Fischseuchenverordnung mit Registrierungs- und Genehmigungspflicht

Seit Ende November 2008 gilt bundesweit die neue Fischseuchenverordnung, die mit ihrer Registrierungs- und Genehmigungspflicht den Schutz vor einer Ausbreitung von Fischseuchen verbessert. Sie gilt für alle Fischhaltungen (Aquakulturbetriebe), die lebende Fische züchten, halten, hältern oder schlachten. Von einer Registrierungspflicht sind auch private Fischhalter betroffen (z.B. Fischteiche in Gärten), sofern diese Anschluss an ein öffentliches Gewässer haben.

Keine Registrierung bzw. Genehmigung wird benötigt

  • für Fische, die nur zu Zierzwecken in Aquarien gehalten werden und
  • für wild lebende Fische, die zur unmittelbaren Verwendung als Lebensmittel geangelt oder gefangen werden.

Für folgende Betriebe besteht eine Registrierungspflicht:

  • Betriebe, die Fische halten, die nicht in den Verkehr gebracht werden sollen (mit Anschluss an öffentliche Gewässer),
  • Betriebe, die Fische aus Aquakultur direkt in kleinen Mengen ausschließlich für den menschlichen Verzehr an den Endverbraucher oder an örtliche Einzelhandelsunternehmen abgeben,
  • Betreiber von Angelteichen,
  • Besitzer von Gartenteichen mit Anschluss an öffentliche Gewässer.

Für folgende Betriebe besteht eine Genehmigungspflicht:

  • Aquakulturbetriebe, die Satzfische produzieren oder Speisefische in größeren Mengen abgeben (auch überregional), sowie
  • Verarbeitungsbetriebe, in denen Fische aus Aquakulturen getötet werden.

Antrag auf Registrierung bzw. Genehmigung

Rechtsgrundlagen:

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