Koi-Herpes-Virus
Kontakt:
So erreichen Sie uns:
Tel. 07141 / 1 44 - 11 12
Fax 07141 / 1 44 - 11 30
Allgemeines:
Das Koi-Herpesvirus (KHV) ist ein für Koi-Karpfen und Nutzkarpfen höchst ansteckendes und oft tödliches Virus, das anzeigepflichtig ist. Im Jahr 2007 sind in ganz Deutschland zahlreiche Ausbrüche von Koi-Herpes-Virusinfektionen sowohl im Zoofachhandel als auch in gewerblichen Teichwirtschaften festgestellt worden.
Ende Juli 2008 brach im Flußabschnitt "Mittlerer Neckar" zwischen Wehr Kochendorf und Wehr Gundelsheim (Landkreis Heilbronn) die Krankheit aus. Bei Ausbruch in freien Gewässern ist eine Bekämpfung der Krankheit meist nur begrenzt möglich, weshalb es oberstes Ziel ist, die Weiterverbreitung und Verschleppung durch Gerätschaften und Personen zu unterbinden.
Aufgrund einer rasanten Verbreitung der Fischseuche sind tierseuchenhygienische Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der weiteren Verbreitung der Fischseuche notwendig. Da spezielle Vorschriften zur Bekämpfung der Koi-Herpes-Virusinfektion fehlten, haben die Regierungspräsidien Baden-Württembergs im Juli 2007 Allgemeinverfügungen zur Bekämpfung der Krankheit (Zoohandlungen, gewerbliche Teichwirtschaft) erlassen. Diese werden durch die Allgemeinverfügung des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 30.07.2008 (freie Gewässer) ergänzt.
Zwischenzeitlich wurden auch im Neckar-Odenwald-Kreis und Rhein-Neckar-Kreis tote Fische im Neckar gefunden, die an der Fischseuche verendet sind. Da die Seuche nur bei warmen Wassertemparaturen zu klinischen Anzeichen führt, ist im Winterhalbjahr nicht mit weiteren toten Fischen zu rechnen.
Am 29.11.2008 trat eine neue Fassung der Fischseuchenverordnung in Kraft, die nun auch Maßnahmen beim Auftreten des Koi-Herpes-Virus beinhaltet.
Das Informationsblatt für Teichwirte zur aktuellen Gefährdung der Karpfenbestände durch das Koi-Herpes-Virus gibt einen kurzen Überblick über die Fischseuche.
Merkblätter:
- Flyer des Fischgesundheitsdienstes Baden-Württemberg sowie der Fischforschungsstelle
- Merkblatt für Angler zur Koi-Herpesvirus Infektion in freien Gewässern
Weiterführende Links:
- Empfehlungen zur Diagnostik und Bekämpfung der Koi-Herpesvirus-Infektion (Bundestierärztekammer)
Rechtliche Grundlagen:
- Fischseuchenverordnung vom 24.11.2008
- Veterinärrechtliche Tierseuchenanordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart zum Schutz der Fischbestände vor einer Koi-Herpesinfektion vom 19.07.2007, Az. 35-9123.90 /0025 (Zoohandlungen, Teiche)
- Veterinärrechtliche Tierseuchenanordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart zum Schutz der Fischbestände vor einer Koi-Herpesinfektion vom 30.07.2008, Az. 35-9123.90 /0025 (freie Gewässer)

