Zusammenarbeit der Integrierten Leitstellen der Landkreise Böblingen und Ludwigsburg

Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung am 7. Mai

Bei der Unterzeichnung der neuen Rahmenvereinbarung. Bild: Landratsamt Böblingen.
Bei der Unterzeichnung der neuen Rahmenvereinbarung. Bild: Landratsamt Böblingen.

Der Ludwigsburger Landrat Dr. Rainer Haas, der Böblinger Landrat Roland Bernhard, Walter Adler und Dr. Achim Lacher vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Ludwigsburg e.V. sowie der Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst gGmbH Böblingen Wolfgang Breidbach unterzeichneten am 7. Mai in der Integrierten Leitstelle des Landkreises Böblingen eine Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit der Integrierten Leitstellen der beiden Landkreise.

 

Der Böblinger Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz begrüßte die Anwesenden und äußerte sich zur Zukunft der Leitstelle: „Die Integrierte Leitstelle des Landkreises Böblingen wird auch künftig in der Feuerwache in Böblingen zu finden sein“. Landrat Roland Bernhard erläutert: „Zweck der Vereinbarung ist, für die Bürgerinnen und Bürger der beiden Landkreise weiterhin einen optimalen und qualitativ hochwertigen Betrieb und eine optimale Erreichbarkeit der Leitstellen auch in Großschadenlagen zu gewährleisten, sicherzustellen und weiter auszubauen“. Landrat Dr. Rainer Haas betont: „Ich freue mich sehr, dass die Rahmenvereinbarung heute unterzeichnet wurde und die Integrierten Leitstellen der Landkreise Ludwigsburg und Böblingen im Rahmen eines Überlaufs künftig zusammenarbeiten“.

Der Landkreis Böblingen betreibt gemeinsam mit dem DRK Kreisverband Böblingen e.V. und der Stadt Böblingen eine Integrierte Leitstelle. Im Landkreis Ludwigsburg wird die Integrierte Leitstelle vom Landkreis zusammen mit dem DRK Kreisverband Ludwigsburg betrieben. Die Integrierten Leitstellen sind für die Disposition der Feuerwehreinsätze sowie der Einsätze des Rettungsdienstes (Notfallrettung und Krankentransport) zuständig.

Die am 7. Mai unterzeichnete Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit beinhaltet, dass zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Erreichbarkeit der beiden Integrierten Leitstellen Ludwigsburg und Böblingen und die Annahme der Notrufe in beiden Leitstellen optimiert wird. Dies erfolgt im Rahmen eines „Überlaufs“, dessen technische und personelle Voraussetzungen zeitnah umsetzbar sind. Der Überlauf bezeichnet die Situation, dass bei einem eingehenden Notruf alle Disponenten durch andere Notfallmeldungen gebunden sind und der Anrufende kostbare Minuten in der Warteschleife verbringt bzw. im ungünstigsten Fall seine Meldung gar nicht abgeben kann. Es soll durch die Zusammenarbeit sichergestellt werden, dass bei außergewöhnlich hohem Notrufaufkommen eine gegenseitige Unterstützung der beiden Leitstellen möglich ist. Ziel der Zusammenarbeit ist eine gegenseitige Annahme der anfallenden Einsätze und eine Eingabe in den jeweiligen Einsatzleitrechner. Durch eine Verknüpfung der Einsatzleitsysteme beider Integrierten Leitstellen erfolgt ein automatischer Datenaustausch. Um die Leistungsfähigkeit beider Leitstellen in der alltäglichen Grundauslastung sicher zu stellen, muss in beiden Leitstellen das dazu notwendige Personal vorgehalten werden. Ein gemeinsames Lenkungsgremium wird eingerichtet und soll die Umsetzung des Vorhabens steuern. Dieses Gremium besteht aus den beiden Leitstellenleitern, einem Vertreter von jedem DRK Kreisverband oder DRK-Rettungsdienst gGmbH, je einem Vertreter der Landratsämter und den beiden Kreisbrandmeistern.

Der Kreisgeschäftsführer der DRK Rettungsdienst gGmbh Böblingen Wolfgang Breidbach teilt mit: „Die Leitstelle im Landkreis Böblingen ist derzeit mit bis zu vier Disponenten im Tag- und zwei Disponenten im Nachtdienst besetzt. Jeweils ein Disponent kommt von der Feuerwehr Böblingen, die übrigen werden vom DRK gestellt“. Die Zahl der von der Integrierten Leitstelle disponierten Einsätze ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Waren es im Jahr 2003 noch 29.493 Einsätze, disponierte die Leitstelle im vergangenen Jahr 76.515 Einsätze. Davon entfielen 2.519 auf den Feuerwehrbereich und 73.996 auf den Rettungsdienst.

Walter Adler und Dr. Achim Lacher vom DRK Kreisverband Ludwigsburg e.V. erläutern zur Integrierten Leitstelle des Landkreises Ludwigsburg: „Speziell ausgebildete Mitarbeiter sind rund um die Uhr im Einsatz. Bis zu 6 Disponenten arbeiten zusammen an den EDV-unterstützten Abfrage- und Funkarbeitsplätzen“.  Die von der Integrierten Leitstelle disponierten Einsätze sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Waren es im Jahr 2003 noch 59.745 Einsätze, disponierte die Leitstelle im vergangenen Jahr 109.577 Einsätze. Davon entfielen 4741 auf den Feuerwehrbereich und 104.836 auf den Rettungsdienst. 9.5.2018