Schulprojekt des Landratsamt-Gesundheitsdezernats zum Thema Sexualität erfolgreich beendet

Urkunden an jugendliche Multiplikatoren übergeben

Dr. Uschi Traub (vorne links) und Ronja Böhringer (vorne rechts) vom Gesundheitsdezernat des Landratsamts mit den jugendlichen Multiplikatoren, die das Projekt erfolgreich abgeschlossen haben.
Dr. Uschi Traub (vorne links) und Ronja Böhringer (vorne rechts) vom Gesundheitsdezernat des Landratsamts mit den jugendlichen Multiplikatoren, die das Projekt erfolgreich abgeschlossen haben.

Insgesamt zehn Jugendliche des Vaihinger Stromberg-Gymnasiums, des Ludwigsburger Mörike-Gymnasium und der Bietigheimer Realschule im Aurain, Bietigheim haben das „Peer-Projekt“ (Projekt mit Gleichaltrigen) mit mindestens fünf Einsätzen an vier Schulen erfolgreich beendet. Die Schülerinnen und Schüler freuten sich über die von Landrat Dr. Rainer Haas unterschriebenen Urkunden. Ronja Böhringer und Dr. Uschi Traub vom Gesundheitsdezernat des Landratsamts überreichten die Urkunden zum Abschluss der sechsten Staffel des Peer-Projekts. An der Veranstaltung nahmen die Jugendlichen, Schulvertreterinnen und Eltern teil.

Fast ein Jahr dauerten Ausbildung und Einsätze der ausgewählten Multiplikatoren zum „Peer Educator“. Referentinnen des Gesundheitsdezernats sowie Mathias Bolter, Sozialpädagoge der AIDS-/STI-Beratungsstelle des Rems-Murr-Kreises, vermittelten Wissen zu den Themen Sexualität, Verhütung und sexuell übertragbare Krankheiten sowie zu sexualpädagogischen Methoden und Kommunikationstechniken. Anschließend gaben die „Peer Educators“ ihr Wissen weiter an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 und organisierten sogar ein großes Projekt an ihrer Schule.

Eine Befragung der „Peer Educators“ ergab, dass diese unter anderem verbessertes Wissen, dadurch mehr Selbstbewusstsein, neue Freundschaften und offen über die Themen reden als Gewinn aus dem Projekt empfinden. Alle würden bei so einem Projekt nochmal mitmachen. Die Selbsteinschätzung bezüglich ihres Wissens hat sich stark verbessert und auch das abgefragte Wissen hat sich erweitert – beispielsweise wurden zu Beginn des Projekts sechs Verhütungsmittel benannt, zum Schluss 14.

Von den befragten 344 Schülerinnen und Schülern der unterrichteten Klassen fanden 81% die Veranstaltung gut oder sehr gut. Die eingesetzten Medien und Spiele haben 80% sehr gut oder gut gefallen. 90% der Befragten fanden, dass ihre Fragen kompetent beantwortet wurden. Rund 70% fühlen sich durch die Veranstaltung besser informiert. Für zwei Drittel war die Atmosphäre in der Klasse „total locker“ oder „locker“. Nur jeder Sechste empfand die Stimmung als „peinlich“ oder „verkrampft“ – die große Mehrheit davon waren jüngere Schülerinnen und Schüler. Neun von zehn Befragten fanden es gut, dass Gleichaltrige in der Schule eine Unterrichtseinheit zu den obengenannten Themen gestalten und nur 1% vertritt die Meinung, dass das Projekt nicht an anderen Schulen angeboten werden sollte. 9.5.2018