„Schnuppertour“ der Fachkräfteallianz bei der Firma SATA in Kornwestheim:

Sozialdezernent Pfrommer: „Schnuppertouren sind ein guter Versuch, um jugendlichen Einwanderern hiesige Berufsfelder vorzustellen“

von rechts: Sozialdezernent Heiner Pfrommer (Landratsamt Ludwigsburg), zwei Jugendliche aus den Vorbereitungsklassen der Beruflichen Schulen des Landkreises, Albrecht Kruse (Geschäftsführer der Firma Sata), Thomas Class (Geschäftsführer Südwestmetall), Juliane Lechner (IHK Ludwigsburg) sowie Harry Vollmer (Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg).
von rechts: Sozialdezernent Heiner Pfrommer (Landratsamt Ludwigsburg), zwei Jugendliche aus den Vorbereitungsklassen der Beruflichen Schulen des Landkreises, Albrecht Kruse (Geschäftsführer der Firma Sata), Thomas Class (Geschäftsführer Südwestmetall), Juliane Lechner (IHK Ludwigsburg) sowie Harry Vollmer (Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg).

Die Fachkräfteallianz Landkreis Ludwigsburg hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, jugendlichen Einwanderern den Zugang zum hiesigen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Im Rahmen dieses Projekts finden derzeit sogenannte Schnuppertouren statt: Jugendliche Flüchtlinge aus den Vorbereitungsklassen der Beruflichen Schulen des Landkreises haben dabei die Möglichkeit, verschiedene Firmen im Landkreis zu besuchen und Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsfelder zu bekommen. Eine Station der insgesamt fast zehntägigen Schnuppertouren war am Montag die Firma SATA in Kornwestheim. Sozialdezernent Heiner Pfrommer begrüßte dort die Jugendlichen, bedankte sich bei dem Geschäftsführer, Albrecht Kruse, für die Teilnahme an dem Projekt und sagte: „Die Schnuppertouren sind ein guter Versuch, um jugendlichen Einwanderern hiesige Berufsfelder vorzustellen. Ich hoffe, dass sie den gewünschten Effekt haben und einen kleinen Betrag zur Eindämmung des Fachkräftemangels im Kreis Ludwigsburg leisten werden.“

Mit den Betriebserkundungen sollen die Jugendlichen verschiedene Berufsfelder kennenlernen. Außerdem soll der Kontakt zu potentiellen Ausbildungsbetrieben vermittelt werden. Asylbewerber im Alter von 15 bis 21 Jahren haben grundsätzlich die Möglichkeit, das duale Ausbildungssystem von der schulischen und betrieblichen Seite kennenzulernen. In den Vorbereitungsklassen der Beruflichen Schulen des Landkreises bekommen sie zunächst Grundkenntnisse der deutschen Sprache vermittelt und werden dann in einem Vorqualifizierungsjahr soweit gefördert, dass sie anschließend eine Berufsausbildung beginnen können.

Sozialdezernent Pfrommer führte weiter aus: „Gut ausgebildete Fachkräfte gehören zu den wichtigsten Standortfaktoren. Schon jetzt zeichnet sich ein Fachkräftemangel ab, der sich mit der demografischen Entwicklung verstärken wird. Daher ist es wichtig, dass Jugendliche, die zu uns kommen, schnell eine Ausbildung beginnen und einen Beitrag dazu leisten können, dass unsere Wirtschaft weiterhin so stark bleibt, wie sie es heute ist.“ Aus diesem Grund habe man vor etwa einem Jahr die Fachkräfteallianz Landkreis Ludwigsburg geschlossen. An der Fachkräfteallianz im Landkreis Ludwigsburg sind folgende Projektpartner beteiligt: Landkreis Ludwigsburg, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, Jobcenter Landkreis Ludwigsburg, Agentur für Arbeit Ludwigsburg, IHK Region Stuttgart – Bezirkskammer Ludwigsburg, Arbeitgeber Baden-Württemberg, DGB – Kreisverband Ludwigsburg, Kreishandwerkerschaft Landkreis Ludwigsburg, Staatliches Schulamt Ludwigsburg, Berufliche Schulen des Landkreises Ludwigsburg und Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg. Handlungsschwerpunkte des Fachkräftebündnisses sind der Übergang von der Schule in den Beruf, die Ausschöpfung inländischer Fachkräftepotenziale, die Wettbewerbsfähigkeit auf dem europäischen Arbeitsmarkt sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Firma SATA in Kornwestheim stellt Lackierprodukte und -systeme her und ist führender Lackierpistolen-Hersteller. Sie beschäftigt rund 250 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von etwa 75 Millionen Euro, wobei der Exportanteil rund 70 Prozent beträgt. An den Schnuppertouren nahmen außerdem Firmen aus den Bereichen Handel, Handwerk, Pflege, Dienstleistungen, Hotelgewerbe sowie Kunststoff- und Metallverarbeitung teil. 17.11.2015