Spatenstich für die Betriebswerkstatt der Strohgäubahn – Voraussichtlich ein Jahr Bauzeit

Landrat und Zweckverbandsvorsitzender Dr. Rainer Haas: Ein wichtiger Schritt für die Modernisierung der Strohgäubahn

Spatenstich für die neue Betriebswerkstatt der Strohgäubahn mit den Vertretern des Zweckverbands, der Kommunen, der WEG, des Planungsbüros und des Regierungspräsidiums
Spatenstich für die neue Betriebswerkstatt der Strohgäubahn mit den Vertretern des Zweckverbands, der Kommunen, der WEG, des Planungsbüros und des Regierungspräsidiums

Ein Anfang ist gemacht: Der Spatenstich für den Neubau der Betriebswerkstatt der Strohgäubahn fand am Dienstag statt. Die Bauarbeiten beginnen am 14. April und werden voraussichtlich rund ein Jahr dauern. „Der Neubau der Betriebswerkstatt ist ein wichtiger Schritt für die Modernisierung der Strohgäubahn, da im Anschluss der Abschnitt von Hemmingen nach Heimerdingen saniert werden kann“, sagte Landrat Dr. Rainer Haas, Vorsitzender des Zweckverbands Strohgäubahn (ZSB), bei dem Termin.

Die neue Betriebswerkstatt wird die über hundert Jahre alte Werkstatt in Weissach ersetzen, in der nicht mehr alle Instandhaltungsarbeiten an den Fahrzeugen möglich sind. Sie dient der Wartung der acht RegioShuttle RS1, die der Zweckverband Strohgäubahn auf der Strecke zwischen Korntal und Heimerdingen einsetzt. Überführungsfahrten nach Weissach sind dann nicht mehr erforderlich, die einzelnen Züge können vor Ort verlängert oder gekürzt werden. Nach der Fertigstellung können in der neuen Werkstatt außerdem auf drei Gleisen alle Überprüfungen, Wartungs- und Reinigungsarbeiten für bis zu zwölf Triebwagen ausgeführt werden. Die Betriebsleitung kann in Korntal aus Hemmingen und aus der Werkstatt in Weissach zusammengeführt werden, weil im Anbau der neuen Werkstatt Betriebs- und Sozialräume für das Werkstatt- und Fahrpersonal der Württembergischen Eisenbahngesellschaft (WEG) entstehen. Die WEG betreibt die Strecke im Auftrag des ZSB.

Das Planfeststellungsverfahren für das Bauvorhaben dauerte fast zweieinhalb Jahre. Dabei wurde festgestellt, dass die Werkstatt die vorgeschriebenen Lärmgrenzwerte einhält, den durch das hohe Verkehrsaufkommen auf der Straße und den Gleisen der Deutschen Bahn bereits bestehenden Lärm aber reflektiert. Mit dem Neubau der Werkstatt stattet der ZSB daher alle betroffenen Gebäude auf seine Kosten mit passivem Schallschutz aus. Untersuchung und Nachrüstung der jeweiligen Fassaden beginnen noch in diesem Frühjahr, zuvor werden alle betroffenen Anwohner informiert.

Inklusive der Schallschutz-Maßnahmen kostet der Neubau der Werkstatt rund 6,2 Millionen Euro. Daran beteiligt sich das Land mit einer Fördersumme von rund 4,0 Millionen Euro. 8.4.2014