Schulversuch „Tablet-Einsatz“ in der Robert-Franck-Schule (RFS) präsentiert

Landrat Dr. Rainer Haas: Einsatz von Tablets gehört zu zeitgemäßer Allgemeinbildung und Medienkompetenz

Bei der Präsentation des Schulversuchs (von links): Reiner Boucsein, stellvertretender Geschäftsführer der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg, Schulleiter Wolfgang Ulshöfer und Landrat Dr. Rainer Haas mit Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen.
Bei der Präsentation des Schulversuchs (von links): Reiner Boucsein, stellvertretender Geschäftsführer der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg, Schulleiter Wolfgang Ulshöfer und Landrat Dr. Rainer Haas mit Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen.

Der Schulversuch „Tablet-Einsatz in anerkannten Ausbildungsberufen in Baden-Württemberg“ ist am Mittwoch in der Robert-Franck-Schule (RFS) präsentiert worden. Die Berufliche Schule des Landkreises ist im kaufmännischen Bereich als eine von fünf Projektschulen im Land für den Schulversuch ausgewählt worden. Das auf drei Schuljahre angelegte Projekt startete an der RFS zum Schuljahr 2016/2017 im Ausbildungsgang „Kauffrau/Kaufmann für das Büromanagement“ mit einer von fünf Eingangsklassen. „Aus Sicht des Landkreises als Schulträgers gehört der Einsatz von Tablets zu einer zeitgemäßen Allgemeinbildung und Medienkompetenz zur Vorbereitung auf die gewandelte Berufswelt in der Industrie 4.0. Die beruflichen Schulen bilden traditionell die Schnittstelle zwischen Schule und Arbeitswelt“, sagte Landrat Dr. Rainer Haas.

Bei der Präsentation wurden die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Tablets deutlich. Sie reichen vom Zeitmanagement und Einsatz digitaler Lehrbücher über die Stärkung der Kommunikationsfähigkeit und die Nutzung von Lexika bis zum Projektmanagement und zur Darstellung von Geschäftsprozessen. Ziele des Projekts sind unter anderem die Entwicklung von tragfähigen Konzepten zur erfolgreichen Integration der Tablets in den Lernprozess, die Förderung der IT- und Medienkompetenz bei Schülern und Lehrern, die Stärkung der Verantwortungsbereitschaft und die Förderung der Selbstorganisation bei den Schülern.

Insgesamt 24 Tablets stehen der RFS für den Schulversuch zur Verfügung. Die Anschaffungskosten der Geräte von rund 27.500 Euro hat der Landkreis in einem ersten Schritt übernommen. „Der Landkreis wird, wie schon bisher, alles tun, um durch eine moderne und innovative Ausstattung der Beruflichen Schulen die optimalen Rahmenbedingungen für den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Auf diese Weise investieren wir in die Zukunft der nachwachsenden Generation“, sagte Landrat Haas. Er fuhr fort: „Die Digitalisierung wird in den kommenden Jahren zu einem immer bestimmenderen Thema an den Beruflichen Schulen werden. Gemäß dem Koalitionsvertrag soll jeder Schüler auf die digitale berufliche Zukunft vorbereitet werden. Zur Entwicklung der ,Beruflichen Schulen 4.0‘ im Landkreis Ludwigsburg sollen daher verstärkt neue Medien eingesetzt und pädagogisch-didaktische Modelle eingeführt werden.“

Ein weiterer Schulversuch („Einsatz von Tablets im Unterricht an Beruflichen Schulen“) wird im Schuljahr 2017/2018 am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Bietigheim-Bissingen beginnen. Auch dafür hat der Landkreis als Schulträger Mittel im Haushaltsplan 2017 und in der mittelfristigen Finanzplanung bereitgestellt. 31.5.2017