Spatenstich für den zweiten Erweiterungsbau des Kreishauses:

Landrat Dr. Haas: „Ein weiterer Meilenstein, um die Kreisverwaltung fit für die Zukunft zu machen“

Der Spatenstich fand im Anschluss an die Kreistagssitzung am Freitagabend statt.
Der Spatenstich fand im Anschluss an die Kreistagssitzung am Freitagabend statt.

Der Spatenstich für den zweiten Erweiterungsbau des Kreishauses fand am Freitag im Anschluss an die Sitzung des Kreistags statt. Nachdem im Jahr 2007 bereits der erste Erweiterungsbau in der Hindenburgstraße 30 eingeweiht worden ist, folgt nun der zweite, bereits damals vom Entwurf mitumfasste und weitgehend baugleiche Abschnitt. „Dessen Realisierung ist ein weiterer Meilenstein, um die Kreisverwaltung fit für die Zukunft zu machen“, sagte Landrat Dr. Rainer Haas. Im zweiten Erweiterungsbau, der 2017 bezogen werden soll, werden die Fachbereiche Straßen, Vermessung und Flurneuordnung, Landwirtschaft, Gewerbeaufsicht und Teile des Jobcenters untergebracht.

„Das heißt aber nicht, dass wir uns aus der Fläche zurückziehen. Im Gegenteil: Die Anlaufstellen der Schiller-VHS, des Allgemeinen Sozialen Dienstes und der Psychologischen Beratungsstelle sowie die Außenstellen in Gerlingen, Ditzingen, Bietigheim und Vaihingen mit Kfz-Zulassung und Jobcenter bleiben erhalten. Zudem schaffen wir eine neue Außenstelle in Besigheim“, sagte Haas. Nachdem die Erfahrungen mit dem ersten Erweiterungsbau durchweg positiv waren, freue man sich nun auf die weitere Bündelung in dem Zwillingsgebäude. „Die räumlich nahe Unterbringung aller Bereiche bringt viele Vorteile mit sich: Die Fachbereiche sind besser integriert und können vermehrt Synergien nutzen. Kurze Wege verbessern die Leistung. Außerdem haben unsere Kunden weniger Anlaufstellen und auch bei der allgemeinen Infrastruktur, wie EDV, Poststelle und zentrale Dienste, lassen sich somit Kosten einsparen“, erläuterte der Chef der Kreisverwaltung. Daneben hätten auch wirtschaftliche Gesichtspunkte wie die aktuell günstigen Zinskonditionen und die hohe Energieffizienz deutlich für den zweiten Erweiterungsbau gesprochen.

Mit dem zweiten Erweiterungsbau wird auch das Backsteingebäude in der Friedrichstraße 71 saniert. Es sollte nach ursprünglichen Plänen abgerissen werden. Auf Bitte der Stadt Ludwigsburg hin wird es nun saniert und soll später die Registratur der Kreisverwaltung beherbergen. Der zweite Bauabschnitt der Kreishauserweiterung umfasst rund 10.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche, das Backsteingebäude weitere knapp 1.500 Quadratmeter. Durch Verwendung neuer Baumaterialien, wie zum Beispiel Recyclingbeton, und eine energieeffiziente Architektur kann die Energieeinsparverordnung deutlich unterschritten werden. Die Gesamtkosten für den zweiten Bauabschnitt der Kreishauserweiterung sind mit 22,3 Millionen Euro veranschlagt, die für das Backsteingebäude mit 2,4 Millionen Euro. Geplant hat den ersten und zweiten Bauabschnitt das Architektur-Büro Kubeneck aus Berlin. 17.7.2015