig:

Voraussetzungen

für den Kleinen Waffenschein sind:

  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Zuverlässigkeit
    Sie dürfen vor allem keine Vorstrafen haben.
  • persönliche Eignung

Verfahrensablauf

Sie müssen beim Geschäftsteil Kreispolizeiangelegenheiten einen Antrag auf Erteilung eines Kleinen Waffenscheins stellen. Das Antragsformular kann dort angefordert werden oder liegt auf dem Rathaus Ihrer Wohnortgemeinde aus.

Der Geschäftsteil Kreispolizeiangelegenheiten prüft, ob die erforderliche Zuverlässigkeit des Antragstellers vorliegt. Dazu holt sie eine Auskunft aus dem Bundeszentralregister und dem staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister sowie eine Stellungnahme der örtlichen Polizeidienststelle ein.

Liegen Bedenken bezüglich der persönlichen Eignung vor, so kann  ein amts- oder fachärztliches oder ein fachpsychologisches Zeugnis über die geistige oder körperliche Eignung verlangt werden.

Erforderliche Unterlagen

  • ausgefülltes Antragsformular
  • Personalausweis oder Reisepass (bei Ausländern: Nationalpass) nur bei direkter Antragsstellung auf dem Landratsamt
  • eventuell (auf unsere Anforderung) ein amts- oder fachärztliches oder ein fachpsychologisches Zeugnis über Ihre persönliche Eignung

Zusätzliche Informationen

Auch wenn Sie erlaubnisfreie Waffen oder Munition besitzen, müssen Sie alle erforderlichen Vorkehrungen treffen, dass

  • diese Gegenstände nicht abhandenkommen oder
  • Dritte sie nicht unbefugt an sich nehmen.

Kontakt

Für die Buchstaben A - L:
Herr Früh, Tel. 07141 144-42090
Herr Schrade, Tel. 07141 144-42348

Für die Buchstaben M - Z:
Frau Greco, Tel. 07141 144-42343
Herr Kögele, Tel. 07141 144-42342

Telefax an den Geschäftsteil: 07141 144-59311

E-Mail: kreispolizeiangelegenheiten(at)landkreis-ludwigsburg.de