Tierkennzeichnung und -registrierung

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Anzeige von Tierhaltungen:

 

Folgende Tierhaltungen sind dem Landratsamt, Fachbereich Veterinärangelegenheiten und Verbraucherschutz, mit untenstehenden Formular "Registrierung von Nutztierhaltungen" anzuzeigen:

Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Einhufer, Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln und Laufvögel (§ 26 Abs. 1 Satz 1 ViehVerkV), Gehegewild, Kameliden und sonstige Klauentiere (§ 45 Abs. 1 Satz 1 ViehVerkV), Bienen (§ 1a Bienenseuchenverordnung).

Die Anzeige ist erforderlich, damit das Landratsamt im Seuchenfall schnell und effektiv die erforderlichen Bekämpfungsmaßnahmen einleiten und überwachen kann. Da die Anzeige der Tierhaltung im öffentlichen Interesse liegt, ist diese gebührenfrei.

Die ausgefüllte Anlage D der Anzeige wird an die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg weitergeleitet, so dass dort keine separate Anmeldung mehr erforderlich ist. Für welche Tierarten Beiträge von der Tierseuchenkasse erhoben werden, sind der Homepage der Tierseuchenkasse zu entnehmen.

Bitte beachten Sie, dass wenn Sie tierische Produkte als Lebensmittel vermarkten (z.B. Honig, Eier, Fleisch), Sie der Lebensmittelkontrolle unterliegen und Sie sich daher in der Regel als Lebensmittelunternehmer registrieren lassen müssen.

Besondere Vorschriften für Fische:

Für gewerbliche Betriebe, die Fische (Aquakulturbetrieb) züchten, halten, hältern oder verarbeiten, besteht eine Registrierungspflicht (§ 6 Fischseuchenverordnung), soweit für diese keine Genehmigung gemäß § 4 Fischseuchenverordnung erforderlich ist. Ebenso gilt dies für private Haltungen, soweit diese in freie Gewässer und nicht in die Kanalisation ihr Wasser ableiten. In der Regel ist der Zoohandel von der Registrier-/Genehmigungspflicht ausgenommen. (Weitere Informationen erhalten Sie hier)

 

Meldepflichten:

Anzeige von Bestandsveränderungen

Bei Rindern ist jegliche Art der Bestandsveränderung (Geburt, Zugang, Abgang, Tod), bei Schweinen, Ziegen (ab 15.03.2008) und Schafen (ab 15.03.2008) der Zugang innerhalb von einer Frist von sieben Tagen anzuzeigen.

Die Anzeige kann entweder online im Internetverfahren HIT oder per Meldekarte an den LKV erfolgen.

Stichtagsmeldungen für Schaf-, Ziegen und Schweinehalter

Für Schaf-, Ziegen und Schweinehalter besteht eine Verpflichtung bis zum 15. Januar eines jeden Jahres die Anzahl der jeweils am 1. Januar (Stichtag) im Bestand vorhandenen
1.    Schweine, getrennt nach Zuchtsauen, sonstigen Zucht- und Mastschweinen über 30 Kilogramm sowie Ferkeln bis einschließlich 30 Kilogramm und 
2.    Schafe und Ziegen, getrennt nach den Altersgruppen bis einschließlich neun Monate, zehn bis einschließlich 18 Monate und ab 19 Monaten, anzuzeigen.

Weitere Informationen zur Stichtagsmeldung erhalten Sie hier.

 

Tierkennzeichnung:

 

Die Kennzeichnungspflicht gilt gemäß ViehVerkV für Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen. Diese Tiere sind mit Ohrmarken, die entweder mit Einzeltiernummern oder mit der amtlichen Registriernummer des Tierbestandes versehen sind, zu kennzeichnen. Die Ohrmarken sowie Zubehör (Ohrmarkenzangen) sind vom Tierhalter unter Angabe seiner 12-stelligen Registriernummer (wird auch als Betriebsnummer oder HIT-Nummer bezeichnet) beim LKV Baden-Württemberg kostenpflichtig zu bestellen. Dort erhalten Sie auch bei Verlust einzelner Ohrmarken entsprechende, neue Ersatzohrmarken. 

Bitte beachten Sie, dass für Schafe und Ziegen, die nach dem 9. Juli 2005 geboren worden sind, neue Kennzeichnungspflichten bestehen. Die Einführung der Kennzeichnung mit Mikrochip mit bestimmten Ausnahmen trat am 01.01.2010 in Kraft (Pressemitteilung des BMELV).

Informationen zur Kennzeichnung von Pferden finden Sie hier.

Schafkennzeichnung:

Dokumentationspflichten:

Bestandsregister:

Für Rinder (§ 32 ViehVerkV), Schafe und Ziegen (§ 37 ViehVerkV), Schweine (§ 42 ViehVerkV), Gehegewild, Kameliden und sonstige Klauentiere (§ 45 Abs. 1 ViehverkV), Geflügel mit Ausnahme von Tauben (§ 2 Abs. 2 der Geflügelpestverordnung) sowie bei Unterhalt eines Aqualkulturbetriebes (§ 8 Fischseuchenverordnung) ist ein Bestandsregister zu führen.

Stammdatenblatt für Rinder

Im innerstaatlichen Handel wurde der verpflichtende Rinderpass durch das fakultative Stammdatenblatt für Rinder ersetzt. Das Stammdatenblatt wird weiterhin routinemäßig auf Grund der Geburtsmeldung durch den LKV Baden-Württemberg ausgestellt und an den Geburtsbetrieb gesendet. Das neue  Papier unterscheidet sich inhaltlich nur wenig vom bisherigen Rinderpass. Es dient dem Rinderhalter als Bestätigung für die korrekte Verarbeitung seiner Geburtsmeldung. Für den Käufer eines Rindes bietet das Papier die Sicherheit, dass das zugekaufte Tier in der zentralen Datenbank des HIT angemeldet ist. Für Schlachtstätten, Viehhändler und den TBA dienen die maschinenlesbaren Strichcodes auf dem Stammdatenblatt der Vereinfachung ihrer Meldeverpflichtungen, insbesondere der rechnergestützten Altersbestimmung im Rahmen der BSE-Untersuchung und zur Etikettierung von Rindfleisch.

Durch die neue Rechtsstellung ist für das Stammdatenblatt eine Cross Compliance-Relevanz für den nationalen Bereich nicht mehr gegeben, d.h. bei Fehlen des Stammblattes sowie bei unvollständigen Tierhalterangaben kommt es nicht mehr zu einem Prämienabzug für den Landwirt. Auch muss ein Rind bei Abgabe nicht mehr von diesem Dokument begleitet werden.

Alle beteiligten Verbände empfehlen aber dringend, dass die Stammdatenblätter durch den jeweiligen Tierbesitzer ergänzt und und weiter gegeben werden. Bei Fehlen des Stammblattes muss aufgrund des erhöhten Aufwandes bzgl. von Meldeverpflichtungen und der Altersbestimmung bei der Schlachtung mit Preisabschlägen beim Rind gerechnet werden.

Weiterführende Links:

Formulare: