Staatssekretärin von Wartenberg besucht Berufliche Schulen des Landkreises

Landrat Dr. Haas: „Die Themen Industrie 4.0 und duale Ausbildung werden für unsere Beruflichen Schulen immer wichtiger“

Staatssekretärin Marion von Wartenberg (Dritte von rechts), Landrat Dr. Rainer Haas (Vierter von rechts)  und der Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums Bietigheim-Bissingen, Stefan Ranzinger (ganz links), mit Schülerinnen und Schülern des Technischen Gymnasiums im Fach Robotik.
Staatssekretärin Marion von Wartenberg (Dritte von rechts), Landrat Dr. Rainer Haas (Vierter von rechts) und der Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums Bietigheim-Bissingen, Stefan Ranzinger (ganz links), mit Schülerinnen und Schülern des Technischen Gymnasiums im Fach Robotik.

Gleich zwei Berufliche Schulen des Landkreises hat Marion von Wartenberg, Staatssekretärin des Landesministeriums für Kultur, Jugend und Sport, am Donnerstag besucht. Sie informierte sich beim Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Bietigheim-Bissingen über die unterschiedlichen Ausbildungsangebote und besichtigte die Firma Olymp, die Partnerin des BSZ bei der dualen Ausbildung ist. Danach ging es weiter zur Oscar-Walcker-Schule, zur Robert-Franck-Schule und zur Mathilde-Planck-Schule auf dem Römerhügel in Ludwigsburg. Hier standen Besichtigungen, Vorführungen und eine „Oscar-Verleihung“ auf dem Programm. Landrat Dr. Rainer Haas begrüßte von Wartenberg im Beruflichen Schulzentrum und sagte: „Die Themen Industrie 4.0 und duale Ausbildung werden für unsere Beruflichen Schulen immer wichtiger.“

Auf dem Programm im Beruflichen Schulzentrum Bietigheim-Bissingen stand unter anderem der Besuch in einer Klasse des sechsjährigen Technischen Gymnasiums, die sich unter anderem mit dem Thema Robotik befasst. In diesem Wahlfach können die Schülerinnen und Schüler Robotermodelle entwerfen und bauen, was der Orientierung in der Oberstufe dienen soll. Die Automatisierung und Einbindung von Robotern gewinnt im Zusammenhang mit Industrie 4.0-Prozessen an Bedeutung. „Die Beruflichen Schulen müssen hier Trends umsetzen und mit der rasanten Entwicklung des Wirtschaftssektors Schritt halten können“, stellte Landrat Haas fest. Auch bei einem Besuch des Finanz- und Wirtschaftsministers Nils Schmid im BSZ ging es vor kurzem um dieses Thema. „Der Landkreis Ludwigsburg hat Interesse bekundet, an einem Förderprogramm des Landes im Bereich Industrie 4.0 teilzunehmen“, erläuterte der Chef der Kreisverwaltung weiter. Die Zusammenarbeit mit Firmen aus dem Landkreis sei ein wichtiger Bestandteil der dualen Ausbildung. Er lobte das große Engagement der Unternehmen, darunter die Firma Olymp in Bietigheim, die am Nachmittag besucht wurde.

Weiter ging es dann mit der Besichtigung der Beruflichen Schulen auf dem Römerhügel in Ludwigsburg. Staatssekretärin von Wartenberg informierte sich in der Oscar-Walcker-Schule über die Arbeit in den Musikwerkstätten. Ein besonderes Augenmerk lag außerdem auf dem Projekt VABO (Vorqualifizierung Arbeit und Beruf für Jugendliche ohne Deutschkenntnisse), das sich an junge Migranten richtet und vor allem auf die Vermittlung von Deutschkenntnissen abzielt. Ferner fand in der Oscar-Walcker-Schule eine „Oscar-Verleihung“ statt, bei der die besten Prüflinge jedes Ausbildungsfachs sowie deren Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet werden. In der Robert-Franck-Schule wurde der Staatssekretärin unter anderem die dortige Theater AG vorgestellt, in der Mathilde-Planck-Schule der Schulversuch „Berufsfachschule Pädagogische Erprobung“ (BFPE).

Das Berufliche Schulzentrum Bietigheim-Bissingen und die Oscar-Walcker-Schule sind zwei der sechs Beruflichen Schulen in der Trägerschaft des Landkreises Ludwigsburg. Der Landkreis hat in den 45 Jahren seiner Trägerschaft weit mehr als 100 Millionen Euro für die Neu- und Erweiterungsbauten seiner Beruflichen Schulen investiert und die Profile der einzelnen Schulen ständig weiterentwickelt. 24.7.2015