Teilnehmer des 21. Jugendnaturschutzcamps zu Besuch im Kreishaus:

Erster Landesbeamter Vogt: „Ich wünsche Ihnen viele tolle Eindrücke und positive Erlebnisse im Kreis Ludwigsburg“

Erster Landesbeamter Jürgen Vogt (Bildmitte, mit hellblauem Hemd), und Dr. Rolf Gastel von der unteren Naturschutzbehörde (ganz links) mit den Jugendlichen sowie deren Begleitern.
Erster Landesbeamter Jürgen Vogt (Bildmitte, mit hellblauem Hemd), und Dr. Rolf Gastel von der unteren Naturschutzbehörde (ganz links) mit den Jugendlichen sowie deren Begleitern.

Erneut waren ungarische Gäste zu Besuch im Kreishaus: 18 Jugendliche und ihre zwei Begleiter aus dem Komitat Pest, der Partnerregion des Landkreises Ludwigsburg, nehmen derzeit zusammen mit sieben deutschen Jugendlichen am 21. Jugendnaturschutzcamp teil. Die jungen Leute helfen bei Landschaftspflegemaßnahmen im Kreis Ludwigsburg mit. Die Jugendnaturschutzcamps finden jährlich abwechselnd in Kreis Ludwigsburg und im Komitat Pest statt. Erster Landesbeamter Jürgen Vogt bedankte sich auch im Namen von Landrat Dr. Rainer Haas bei den Gästen für deren Engagement und sagte: „Das Projekt bietet nicht nur eine Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Naturschutz zu sammeln. Es ist auch ein wichtiger Beitrag zum internationalen Austausch. Deswegen wünsche ich Ihnen viele tolle Eindrücke und positive Erlebnisse im Kreis Ludwigsburg und hoffe, dass Sie sich bei uns wohl fühlen.“

Vogt betonte, dass gerade ein solcher Austausch ein geeigneter Rahmen sei, voneinander zu lernen und neue Freundschaften zu schließen. „Die Zusammenarbeit zwischen dem Komitat Pest und dem Landkreis Ludwigsburg im Bereich des Naturschutzes hat eine lange Tradition“, erläuterte er, und informierte die Jugendlichen über den Landkreis Ludwigsburg und seine Partnerschaft zum ungarischen Komitat Pest. Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Regionen bestehen seit 1992, im Jahr 2000 wurde die Partnerschaft offiziell besiegelt.

Der Austausch basiert vor allem auf gemeinsamen Fachseminaren und Projekten zu sozialen und umweltschutzrechtlichen Themen, den Schwerpunkt bilden Jugendaustauschprogramme. Im Jahr 1997 wurde die Tápió-Umweltstiftung, eine gemeinsame Naturschutzinitiative, gegründet, die die Naturschutzcamps unterstützt. Der Erste Landesbeamte dankte den Jugendlichen und deren Begleitern für ihren Einsatz. „Neben dem Naturschutz ist natürlich auch der persönliche Austausch ein Hauptanliegen dieses Projekts“, führte er weiter aus. Zum Schluss bedankte sich Vogt auch bei Dr. Rolf Gastel, der das Projekt von Seiten der Kreisverwaltung betreut: „Das Jugendnaturschutzcamp ist Ihnen nicht nur eine Verpflichtung, sondern in den vielen Jahren ein wichtiges persönliches Anliegen geworden.“

Eine Woche lang bleiben die Gäste zwischen 16 und 20 Jahren im Landkreis Ludwigsburg. Zusammen mit den deutschen Jugendlichen leisten sie aktive Naturschutzarbeit und lernen so die regionale Flora und Fauna kennen. Beispielsweise stehen Landschaftspflegeeinsätze im Naturschutzgebiet „Unterer Berg“ in Sachsenheim und im Naturdenkmal „Mittelsberg“ in Vahingen/Enz auf dem Programm, außerdem ein Besuch im Residenzschloss Ludwigsburg, im Keltenmuseum Eberdingen-Hochdorf und in der Landeshauptstadt. Ein Abstecher nach Besigheim und in die Hessigheimer Felsengärten sowie eine Kanutour auf der Enz runden das Programm ab. Die Stiftung „Jugendförderung, Arbeit und Soziales“ der Kreisparkasse Ludwigsburg unterstützt das Projekt. 9.8.2017