Ungarische Schülergruppe aus Budapest zu Besuch im Kreishaus

Erster Landesbeamter Dr. Utz Remlinger: „Arbeiten Sie bitte daran mit, dass wir ein einiges Europa erhalten können“

Frauke Peters, Schulleiterin der Carl-Schaefer-Schule (erste Reihe, ganz links), und Erster Landesbeamter Dr. Utz Remlinger (rechts dahinter) mit den ungarischen Schülerinnen und Schülern sowie den begleitenden Lehrkräften aus Ungarn und Deutschland.
Frauke Peters, Schulleiterin der Carl-Schaefer-Schule (erste Reihe, ganz links), und Erster Landesbeamter Dr. Utz Remlinger (rechts dahinter) mit den ungarischen Schülerinnen und Schülern sowie den begleitenden Lehrkräften aus Ungarn und Deutschland.

Eine ungarische Schülergruppe aus Budapest hat Erster Landesbeamter Dr. Utz Remlinger kürzlich im Kreishaus empfangen. Er hieß die Besucher auch im Namen von Landrat Dr. Rainer Haas herzlich willkommen, stellte die Landkreisverwaltung sowie den Landkreis vor und sprach über die Bedeutung von Schüleraustauschen und die Partnerschaft des Landkreises mit dem Komitat Pest in Ungarn. Dabei ging er auch auf die Flüchtlingsthematik ein, zu der Deutschland und Ungarn auf europäischer Ebene unterschiedliche Meinungen vertreten. An die Jugendlichen gerichtet sagte Remlinger: „Danke, dass Sie die deutsche Sprache lernen und so dazu beitragen, dass wir uns miteinander verständigen können. Machen Sie weiter so und arbeiten Sie bitte daran mit, dass wir ein einiges Europa erhalten können.“ Die 15 Schülerinnen und Schüler besuchen das Corvin-Mátyás-Gymnasium in Budapest. Es unterhält seit 26 Jahren eine Schulpartnerschaft mit der kreiseigenen Carl-Schaefer-Schule.

Dr. Utz Remlinger betonte, dass die ankommenden Flüchtlinge die Kreisverwaltung vor große Herausforderungen stellen. Er zeigte die Notwendigkeit einer gesamteuropäischen Lösung auf, bei der alle Mitgliedstaaten ihre Verpflichtungen erfüllen. „Auch wenn unterschiedliche Meinungen bestehen, ist es wichtig, unter Partnern im Gespräch zu bleiben.“ Umso mehr seien Schüleraustausche und partnerschaftliche Begegnungen wichtig, um Themen kontrovers zu diskutieren. „Der Landkreis Ludwigsburg unterstützt diese Austausche gerne – schließlich sind sie entscheidend für das Zusammenwachsen Europas“, führte er aus. Hierzu gehöre es auch, Fremdsprachen zu lernen, um das gegenseitige Verständnis zu fördern.

Remlinger wünschte den Jugendlichen eine gute Zeit im Landkreis Ludwigsburg und viele positive Eindrücke. Der ungarischen Lehrerin, die den Austausch von Beginn an begleitet hat und Ende des Jahres in den Ruhestand geht, überreichte er zum Dank ein kleines Präsent für ihren langjährigen und unermüdlichen Einsatz. Zum Schluss bedankte sich auch Frauke Peters, Leiterin der Carl-Schaefer-Schule, für die Unterstützung der Schüleraustausche durch den Landkreis.

Das Corvin-Mátyás-Gymnasium Budapest umfasst sowohl ein allgemeinbildendes als auch ein berufliches Gymnasium. Die Kontakte mit der Carl-Schaefer-Schule bestehen seit 1990, seit 1994 finden regelmäßige Schüleraustausche statt. Der Landkreis Ludwigsburg unterhält seit 1992 freundschaftliche Kontakte mit dem Komitat Pest, der Provinz rund um die Hauptstadt Budapest. Die Kreispartnerschaft wurde im Jahr 2000 offiziell besiegelt. 22.4.2016