Tierarzneimittel

Allgemeines:

Aufgaben des Fachbereiches sind:

  • Überwachung des ordnungsgemäßen Einsatzes von Arzneimitteln in den landwirtschaftlichen Betrieben
  • Überwachung des Verkehrs mit Arzneimitteln einschließlich Betäubungsmittel für Tiere und deren Anwendung, insbesondere bei den Tieren, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen. Hierzu werden im Rahmen des Nationalen Rückstandkontrollprogramms (NRKP) regelmäßig Proben auf Arzneimittelrückstände untersucht.
  • Information von Landwirten und praktischen Tierärzten über den Umgang mit Tierarzneimitteln

Im Übrigen ist die Stabsstelle Lebensmittelsicherheit beim Regierungspräsidium Tübingen landesweit für die Überwachung der Vorschriften für Tierarzneimittel zuständig.

Weiterführende Verweise:

16. AMG-Novelle

Die zunehmende Resistenzbildung bei Bakterien gegen Antibiotika ist ein großes Thema in der Human- und Veterinärmedizin. Ein wesentlicher Aspekt des 16. Gesetzes zur Änderung des Arzneimittelgesetzes (AMG Novelle) ist die Antibiotikaminimierung in der Nutztierhaltung. Das Ziel ist es, Betriebe mit einem im Vergleich häufigen Antibiotikaeinsatz zu ermitteln. Diese Betriebe müssen unter Berücksichtigung der gesamten Betriebsstruktur mögliche Ursachen für die häufigeren Antibiotikaanwendungen ermitteln und Maßnahmen zur wirksamen Verringerung des Antibiotikaeinsatzes ergreifen.

Formblätter:

Impfstoffe für Tiere:

Impfstoffe für Tiere unterliegen dem Tierseuchenrecht und dürfen an Tieren nur durch Tierärzte angewandt werden. Außnahmen hiervon sind unter bestimmten Voraussetzungen bei berufsmäßigen bzw. gewerbsmäßigen Haltern von Tieren möglich. Die Ausnahme wird jedoch gleich wieder eingeschränkt durch das Verbot der Abgabe von Impfstoffen gegen anzeigepflichtige Tierseuchen (außer bei Fischen und Geflügel). Zudem ist bei amtlich angeordneten bzw. tierseuchenrechtlich vorgeschriebenen Impfungen mittels Injektion die Impfung nur durch den Tierarzt zulässig. Bei verschiedenen anzeigepflichtigen Tierseuchen besteht ein generelles Impfverbot bzw. die Impfung muss ausdrücklich behördlich angeordnet worden sein.
Vor Verabreichung durch den Halter ist dies dem Landratsamt als zuständige Behörde zusammen mit einem Impfplan anzuzeigen. Die Impfungen dürfen nur unter Anleitung eines Betreuungstierarzt erfolgen, der die Tierhaltung regelmäßig aufsuchen muss. Es bestehen Dokumentationspflichten. Sofern Bestimmungen nicht eingehalten werden, kann das Landratsamt die Abgabe von Impfstoffen durch einen Tierarzt an berufsmäßige und gewerbsmäßige Halter im Einzelfall untersagen.

Formblätter: