Umweltbeirat des Landkreises hat in Bietigheim-Bissingen getagt

Das Alt- und Totholzkonzept des Landes wurde von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg erarbeitet. Vor Ort umgesetzt wird es im Wesentlichen durch die Ausweisung von einzelnen Habitatbäumen, Habitatbaumgruppen und Waldrefugien. Landrat Dr. Rainer Haas wies auf die hohen Anforderungen des Konzepts hin: „Der Landkreis Ludwigsburg ist mit einem Anteil von 18,5 Prozent Wald an der Gesamtfläche der waldärmste Landkreis Baden-Württembergs. Die vorhandenen Waldstücke sind verhältnismäßig klein und werden intensiv zu Erholungszwecken genutzt. Dem muss bei der Ausweisung der schützenswerten Bäume oder Baumgruppen Rechnung getragen werden.“ Besonders wichtig sei es, die Verkehrs- und Arbeitssicherheit in den Wäldern zu gewährleisten.

 

Der Erste Landesbeamte des Landkreises Ludwigsburg, Dr. Utz Remlinger, erklärte: „Ziel des Landeskonzepts ist es, die das Alt- und Totholz bewohnenden Arten zu fördern, ohne dabei weitere ökologische Belange, wirtschaftliche Interessen und sonstige Belange zu vernachlässigen.“ Im Anschluss an den Vororttermin im Wald beschäftigten sich die Mitglieder des Umweltbeirats unter anderem mit der Ökokonto-Verordnung und mit den Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, damit die Pflege von Streuobstwiesen als Ausgleichsmaßnahme angerechnet werden kann.

 

Der Umweltbeirat ist eine freiwillige Einrichtung des Landkreises und beschäftigt sich mit allen Umweltthemen, die den Landkreis betreffen. Mitglieder des Gremiums sind Vertreter des Kreistagsausschusses für Umwelt und Technik, der Landschaftspflege, der Naturschutzverbände, der Landwirtschaft, des Bauernverbands, der Forstwirtschaft, der Wirtschaft, der Industrie- und Handelskammer, des Landesverbands der baden-württembergischen Industrie, der Fischer und der Jäger sowie Botaniker und Ornithologen.