Workshop und Pressegespräch im Ernährungszentrum zu Lammfleisch und Schafhaltung

Landrat Dr. Rainer Haas: Schäfer und Schafe sind für unser Landschaftsbild und den Naturschutz unverzichtbar

Von links: Lamm-Quiz-Gewinnerin Iris Koch, die württembergische Lamm-Königin Kerstin Wiedenmann-Riek, die württembergische Weinprinzessin Jasmin Knörzer, Marie-Luise Linckh, Kreisvorsitzende des Landfrauenvereins Ludwigsburg, Landrat Dr. Rainer Haas, Gourmetkoch Eberhard Braun und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL sowie das Gericht „Lamm aus der Salzkruste“.
Von links: Lamm-Quiz-Gewinnerin Iris Koch, die württembergische Lamm-Königin Kerstin Wiedenmann-Riek, die württembergische Weinprinzessin Jasmin Knörzer, Marie-Luise Linckh, Kreisvorsitzende des Landfrauenvereins Ludwigsburg, Landrat Dr. Rainer Haas, Gourmetkoch Eberhard Braun und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL sowie das Gericht „Lamm aus der Salzkruste“.

Um Lammfleisch und Schafhaltung drehte sich alles am Samstag in Ludwigsburg im Ernährungszentrum Mittlerer Neckar des Landratsamts. Während des Workshops „Lammfleisch – mehr als Keule und Kotelett“ informierten mit einem Pressegespräch Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Landrat Dr. Rainer Haas, Alfons Gimber, Vorsitzender des Landesschafzuchtverbands, sowie Kerstin Wiedenmann-Riek, frisch gekürte württembergische Lammkönigin, über die Situation der Schafhaltung und der Schäfer in Land und Landkreis, den Nutzen von Schafen und Lämmern in der Landschaftspflege, die Warenkunde und die Verwendungsmöglichkeiten für die weniger edlen Teilstücke des Lammes. Weitere Themen waren die angestrebte nachhaltige Erhöhung der Wertschätzung der Verbraucher für heimisches Lammfleisch und für die Arbeit der Schäfer und Schafe sowie die Steigerung des Absatzes von heimischem Lammfleisch.

Landrat Dr. Haas ging zunächst auf das Ernährungszentrum ein: „Seit nunmehr 20 Jahren ist unsere Zielsetzung, mit dem Ernährungszentrum Mittlerer Neckar neutral über die Qualität der heimischen Lebensmittel, deren Erzeugung und die Zubereitung leckerer und gesunder Gerichte zu informieren.“ Auch für Lammfleisch, das beim Verbraucher gerade an Ostern beliebt ist, gelte, dass es regional und saisonal erzeugt und angeboten werden sollte, so der Chef der Kreisverwaltung weiter. Lammfleisch sei gesund und schmecke sehr gut, gerade auch gegrillt. Doch nur 50 Prozent des Lammfleisches würden aus Deutschland stammen. Aus diesem Grund begrüße er den gleichzeitigen Workshop des Ernährungszentrums und die nachfolgenden Workshops für Verbraucherinnen und Verbraucher am 7. und 12. April an gleichem Ort sehr.

Die Schafhaltung habe im Landkreis Ludwigsburg eine jahrhundertealte Tradition, sagte Haas: Der Markgröninger Schäferlauf finde als ältester Schäferlauf Baden-Württembergs seit dem 16. Jahrhundert statt. Heutzutage gebe es nur noch 53 schafhaltende Betriebe mit insgesamt rund 3.100 Schafen im Landkreis. Diese Zahlen seien aber annähernd stabil geblieben – im Gegensatz zum landesweit leichten Rückgang der Tier-Zahlen und zum größeren Rückgang der Schafhalter-Zahlen.

„Schäfer und Schafe sind für unser Landschaftsbild und den Naturschutz unverzichtbar“, stellte Landrat Haas fest. Sie würden traditionell Rest- und Grenzflächen der Landwirtschaft pflegen, darunter viele Naturschutzflächen, vor allem trockene Heiden, wie es sie in Markgröningen und Vaihingen-Riet gibt, auf denen die Schafbeweidung die Verbuschung oder Wiederbewaldung verhindert. Hier würden Schafe die Lebensräume seltener und geschützte Pflanzen erhalten. „Schafe sind zur Offenhaltung der Landschaft unschlagbar in Hanglagen oder auf mageren Standorten, wo sich andere Nutzungen nicht lohnen.“ 3.4.2017