Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch übergibt Bewilligungsbescheid für Regionalmanagement Neckarschleifen

Landrat Dr. Rainer Haas: Nun gilt es, in den nächsten vier Jahren für die Steillagen die besten Ideen weiter voranzubringen und umzusetzen

Der Chef der Kreisverwaltung erinnerte daran, dass schon während des ILEK mit der Umsetzung der Ideen begonnen worden ist. Dazu zähle beispielsweise die Trockenmauernsanierungen über das Ökokonto, erste Festlegungen von Wegführungen der Steillagenwanderwege und die Plakatierung der Steillagenterrassen.

 

Landrat Haas bedankte sich bei Staatssekretärin Gurr-Hirsch für die zeitnahe Bewilligung des Regionalmanagements. Nun könne zur Unterstützung ein Büro beauftragt und der Schwung aus dem ILEK mitgenommen werden. Landrat Haas fuhr fort: „Wir haben eine große Verantwortung für die terrassierten Steillagen: Ein Fünftel der noch bewirtschafteten Steillagen in Deutschland liegen im Gebiet des Regionalmanagements Neckarschleifen. Deshalb werden wir als Landratsamt die Erhaltung der bewirtschafteten Steillagen weiterhin mit ganzer Kraft unterstützen.“ Es sei erfreulich, dass nun insgesamt elf Kommunen – Benningen, Besigheim, Bönnigheim, Freiberg, Gemmrigheim, Hessigheim, Ingersheim, Kirchheim, Lauffen, Mundelsheim und Walheim – gemeinsam das Regionalmanagement in Auftrag geben. Das Regionalmanagement hat eine Laufzeit von vier Jahren und kostet rund 237.000 Euro. Die beteiligten Kommunen erhalten dafür einen Zuschuss von rund 150.000 Euro von Bund und Land.

 

Für ein weiteres Projekt, das aus dem ILEK entwickelt wurde, warb Landrat Haas bei Staatssekretärin Gurr-Hirsch: Der Antrag „Starker Wein aus steilen Lagen – den Klimawandel als Chance für den Weinbau in Terrassenlagen nutzen“ ist im Rahmen des EIP (Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit – Impulse für mehr Innovationen in der Landwirtschaft“ gestellt worden. Auch dafür sind beim MLR Fördermittel beantragt worden. „Wengerter, die sich hier zusammengeschlossen haben, brauchen auch dabei Unterstützung. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels gilt es, alternative Rebsorten für die Mauerterrassen zu finden. Das wirtschaftliche Risiko für eigene Anbauversuche können Bewirtschafter nicht selbst stemmen. Es wäre ein zukunftsweisendes Signal, wenn die sehr engagierten Akteure im zweiten Anlauf in das EIP-Programm aufgenommen würden“, sagte Landrat Haas. Ein erster Versuch war 2017 wegen Überzeichnung des Programms gescheitert. 30.4.2018