Teilnehmer des 19. Jugendnaturschutzcamps zu Besuch im Kreishaus:

Landrat Dr. Haas: „Schön, dass Sie wieder da sind – ich hoffe, Sie fühlen sich wohl bei uns und knüpfen viele neue Kontakte“

Landrat Dr. Rainer Haas (ganz rechts) und Dr. Rolf Gastel, hauptamtliche ökologische Fachkraft der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt (ganz links), mit den Teilnehmern am diesjährigen Jugendnaturschutzcamp.
Landrat Dr. Rainer Haas (ganz rechts) und Dr. Rolf Gastel, hauptamtliche ökologische Fachkraft der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt (ganz links), mit den Teilnehmern am diesjährigen Jugendnaturschutzcamp.

Erneut waren ungarische Gäste zu Besuch im Kreishaus: 15 Jugendliche und ihre zwei Begleiter aus dem Komitat Pest, der Partnerregion des Landkreises Ludwigsburg, nehmen derzeit zusammen mit vier deutschen Jugendlichen am 19. Jugendnaturschutzcamp teil. Die jungen Leute helfen bei Landschaftspflegemaßnahmen im Kreis Ludwigsburg mit. Die Jugendnaturschutzcamps finden jährlich abwechselnd in Kreis Ludwigsburg und im Komitat Pest statt. Landrat Dr. Rainer Haas bedankte sich bei den Gästen für deren Engagement und sagte: „Schön, dass Sie wieder da sind – ich hoffe, Sie fühlen sich wohl bei uns und knüpfen viele neue Kontakte.“

„Ihre Begleiterin war vor zehn Jahren selbst als Teilnehmerin des Jugendnaturschutzcamps in Ludwigsburg. Dies zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Komitat Pest und dem Landkreis Ludwigsburg im Bereich des Naturschutzes eine lange Tradition hat“, erläuterte Landrat Haas an die Jugendlichen gewandt. Er informierte die Teilnehmer über den Landkreis Ludwigsburg und seine Partnerschaft zum ungarischen Komitat Pest. Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Regionen existieren seit 1992, im Jahr 2000 wurde die Partnerschaft offiziell besiegelt. Der Austausch basiert auf gemeinsamen Fachseminaren und Projekten zu sozialen und umweltschutzrechtlichen Themen, den Schwerpunkt bilden Jugendaustauschprogramme. Im Jahr 1997 wurde die Tápió-Umweltstiftung, eine gemeinsame Naturschutzinitiative, gegründet, die die Naturschutzcamps unterstützt. Der Landrat wünschte den ungarischen Gästen einen schönen Aufenthalt, erlebnisreiche Tage und viele positive Eindrücke über das Leben hier in Deutschland. „Denn natürlich ist neben dem Naturschutz auch der persönliche Austausch und das Entstehen von Freundschaften ein Hauptanliegen dieses Projekts“, erklärte er. Zum Schluss bedankte er sich bei Dr. Rolf Gastel, der das Naturschutzcamp von Seiten der Kreisverwaltung leitet, für dessen Einsatz. „Das Jugendnaturschutzcamp ist Ihnen nicht nur eine Verpflichtung, sondern ein Herzensanliegen“, sagte Haas. 

Eine Woche lang bleiben die Gäste zwischen 14 und 20 Jahren im Landkreis Ludwigsburg. Zusammen mit den deutschen Jugendlichen leisten sie aktive Naturschutzarbeit und lernen so die regionale Flora und Fauna kennen. Beispielsweise stehen Landschaftspflegeeinsätze in den Naturschutzgebieten „Unterer Berg“ und „Geigersberg“ in Sachsenheim sowie im Naturschutzgebiet „Mittelsberg“ in Vaihingen an der Enz auf dem Programm, außerdem ein Besuch im Residenzschloss Ludwigsburg, im Keltenmuseum Eberdingen-Hochdorf und in der Landeshauptstadt. Die Stiftung „Jugendförderung, Arbeit und Soziales“ der Kreisparkasse Ludwigsburg unterstützt das Projekt. 6.8.2015